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            <title type="main">Mittwoch, der  2. Mai 1973</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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         <div type="entry" xml:space="preserve"><p xml:space="preserve" xml:id="Band15_1973-05-02_01">Mittwoch, 2. Mai 1973</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band15_1973-05-02_02">Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> von der ÖMV will mir über die Aussprache der in Vorarl<lb break="no"/>berg wegen der Gasversorgung und Ölversorgung gehabt hat, unbedingt<lb/>
sofort berichten. Bei dieser Gelegenheit teilt er mir mit, dass er<lb/>
es für unzweckmässig hält, wenn am Freitag bei der Besprechung zwi<lb break="no"/>schen der <choice><choice><sic>Austro-Ferngas</sic><corr>Austria Ferngas</corr></choice></choice> und mir auch die ÖMV anwesend ist. Formell<lb/>
gibt es sogar Terminschwierigkeiten, da die ÖMV um 1/2 10 Uhr bereits<lb/>
den nö. Landtag mit der Landesregierung in Schwechat empfängt. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs><lb/>
erklärt mir, dass er auf Wunsch von <rs type="person" ref="#per__98003">Taus</rs> eine Aussprache mit Gen.Dir.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97496">Gruber</rs> gehabt hat, die aber willkommen negativ verlaufen ist. <rs type="person" ref="#per__97496">Gruber</rs><lb/>
soll angeblich <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> auch von oben herab behandelt haben. Die Vor<lb break="no"/>arlberger aber auch die Tiroler hätten klar zu erkennen gegeben, dass<lb/>
sie lieber mit der ÖMV zu einer Lösung ihrer Gas- und Ölversorgung kämen<lb/>
als über die Austria-Ferngas. Andererseits wird es aber notwendig sein,<lb/>
dass die Austria-Ferngas andere Bundesländer insbesondere die westlichen<lb/>
doch in die Gesellschaft aufnimmt. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> meint, dass der Preis gepoolt<lb/>
werden muss. Die Vorarlberger möchten eine Destillationsanlage von<lb/>
300.000 jato errichten, die fast 140 Mill. S kosten soll. Vorarlberger<lb/>
haben für heuer noch eine Option, aus der über Vorarlberg gehenden<lb/>
Ölpipeline, und möchten deshalb diese unbedingt nützen. Die ÖMV wird<lb/>
jetzt ein diesbezügliches Gutachten für die Vorarlberger ausarbeiten,<lb/>
das aber im Hinblick auf die geringe Leistung und die hohe Um<lb break="no"/>welttangente garantiert negativen Erfolg zeigen wird. die ÖMV wird eine<lb/>
Öllieferung vom Irak von 400.000 t heuer zustandebringen und in den<lb/>
nächsten Jahren bis 1975 auf 2,5 Mill. t steigern. Aus dem Iran haben<lb/>
sie keine Chance Öl zu beziehen. Iran dürfte auch kein Interesse der<lb break="no"/>zeit haben. Die OPEC-Staaten, insbesondere der Generalsekretär, wird<lb/>
von der ÖMV in Hinkunft besser betreut, sie hofft, dass er einmal<lb/>
zu einer Aussprache am Semmering auch mit Journalisten kommen wird,<lb/>
dies war bereits für kommenden Samstag vorgesehen, er verreist aber, bei<lb/>
dieser Gelegenheit möchte <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs>, daß ich dann ebenfalls an dieser<lb/>
Journalistenaussprache teilnehme. Was ich zusage. <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> meint dann<lb/>
noch, dass ich bei der Pressekonferenz, die die Austro-Ferngas gibt,<lb/>
auf die Möglichkeit hinweisen soll, dass die ÖMV mit der Ruhrgas vereinbart<lb/>
hat, 500 – 900 Mill. m3 aus dem Algerien-Gas, wenn sowjetisches<lb/>
Gas dann zu besseren Bedingungen zur Verfügung steht, zu übernehmen.<lb/>
Bei der fraktionellen Aussprache am Abend ersucht mich dann <rs type="person" ref="#per__97429">Feichtin<lb break="no"/>ger</rs>, aber auch <rs type="person" ref="#per__97738">Meszaros</rs> und <rs type="person" ref="#per__97671">Kreutler</rs> von einer solchen Erwähnung unbe<lb break="no"/>dingt Abstand zu nehmen.</p><pb n="15-0497" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band15/15_1973-05-02_0497.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band15_1973-05-02_03">Die viereinhalbstündige Aussprache, fraktionell zwischen den zwei Ge<lb break="no"/>nannten und <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs>, <rs type="person" ref="#per__146256">Eisenberger</rs>, dem Vertreter der Gemeinde Wien<lb/>
in der <choice><choice><sic>Austro-Ferngas</sic><corr>Austria Ferngas</corr></choice></choice>-Geschäftsführung verläuft trotz der langen<lb/>
Dauer bis 9 Uhr ergebnislos. Der Versuch, der ÖMV-Fraktion selbst<lb/>
unsere Genossen von der Austro-Ferngas davon zu überzeugen, dass es<lb/>
zielführend ist, nachdem sie die Transportleitungen haben, dass das<lb/>
Gas ihnen übergeben wird und sie es dann nach dem Transport zur<lb/>
Verteilung wieder an die einzelnen Landesgesellschaften abgeben, wird<lb/>
kategorisch abgelehnt. Die ÖMV hat den Zug verpasst. Eine gewisse<lb/>
Annäherung kann über die Speicherfrage erreicht werden. Seinerzeit<lb/>
hat die ÖMV einen 150 Mill. m3-Speicher für 180 Mio S errichtet. Der<lb break="no"/>zeit steht ein 180 Mill. m3, der allerdings 450. Mill. S Investitionen<lb/>
kosten würde, zur Debatte. Seinerzeit hat die ÖMV dafür 6,25 gr.<lb/>
pro m3 Betriebskosten berechnet, die Ist-Kosten seien aber 10 Gr. und<lb/>
die neuen Betriebskosten würden sich auf 14 Groschen stellen. Die Austro-<lb/>
Ferngas ist nicht bereit, diese Speicher zu finanzieren, da sie vorerst<lb/>
eine Deckung in erhöhten Preisen, die die Preisbehörde zu genehmigen<lb/>
hätte, wünschten. Ich erkläre rundweg, dass von vornherein eine solche<lb/>
Zusage nicht zu erwarten ist und auch von mir nicht gegeben wird. Die<lb/>
Beteiligung von Tirol an der Rohrleitungsbetriebsgesellschaft kommt<lb/>
nicht in Frage. die ÖMV, die 51 % auf der österreichischen Strecke<lb/>
besitzt, müsste bevor sie eine andere Landesgesellschaft aufnimmt, ihre<lb/>
Anteile, die sie abtritt den anderen Gesellschaftspartnern anbieten.<lb/>
Erst wenn diese ablehnen, könnte Tirol oder Kärnten dann einsteigen.<lb/>
In Wirklichkeit geht es aber Tirol wahrscheinlich nur um die Versor<lb break="no"/>gung mit preiswertem Gas. Eine Gesellschaftliche Beteiligung kommt nur<lb/>
an der Austro-Ferngas in Frage. Dort haben aber bereits die drei starken<lb/>
Länder – Wien, NÖ und Burgenland – die 33,2 Drittel besitzen erklärt,<lb/>
dass sie mindestens 26 % d.h. die Sperrminorität jeder halten wollen,<lb/>
wodurch für die westlichen Länder nur 20 % zur Verfügung stehen. Für<lb/>
mich ist keine Frage, dass wenn Tirol einsteigt, auch Kärnten mit der<lb/>
derzeitig 1 %-igen Beteiligung nicht abgespeist werden kann. Austro-<lb/>
Ferngas war bis jetzt uninteressant, jetzt aber, wo sie doch immerhin<lb/>
2 Mia m3 Algeriengas besitzen, interessieren sich auch andere Länder<lb/>
für diese Konstruktion. Sicherlich viele auch in der Hoffnung jetzt<lb/>
auf die billigeren Bezugsmöglichkeiten von sowj. Gas und vielleicht<lb/>
sogar inländischem Gas beteiligt werden zu können. Hier gebe ich mich<lb/>
aber keiner Illusion hin, dass die Länder die solche Verträge für<lb/>
sich besitzen auch nur bereit sind einen m3 abzugeben. Die Gasver<lb break="no"/>sorgung und -verteilung wird in Hinkunft furchtbar kompliziert. Es<lb/>
<pb n="15-0498" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band15/15_1973-05-02_0498.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>gibt derzeit gesetzlich keine Möglichkeit, wie dies bereits der<lb/>
Elektrizität der Fall ist, eine Art Verbund und Lastverteiler zu<lb/>
errichten. Auf der E-Seite konnte 1947 auf Grund des Artikel 10-1-15<lb/>
wirtschaftliche Massnahmen im Gefolge eines Krieges, die Lastvertei<lb break="no"/>lerorganisation errichtet werden. Jetzt und das hat <rs type="person" ref="#per__97865">Reisinger</rs> mir klar<lb/>
und deutlich zu erkennen gegeben, würden die Länder unter gar keinen<lb/>
Umständen einer solchen Regelung zustimmen. Dadurch müsste die Verfassungs<lb break="no"/>mässige Absicherung anders gesucht werden, die aber bei den derzeitigen<lb/>
politischen Verhältnissen vollkommen unmöglich ist. Hier würden selbst<lb/>
die soz. Ländern schärfstens dagegen opponieren. Dadurch kann eine<lb/>
Konstruktion wie 1947 für die E-Wirtschaft 1973 für die Gaswirtschaft<lb/>
nicht mehr errichtet werden. Die Verteilung bleibt also privatwirt<lb break="no"/>schaftlichen Verträgen und Gesellschaften vorbehalten. Auch auf die<lb break="no"/>sem Wege hat die ÖMV keine Möglichkeit, wie ich feststellen musste,<lb/>
in das Geschäft resp. Verteilung einzutreten. Noch nie ist mit solcher<lb/>
Deutlichkeit vor Augen geführt worden, was ein falscher Entschluss vor<lb/>
etlichen Monaten vielleicht Jahren, den die ÖMV getätigt hat, weiter<lb/>
wirkende Folge haben kann wie bei dem Gasimport aus Algerien. Allerdings<lb/>
muss ich zugeben, dass niemand weiss, ob 1977/78 dann tatsächlich<lb/>
erstens das Algerien-Gas zur Verfügung stehen wird und zweitens ob es<lb/>
dann noch so günstig ausschaut wie derzeit.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band15_1973-05-02_04">Der Ministerratsvorbesprechung teilt <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> mit, dass er bereit ist,<lb/>
für die diplomatische Konferenz, die das Patentamt organisiert, einen<lb/>
Empfang für die 500 Delegierten im BKA zu geben. Ansonsten steht nur<lb/>
lauter Kleinkram zur Diskussion. Der Kronen-Zeitung-Redakteur <rs type="person" ref="#per__116965">Gnam</rs><lb/>
hat die Minister aufgefordert, ihre Dienstautos stehen zu lassen und<lb/>
mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, die beste<lb/>
Argumentation dagegen ist, zu fragen, wo man dann die Stunde, die man<lb/>
wahrscheinlich am Tag verliert, hernimmt. Ich glaube, dass dieses<lb/>
Argument in der Öffentlichkeit vollkommen danebengehen würde. Die<lb/>
Menschen würden sagen, ja wir verlieren diese Stunde auch, wenn wir<lb/>
öffentliche Verkehrsmittel benützen müssen. Die sollen eben dann schnel<lb break="no"/>ler, besser usw. ausgebaut werden. Erhebungen, die <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> anstellen liess<lb/>
über die Bezahlung der Politiker in den Landtages haben ergeben,<lb/>
dass alle über die Regelung des Bundes liegen. Daraus erklärt sich<lb/>
nach seiner Meinung die Unzufriedenheit in den einzelnen Ländern.<lb/>
Die Personalstände und Budgetansätze der einzelnen Ministerien werden<lb/>
auf der jetzigen Rechtsbasis erstellt. Wenn das grosse Ministerien<lb break="no"/>gesetz kommt, dann müssen die einzelnen Budgetansätze und Dienstposten<lb/>
pläne geändert werden. Eine Vorwegnahme, wie <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> mitteilt, ist<lb/>
unmöglich.</p><pb n="15-0499" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band15/15_1973-05-02_0499.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band15_1973-05-02_05">Bei der Ministerratstagung teilt <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> mit, dass nun der<lb/>
Selbstwählverkehr für die meisten westlichen Länder aber auch für<lb/>
Ungarn für die Bezirk 1, 5 u. 6. durchgeführt wird. Da damit auch vom<lb/>
Regierungsgebäude mit Westeuropa direkt sofort telefoniert werden<lb/>
kann, mache ich in de Sektionsleiterbesprechung <rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs> auf diese<lb/>
Tatsache aufmerksam. Zu meiner grössten Verwunderung erfahre ich,<lb/>
dass die gesamten Telefonrechnungen nicht auf das Handelsministerium<lb/>
gehen oder auch nur aliquot aufgeteilt werden, sondern dass dies<lb/>
alles das Bautenministerium als Gebäudeverwaltung zu tragen hat.<lb/>
Moralisch bin ich insoferne entlastet, als ich <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> bereits vor<lb/>
Monaten auf diesen Tatbestand aufmerksam gemacht habe. Damals habe<lb/>
ich ihm bereits erklärt, dass wir doch Sperren einbauen müssten, weil<lb/>
ansonsten ein uferloses Telfonieren von Beamten mit Europa zu erwar<lb break="no"/>ten ist. <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> meint, dass dies allerdings erst möglich ist, wenn<lb/>
eine neue Telefonanlage, die nächstes Jahr angeblich installiert<lb/>
werden soll, kommt. Daß sich aber, wenn dies bekannt wird, in der<lb/>
Zwischenzeit die Telefonrechnungen exorbitant erhöhen werden, steht für<lb/>
mich ausser Zweifel.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band15_1973-05-02_06">In der Sektionsleitersitzung teilt auch <rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs> mit, dass für die<lb/>
Inlandsreisen und für die Auslandsreisen wir bereits wieder an die<lb/>
20 % mit Ende April überzogen haben. Andererseits berichtet <rs type="person" ref="#per__107939">Römer</rs>,<lb/>
dass von Seiten einzelnen Branchenreferenten jetzt Betriebsbesuche<lb/>
in grösserem Masse anlaufen. Ich habe an und für sich gar nichts,<lb/>
wenn ein engerer Kontakt zwischen den Branchenreferenten und den<lb/>
einzelnen Unternehmungen zustandekommt, dagegen. Wenn dies aller<lb break="no"/>dings darin endet, dass in Hinkunft der Referent alle Gelegenheiten<lb/>
benützt, um einen Betrieb zu besuchen, dann sehe ich darin auch nur<lb/>
eine unnötige Belastung des Budgets. Allerdings muss man dabei äusserst<lb/>
vorsichtig vorgehen. Scheinbar hat sich ein Beamter von der Fremden<lb break="no"/>verkehrssektion bei der Gastwirte-Zeitung beschwert, dass er nicht<lb/>
mehr an den Sitzungen und diversen Veranstaltungen in Österreich<lb/>
teilnehmen kann, weil er derzeit keine Dienstreisegenehmigung erhält.<lb/>
In der Vergangenheit war es sicherlich so, dass <rs type="person" ref="#per__134296">Poppinger</rs> und auch<lb/>
andere, bei jeder Gelegenheit, bei jeder kleineren Veranstaltung in<lb/>
Österreich teilgenommen haben, weil sie dadurch nicht nur Diäten be<lb break="no"/>kommen haben, sondern auch als Ministerialräte des Handelsministeriums<lb/>
in Erscheinung treten konnten. Was sie dort geleistet haben, habe<lb/>
ich mich immer wieder gefragt. Ich habe zwar solche Reisen nicht<lb/>
verboten, doch <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> dürfte dies zweckmässigerweise eingeschränkt<lb/>
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zu nehmen. Durch die Nichtüberprüfung der Komfortzimmer-Aktion,<lb/>
so wird in der Gastwirtezeitung behauptet, durch Nichtteilnahme<lb/>
an den Tagungen der einzelnen Fremdenverkehrsorganisationen, schädigt<lb/>
das Handelsministerium die Wirtschaft. Dieser Angriff kann für<lb/>
mich noch einmal sehr günstig sein, denn ich werde in Hinkunft<lb/>
darauf hinweisen, dass die Wirtschaft scheinbar wünscht, dass in<lb/>
wesentlich stärkerem Masse ich selbst aber auch meine Beamten überall<lb/>
herumreisen. Ich hätte eigentlich von der Wirtschaft eine gegenteilig<lb/>
Argumentation und Angriffe erwartet.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band15_1973-05-02_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Ich glaube, dass wir schön langsam auf diesem<lb/>
Klavier zu spielen beginnen sollten. In der<lb/>
Öffentlichkeit muss es nämlich gut ankommen,<lb/>
wenn ein Minister sparsam ist und wenn er nicht<lb/>
nur ununterbrochen herumreist und womöglich<lb/>
seine Beamten nie am Dienstort sondern in<lb/>
der Weltgeschichte herumgondeln.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band15_1973-05-02_08"/></div>
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               <occupation>Bautenminister</occupation>
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               <persName type="label">Bauer, Ludwig</persName>
               <persName><surname>Bauer</surname><forename>Ludwig</forename></persName>
               <occupation>GD ÖMV</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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               <persName type="label">Androsch, Hannes</persName>
               <persName><surname>Androsch</surname><forename>Hannes</forename></persName>
               <occupation>Finanzminister</occupation>
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               <persName type="label">Feichtinger, Friedrich</persName>
               <persName><surname>Feichtinger</surname><forename>Friedrich</forename></persName>
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               <persName type="label">Römer, Wolfgang</persName>
               <persName><surname>Römer</surname><forename>Wolfgang</forename></persName>
               <occupation>Beamter/Personalvertreter HM</occupation>
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