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            <title type="main">Montag, der 14. Mai 1973</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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         <div type="entry" xml:space="preserve"><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_01">Montag, 14. Mai 1973</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_02">Beim Jour fixe hat <rs type="person" ref="#per__113032">Reiger</rs>, der anstelle von <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> erschienen war,<lb/>
darauf hingewiesen, dass für die Patentberatung von Seiten der Handels<lb break="no"/>kammer Ing, <rs type="person" ref="#per__149007">Prazda</rs>, der bei Ing. <rs type="person" ref="#per__131307">Mayer</rs> im WIFI arbeitet, als Ge<lb break="no"/>schäftsführer abgestellt werden soll. Das Patentamt hat sich bereits<lb/>
verpflichtet, dreimal in der Woche halbtägig zur BEratung der Erfinder<lb/>
einen Mann abzustellen. Ich selbst erklärte, dass ursprünglich doch<lb/>
Ing. <rs type="person" ref="#per__131307">Mayer</rs> als Geschäftsführer vorgesehen war und ich mir die Kon<lb break="no"/>strukiton noch genau überlegen müsse. <rs type="person" ref="#per__113032">Reiger</rs> hat allerdings gemeint,<lb/>
es müsste ein Geschäftsführer bestellt werden, da dies nach den<lb/>
Vereinsstatuten notwendig ist.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_03">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Die Personalfragen wird für die Erfinder<lb break="no"/>beratung jetzt als dringend zu erledigen sein.<lb/>
Die Handelskammer dürfte hier bereits weitest<lb break="no"/>gehend Beschlüsse gefasst haben.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_04"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> urgierte neuerdings meine Zustimmung zur Übergabe des<lb/>
Kommerzialratstitels an Bäckermeister <rs type="person" ref="#per__149309">Schrammel</rs>. Ich erwiderte, dass<lb/>
ich nichts dagegen einzuwenden habe, doch ist er jetzt neuerdings<lb/>
verurteilt worden, den beiden entlassenen Betriebsräten die ent<lb break="no"/>sprechenden Verdienste nachzuzahlen, über 10.000 S für jeden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> möchte dass unter gar keinen Umständen der Eindruck ent<lb break="no"/>steht, dass irgendwelche Koppelungsgeschäfte mit der Dekretübergabe<lb/>
verbunden sind. Er schlägt mir deshalb vor, dass wenn <rs type="person" ref="#per__149309">Schrammel</rs> das<lb/>
Dekret erhält, anschliessend daran über die Einhaltung der gesetzli<lb break="no"/>chen BEstimmungen mit ihm gesprochen wird. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> telefoniert auch<lb/>
mit dem Gewerbeobmann von Wien, Komm. <rs type="person" ref="#per__126257">Neusser</rs>, der allerdings selbst<lb/>
gleich zugibt, kein besonderer Freund von <rs type="person" ref="#per__149309">Schrammel</rs> zu sein, dass die<lb break="no"/>ser ihn vorlädt und mit ihm die Einhaltung der gesetzlichen Verpflich<lb break="no"/>tungen – Betriebsversammlungen, Aufstellung von Betriebsratswahlen usw.<lb/>
– durchführen soll, resp. sogar muss. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> wird sich diesbezüglic<lb/>
ebenfalls wenn notwendig einschalten.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_05">Für die beiden Firmen Kammer und Jacobs ersuche ich die Handelskammer<lb/>
ihre Stellungnahme – beide waren negativ – zu überprüfen, ob nicht doc<lb/>
eine Verleihung nach § 58 Gew.O zur Führung des Staatswappens möglich<lb/>
wäre. Gleichzeitig stelle ich aber fest,dass ich keinen wie immer<lb/>
gearteten Einfluss auf die Entscheidung der Handelskammer nehmen<lb/>
möhcte. Zum Vergleich bringe ich aber, dass andere Firmen ebenfalls<lb/>
unter ähnlichen BEdingungen bereits von der Handelskammer einer positiv<lb/>
<pb n="16-0547" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-14_0547.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Befürwortung zur Führung des Staatswappens erhalten haben.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_06">Ich teile <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> – nachdem <rs type="person" ref="#per__113032">Reiger</rs> weggegangen ist – mit, dass<lb/>
jetzt der Geschäftsführer für die ÖFVW ausgeschrieben wird. Zu mei<lb break="no"/>ner grössten Verwunderung äussert sich <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> dsazu überhaupt<lb/>
nicht. Sekr. <rs type="person" ref="#per__114537">Oder</rs> bringt einen Brief von <rs type="person" ref="#per__97801">Ottahal</rs> an <rs type="person" ref="#per__113032">Reiger</rs>, worin<lb/>
dieser für 3 weitere Mittagessen die Aufwendungen von der Bundes<lb break="no"/>kammer rückvergütet möchte. Es handelt sich dabei um die DDR-Dele<lb break="no"/>gation, um den Accordino-Empfang für 60 Leuten – <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> selbst<lb/>
und auch <rs type="person" ref="#per__114537">Oder</rs> geben sich sehr überrascht, dass so viele Ansuchen<lb/>
kommen werden und <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> meint, dies müsste Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>,<lb/>
der die diesbezüglichen Empfehlungen dem Präsidium gemacht hat,<lb/>
im Einzelnen mit mir resp. <rs type="person" ref="#per__97801">Ottahal</rs> verhandeln. Ich weise daraufhin,<lb/>
dass die Einnahmen für dn Export und Import, d.h. der Aussenhandels<lb break="no"/>beitrag ununterbrochen steigt und die Belastungen maximal einige<lb/>
100.000 S kosten können.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Ich bin der Meinung, dass wir unbedingt alle<lb/>
unsere Rechnungen, die irgendwie nur gehen,<lb/>
der Handelskammer schicken. wenn sie es ab<lb break="no"/>lehnt, dann liegt bei ihr die wie ich glaube<lb/>
optisch ungünstige Belastung, dass sie trotz<lb/>
wesentlicher Mehreinnahmen die notwendige Un<lb break="no"/>terstützung dem Handelsministerium im Inter<lb break="no"/>sse des Ansehens der Republik und im Interesse<lb/>
des Exportes nicht hat zuteil werden lassen</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_08"><rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> sagt als Beispiel, dass auch erimmer wesentliche Redu<lb break="no"/>zierungen von Wünschen wegen Reisen durchführen muss. So hätte es<lb/>
eine Organistion HOREKA, d.h. Hotel-Restauration-Kaffee bis jetzt<lb/>
immer 30 Mann hin delegiert wurden durch seine Intervention sich<lb/>
jetzt die Verhandlungsdelegation auf 5 reduziert.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_09">WEnn <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> beim jour fixe dabei ist, dann hat er von den einzelnen<lb/>
Abteilungen ganz konkrete Unterlagen und Informationen, die er mit<lb/>
mir bespricht, wo er auch meistens irgendwelceh Entscheidungen möchte<lb/>
die er dann auf die Informaionen vermekrt und den Abteilungen zurückg<lb/>
gibt. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> selbst hat für dieses System entweder nichts übrig<lb/>
oder die Abteilungen schicken ihm nichts, sodass ich eigentlich den<lb/>
jour fixe mit ihm mehr auf allgemeine Fragen beschränken kann. In<lb/>
der Handelskammer gibt es also noch diese sehr strenge Trennung,<lb/>
dass der Präsident mehr die grossen politischen Probleme behandelt ode<lb/>
wenn irgendwelche Detailbesprechungen geführt werden, dies der Gene<lb break="no"/>ralsekretär zu referieren hat.</p><pb n="16-0548" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-14_0548.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_10">Ich glaube, dass dieses System heute weitestgehend überholt ist.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_11">Beim Journalistenfrühstück, welches diesmal besonders stark besucht<lb/>
war, obwohl wir eigentlich erklärt hatten, dass nur über die Verkehrs<lb break="no"/>probleme geredet wird, kam natürlich auch dann die Frage der Stabili<lb break="no"/>sierung zur Diskussion. Insbesondere wollte <rs type="person" ref="#per__149260">Spiegelmayer</rs> vom ÖVP-Volks<lb break="no"/>blatt gerne von mir Detailinformationen bekommen. Da die Gefahr be<lb break="no"/>stand, dass dann irgendwelche andere Beschlüsse gefasst werden, dass<lb/>
vielleicht sogar <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> oder <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> bereits irgendwelche Informa<lb break="no"/>tionen gegenteiliger Art gegeben hatten, war ich sehr zurückhaltend.<lb/>
cich glaube nämlich, dass die grösste GEfahr darin besteht, dass<lb/>
jetzt verschiedene Meinungen von einzelnen Ministern in der Öffent<lb break="no"/>lichkeit hochgespielt werden und dann erklärt wird, dass die Bundes<lb break="no"/>regierung in der Stabilisierungsfrage nicht eing ist. Wie sehr ich<lb/>
mit dieser Befürchtung recht hatte, hat sich nachher bie einer In<lb break="no"/>stitutsbesprechung herausgestellt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_12">Im Institut haben Präs. <rs type="person" ref="#per__97570">Hrdlitschka</rs>, Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs>, Dr. <rs type="person" ref="#per__98112">Zöll<lb break="no"/>ner</rs>, Dr. <rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs>, Dr. <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs>, <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> und ich versucht, die Vorgangsweise<lb/>
der Arbeiterkammer und des ÖGB in der Stabilität zu koordinieren.<lb/>
Der Kautsky-Kreis hat vorige Woche im Parlament beschlossen, die<lb/>
Besprechung MOntag nachmittags fortzusetzen und ein konkretes Pro<lb break="no"/>gramm, wenn dies gewünscht wird, zu erarbeiten. <rs type="person" ref="#per__97570">Hrdlitschka</rs> selbst<lb/>
hat nun Bedenken, dass der Kautsky-Kreis sich präjudiziert und danmit<lb/>
gesagt wird, auch die AK hätte solche Vorschläge erarbeitet. Die AK<lb/>
selbst – Dr. <rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs> hat dies ausdrücklich bestätigt – möchte aber<lb/>
vorerst ihre eigenen Ideen in der Paritätischen Kommission am Mittwoch<lb/>
deponieren. <rs type="person" ref="#per__97570">Hrdlitschka</rs> selbst hat ausdrücklich festgehalten, dass er<lb/>
als Sprecher der AKT ein solches Programm dort präsentieren wird. Der<lb/>
ÖGB, insbesondere <rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs>, wollte, in klienstem Kreis ein solches Programm<lb/>
zwischen Arbeiterkammer und ÖGB erarbeiten. Zu diesem Zweck hatte er<lb/>
auch diese kleine Runde im Institut veranlasst, ein Programm zu ent<lb break="no"/>wickeln. Dr. <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs>, der effektive Vorsitzendes des Kautsky-Kreises<lb/>
wollte auf alle Fälle die Mitarbeit des Kautsky-Kreises sichern.<lb/>
Auch ich stehe auf dem STandpunkt, dass es unverantwortlich wäre,<lb/>
Genossen, die sich seit Jahrzehnten im Kautsky-Kreis mit Wirt<lb break="no"/>schaftsfragen beschäfitgen, in so einer wichtigen Frage links<lb/>
liegen zu lassen. Ich habe deshalb vorgeschlagen, dass <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs> ja<lb/>
zusammenfassend dann ohne die AK und den ÖGB zu präjudizieren, ent<lb break="no"/>sprechende Vorschläge des Kautsky-Kreises diesen Insuttitooen mitteil<lb break="no"/>len wird und dann nächste Woche neuerdings nach der wirtschafts<lb break="no"/><pb n="16-0549" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-14_0549.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>politische Aussprache über das konkrete Programm gerdet werden<lb/>
sollte.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_13">Ich konnte bei der Aussprache im Kautsky-Kreis nicht die ganze<lb/>
Zeit anwesend sein. Soweit ich aber dort war, hat sehr wohl dann der<lb/>
Kreis konkretes Forderungsprogramm in Form von Punktationen ausgearbei<lb break="no"/>tet. Da auch ein Vertreter des Finanzministeriums anwesend war, ist für<lb/>
mich gar keine Frage, dass so weit es <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> passt, diese Vorschläge<lb/>
sicherlich bei der Mittwoch-Aussprache bereits präsentiert werden.<lb/>
Es hat sich wieder einmal geziegt, dass eine Institution, auch dann wenn<lb/>
sie formell zu nichts berufen ist, Eigendynamik entwickelt und sehr<lb/>
konkrete VOrschläge ausarbeitet, wenn sie dazu aufgefordert wird. Ja<lb/>
selbst wenn pberhaupt keine Aufforderung an den Kautsky-Kreis ergangen<lb/>
wäre, hätte auf Grund der UNtersuchungen von Prof. <rs type="person" ref="#per__117679">Frisch</rs> ein sehr konkre<lb break="no"/>tes Programm entwickelt. Die Kooperation war früher und das bedauere<lb/>
ich zu tiefst, wesentlich besser als in den letzten Monaten und Jahren.<lb/>
Wichtig erscheint mir nur, dass ja nicht ein Gegensatz zwischen Gewerk<lb break="no"/>schaftsbund und Arbeiterkammer zum Vorschein kommt. Meine ganze Haupt<lb break="no"/>aufgabe sehe ich darin, diese eventuell auftretenden Gegensätzemzu<lb/>
überbrücken, resp. zu kaschieren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Auch bei unserer Preisarbeitsgruppe auf Grund der<lb/>
ökonomischen Konferenz wird sich dieselbe Dynamik<lb/>
wie beim Kautsky-Kreis und dieselbe Problematik<lb/>
ergeben. Wir sollten uns deshalb vollkommen klar sei<lb/>
in welche Richtung und welche Ergebnisse wir von die<lb/>
sem Arbeitskreis erwarten.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_15">Das GEspräch mit Journalisten aus dem EWG-Raum, wo Engländer, Franzosen,<lb/>
Niederländer. Deutsche, Italiener usw. anwesend waren, erstreckte sich<lb/>
über verschiedenste Fragen, endete aber dann bei der Arbeitsverfassung.<lb/>
(Gesetzentwurf von <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs>). Die Journalistenreisen geben den Reportern<lb/>
oder Redakeuren die Möglichkeit, dann ein oder zwei Artikeln entspre<lb break="no"/>chend über dieses Land, das sie besuchten, zu schreiben. Mehr glaube ich<lb/>
ist bei solchen Informationsreisen nicht drinnen. Der Aufwand steht in<lb/>
meinen Augen auch in keinem VErhältnis zum ERfolg. Eine wirkliche sinnvol<lb/>
le Betreuung und INformation eines Journalisten kann nur so erfolgen,<lb/>
wie das letzte Mal die Londoner Times einen Mann geschickt hat, der<lb/>
sich ausschliesslich für ganz spezifische Fragen im Rahmen einer Arti<lb break="no"/>kelserie inter-ssiert hat. Eine so allgemeine Journalistendelegation<lb/>
aus Kreti und Pleti zusammengesetzt mit verschiedenen Sprachschwierigkei<lb break="no"/>ten noch belastet, kann nur Teilerfolge, wenn überhaupt, welche erzielen<lb/>
<pb n="16-0550" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-14_0550.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Die Skiproduzenten, entweder durch BEsprechunge von Sekt.Rat <rs type="person" ref="#per__127126">Hönel</rs><lb/>
als Referatsleiter oder vielleicht sogar durch die Sektion III Dr. <rs type="person" ref="#per__114085">Grum<lb break="no"/>beck</rs> angeregt, haben ein Forderungsprogramm an das Handelsministerium<lb/>
überreicht und wollten mit mir darüber sprechen. Bie dieser Gelegneheit<lb/>
zeigte sich schon aus der Vorlage des Unterlagenmaterial, dass heir eine<lb/>
gewisse Konkurrenz zwischen der Abteilung <rs type="person" ref="#per__112946">Schleifer</rs> – Sekt.Rat <rs type="person" ref="#per__127126">Hönel</rs> – und<lb/>
dem Branchenreferenten <rs type="person" ref="#per__114085">Grumbeck</rs> und <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> bestehen. Das umfassende Ma<lb break="no"/>terial hat mir <rs type="person" ref="#per__114085">Grünbeck</rs> geliefert, <rs type="person" ref="#per__127126">Hönel</rs> dagegn hat glaube ich mehr<lb/>
erkannt, um was es sich dabie dreht. Allerdings dürfte er irgendwelche<lb/>
Zusicherungen den Skiproduzenten gegebne haben, denn als erste For<lb break="no"/>derung war, dass Werbekosten für die Firmen vom Handelsministerium aus<lb/>
Wirtschaftsförderungsmittel zu 60 % ersetzt werden sollen. Die treuhändige<lb/>
Abwicklung solte durch den Fachverband erfolgen. Ich habe diesen Punkt<lb/>
sofort zurückgewiesen, da ja bereits der Bund im RAhmen des Skietats<lb/>
mit der Handelskammer Millionenbeträge an den österr. Skiverband bezahlt.<lb/>
Eine weitre UNtersützung kann unsereseits nicht erwogen werden. Da es<lb/>
sich auch um ein gefährliches Präjudiz für andere Branchen handeln würde.<lb/>
DArüberhianus hat dann <rs type="person" ref="#per__107939">Römer</rs> dezidiert erklört, dass er eigentlich dafür<lb/>
im Budget gar keine Möglichkeit hätte und sie auch ncht sieht. Als<lb/>
zweite Massnahme sollte eine weltweite Marktuntersuchung um Marktnischen<lb/>
zu finden, angestellt werden. Hier erklärte die Skiindustrie, dass es<lb/>
bereits Höfner-Studien gibt aus dem Jahre 1969 und 1972 und dass jetzt<lb/>
die Fischer-Skifirma neuerdings eine Studie in Auftrag gegeben hat.<lb/>
Hier hätten wir – das Handelsministerium – eine gewisse Subvention sol<lb break="no"/>cher Studie vornehmen können. Wir haben auch für andere Branche ja seiner<lb break="no"/>zeit Marktuntersuchungen mifinanziert. Zuerst wollte die Skiindustrie<lb/>
dies auch ablehnen, hat es sich aber dann überlegt und erklärt, besser hier<lb/>
eine Unterstützung als gar nicht.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: WEnn budgetäre Möglichkeiten vorhanden, so könnte<lb/>
man eine solche Mitfinanzierung in ERwägung ziehen.<lb/>
Dabei darf allerdings nicht eine umfangreiche Un<lb break="no"/>tersuchug bezahlt werden, die dann letzten Endes<lb/>
schubladiert wird, sondern sich wirklich um eine<lb/>
spezifischer ERgänzung der vorliegenden Untersuchung<lb/>
handeln.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_17">Bezpüglich der Aufstockung des Rediskontplafonds für Exportkredite<lb/>
hat die Skiindustrie darübe rhianus noch denWunsch, dass die Österr.<lb/>
Kontrollbank auf Wechsel, die sie auf eigene Niederlassungen ziehen, vn<lb/>
dieseranerkannt werden, dies wurde in der letzten Zeit nämlich abgelehnt.<lb/>
Ich habe unmittelar mit Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97518">Haschek</rs> von der Österr. Kontrollbank<lb/>
geredet und er erklärte sich bereit, mit der Skiindustrie über dieses<lb/>
Probelm zu diskutieren. Eine grosse Möglichekt, hier Abänderung zu<lb/>
<pb n="16-0551" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-14_0551.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>schaffen, sieht er allerdings nicht, weil die Nationalbank mit Recht<lb/>
wie er glaubt, Manipulationen zwischen Stammhäusern und Niederlassungen<lb/>
nicht überprüfen kann und deshalb solche Beziehungen nicht finanzieren will.<lb/>
Den Wunsch, diese Niederlassungen als Vertriebsstützpunkte besonders zu<lb/>
fördern und als Betriebsgründungen im Ausland im Sinne der Steuergesetz<lb break="no"/>gebung und was noch viel wichtiger wäre in Form von Zinsenzuschüssen durch<lb/>
das Ministerium zu finanzieren, habe ich sehr skeptisch betrachtet<lb/>
und mich nur bereit erklärt, mit der Handelskammer über diese Möglichekit<lb/>
im Gewerbestrukturverbesserungsgesetz eine Zinsverbilligung von 8 auf 5 %<lb/>
zu ermöglichen, zu besprechen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_18">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97469">GEHART</rs>: Bitte klären, ob die Handelskammer überhaupt<lb/>
bereit wäre, die Gewerbestrukturverbesserung auch auf<lb/>
Zinsverbilligung für Vertriebsstützpunkte im Aus<lb break="no"/>land zu erweitern. Ich selbst habe darauf hinge<lb break="no"/>wiesen, dass wir nur derzeit Schwerpunktfälle und<lb/>
vielleicht vereinzelt Normalfälle machen können.<lb/>
Finanzierungen von Auslandsinvestitionen aber bis jetz<lb/>
mir noch nicht untegekommen sind.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_19">Förderungen zur Gewährung zweckgebundener Zuschüsse zur Pflege des Rennsport<lb/>
im Ausland sowie der Wegfall der Gewerbe und Lohnsummen-Steuer habe ich<lb/>
als aussichtslos schon allein wegen des Widerstandes der Länder und Gemein<lb break="no"/>den abgewiesen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_20">Ich glaube, dass die Delegation sehr enttäuscht war, weil sie doch angenomme<lb/>
hat, wahrscheinlich auch durch entsprechende Zusagen oder zumindestens An<lb break="no"/>deutugnen von Mnisterialvertretern, dass das Handelsministerium hier helfend<lb/>
einspringen wird. Die Gefahr besteht, dass jetzt, sei es die Branchenrefe<lb break="no"/>rate aber noch viel stärker z.B. Sekt.Rat <rs type="person" ref="#per__127126">Hönel</rs>, wenn er mit Einzel<lb break="no"/>forderungen oder Verhandlungen zu einem Ergebnis kommen will, irgendwelche<lb/>
Zusagen macht, die letzten Endes dann aus budgetären Gründen von uns beim<lb/>
besten Willen nicht akzeptert werden können. Darüber hinaus muss ich mir<lb/>
immer wieder überlegen, welche präjudizielle Wirkung eine solche Genhmigung<lb/>
hat. Ich glaube, dass wir bis jetzt nur so über die Runden gkeommen sind,<lb/>
weil wir sehr zurückhaltend mit irgendwelchen Zusagen für einzelne Branchen<lb/>
gewesen sind. An dieser Taktik und Politik darf sich nichts ändern, sonst<lb/>
kommen wir in des Teufels Küche. Konkrete Zusagen müssen dann früher oder<lb/>
späterauch konkret eingelöst werden und das gibt budgetäre und sonstige un<lb break="no"/>geahnte Schwierigkeiten. Der Hinweis von <rs type="person" ref="#per__127126">Hönel</rs>, dass es sich um potentielle<lb/>
Aktivitäten, die zu begrüssen sind, handelt, und sich dadurch für das<lb/>
Ministerium neue Industriepolitik-Wege abzeichnen, gilt nur bedingt. Es<lb/>
wird eine Unsumme von sehr konkreten Wünschender Branchen geben, die<lb/>
durch finanzielle Unterstützung von uns honoriert werden müssten.</p><pb n="16-0552" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-14_0552.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_21">Dazu haben wir weder das Geld noch die Möglichkeiten, wirklich ziel<lb break="no"/>führende Ergebnisse damit zu erzielen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_22">In der Ministerratsvorbesprechung hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> auf das umfangreiche Ma<lb break="no"/>terial, das er für die Fernsehdiskussion bekommen hat, hingewiesen, Er<lb/>
meinte, dass man damit in Wirklichekit hätte die Aktion :Versprochen –<lb/>
gehalten ganz anders hätte aufbauen können. So war er selbst überrascht,<lb/>
dass wir mehr als 2 Mia S für Schulbauten in den drie Jarhen ausgegeben<lb/>
haben, während die ÖVP nur 900 Mill damals aufwenden konnte. Auch in<lb/>
den anderen Ressorts wurden scheinbar ihm gegenüber gute Aufstellungen<lb/>
gliefert. Er hat <rs type="person" ref="#per__133397">Brantl</rs> ersucht, diesesMaterial jetzt entsprechend zu<lb/>
bearbeiten. Allerdings sagte er, er möchte dieses Materila nicht<lb/>
aus der Hand geben, weil es sonst verloren gehen könnte.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_23">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Ich bin überzeugt, dass hier eine Fundgrube von Ziff<lb/>
fern und UNterlagen ist. Ich hoffe, dass <rs type="person" ref="#per__133397">Brantl</rs> sich<lb/>
eine Fotokopie machen lässt, bitte versuche ebenfalls<lb/>
an dieses Material heranzukommen, bevor es noch von<lb/>
dne Propagandisten verballhornt wird. Darunter ver<lb break="no"/>stehe ich, das-s wertvolles Ziffernmaterial durch<lb/>
verbale Aussagen ersetzt wrid.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_24"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> führt die neuerliche Verlust von zwei Mandaten bei Betriebsratswahl<lb/>
in Ranshofen – eines hat die FPÖ und eines die KPÖ dazugewonnen – auf<lb/>
die Bezugsregelungen zurück. Die KPÖ hätte diesen Punkt besonders an<lb break="no"/>gegriffen und deshalb auch wie er glaubt Mandate gewonnen. Auf die<lb/>
Bundespolitik sei dies nicht zurückzuführen, auch nicht auf besonderes<lb/>
Ranshofener Betriebsverhältnisse, wie Ausbau der Elektrolyse usw.<lb/>
WEnn die drei Klubs es wünschen, möchte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> die Informationsschrift<lb/>
herausgeben, wo er über die Bezge neuerdings REchenschaft ablegt. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs><lb/>
meinte, dass ja nicht die Minister mit ihrenBezügen angegrifeen werden,<lb/>
sondern hauptsächlich die Abgeordneten, deen Tätigkeit man nicht ent<lb break="no"/>sprechend würdigt. Dies ist sicherlich wieder darauf zurückzuführen, ich<lb/>
kann das jetzt im Unterausschuss der Gewerbeordnung genau verfolgen, dass<lb/>
sich die Abgeordneten doch immer im wesentlich in Ausschüsse hinein<lb break="no"/>drängen als sie dann bereit oder imstande sind auch die Arbeit dort zu<lb/>
erfüllen. Daher glänzen sie durch Abwesenheit, was letzten Endes den<lb/>
Experten bekannt wird und natrülich dann auch in die Öffentlichkeit zu<lb break="no"/>mindestens in Informationen an Redakteure von Gegnern zumAusdruck kommt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_25"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat sich von der Schweiz einige Bürgerentscheide kommen lassen<lb/>
und die beginnen natürlich alle: Wir laden Sie ein, zu prüfen, ...<lb/>
und dann wird der BEschluss des Kantons oder der Gemeinde wortwörtlich<lb/>
zitiert, es wird daher nicht, wie er meint, so wie in Wien eine solche<lb/>
<pb n="16-0553" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-14_0553.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Suggestivfrage wie in Wien an den Abstimmenden gestellt. Er selbst<lb/>
hätte sehr gerne, dass Wien dieselbe Methode angewendet hätte, was<lb/>
ihm <rs type="person" ref="#per__97963">Slavik</rs> ausch angeblich versprochen hat.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_26">Ich habe am Abend bei einer Bezirksdiskussion im 9. Bezirk versprochen,<lb/>
und gehalten, wo 100 ungefähr erscheinen waren, ich glaube aber zu 99,9 %<lb/>
Genossen, feststellen können und müssen, dass in Wirklichkeit primär die<lb/>
Frage des Sternwarteparks diskutiert wurde. <rs type="person" ref="#per__109818">Edlinger</rs>, als LAbg. und<lb/>
Währinger Mandatar hat pber diesen Punkte referiert. Die Genossen<lb/>
selbst waren mit der Vorgangsweise der Partei, soviel ich aus dem<lb/>
Applaus entnehmen konnte, einverstanden. Auch in der DIskussion wurde<lb/>
dies bestätigt. Allerdings handelt es sich doert nur um die Meinung von<lb/>
Funktionären, die überhaupt zu solchen Veranstaltungen kommen. Wie<lb/>
die Bevölkerung denkt und wieweit also die Kronenzeitung und die<lb/>
anderen unpolitischen Blätter durch ihre Beeinflussung die Entscheidung<lb/>
in ihrem Sinne herbeiführen können oder zumindestens beeinflussen werden,<lb/>
wird sich ja in Kürze herausstellen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_27">Die Handelskammer hat einen sehr agressiven Brief wegen Abwanderung in<lb/>
den bayrischen Raum an die Bundeskanzler gerichtet. Dieser wollte zuerst,<lb/>
dass er von <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> beantwortet wird, doch hat sich dann herausgestellt,<lb/>
dass auch andere von diesem Problem berührt sind. Ich nehme an, dass wir<lb/>
in kürzester ZEit auch die ABschrift eines solchen Briefes von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
zur Stellungnahme bekommen werden. Zum GLück haben iwr nichts verspro<lb break="no"/>chen, ausser dass in jedem Einzelfall geprüft wird, wie weit ein Ansuchen<lb/>
möglich ist zu erfüllen, resp. die Ablehnung berechtigt war. WEnne 3<lb/>
sich z.B. um Gewerbestruktur oder Bürges-Aktion handelt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_28">Zur Verbesserung der Schulraumsituation wird die Exekutive, Gendarmerie<lb/>
Polizei, aber vor allem auch das Bundesheer , eventuelle Räumen an<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> abtreten. Diesbezügliche Forderungen der Oberösterreicher<lb/>
sollte spektakulär erfüllt werden.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_29"><rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> teilt mit, dass man nun doch ein Olympia-Schutzgesetz, wie dies<lb/>
1972 geschehen ist, machen sollte. <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> ergänzt, dass in Lausanne<lb/>
von Seiten des österr. Olymp. Komitees auf Wunsch des internationalen<lb/>
Olymp. Komitees eine solche Zusage gemacht wurde. In München hat dieses<lb/>
Gesetz allerdings vollkommen versagt. In Österreich wird es sicherlich<lb/>
nicht ander-s sein. Die Handelskammer ist aber damit einverstanden , wenn<lb/>
der Umfang demselbenAusmass entspicht wie seinerzeit und vor allem<lb/>
einmal die Handelskammer vor Stellungnahmen von Anträgen gefragt wird.</p><pb n="16-0554" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band16/16_1973-05-14_0554.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band16_1973-05-14_30"><rs type="person" ref="#per__108223">Lausecker</rs> berichtet und <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> ergänzt, dass die Verhandlungen<lb/>
mit den Lehrern zwar noch enmal auf telegraphisches ERsuchen abge<lb break="no"/>führt werden sollten, doch keinerlei weitere Zugeständnisse gemacht<lb/>
werden können. Auch mit den Richten und den Hochschullehrern hätte<lb/>
man sich jetzt weitestgehnd geeinigt, ohne dass ihnen die Verwaltungs<lb break="no"/>zulageabgeltung versprochen wurde. Diese Abgeltung, die letzten Endes<lb/>
für die Lehrer einen Aufwand von 1,250 Mia bedeuten würde, kämen zu den<lb/>
4,3 Mia für das Jahr 1974 noch dazu. Diesist <rs type="person" ref="#per__97668">Kreiskys</rs> Erklärung nach<lb/>
unmöglich.</p></div>
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            <head>Tagesprogramm, 14.5.1973</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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