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            <title type="main">Montag, der 15. Jänner 1973</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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beschwert, dass die Aufrundungsfrage mit den Entlastungssätzen noch<lb/>
immer nicht geregelt ist. Die ÖPA hat nun im Kartel eingereicht und<lb/>
Ab- und Aufrundungen vorgenommen. Die Arbeiterkammer – Dr. <rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs> –<lb/>
wird aber dagegen Stellung nehmen. <rs type="person" ref="#per__98112">Zöllner</rs>, mit dem ich vorher ge<lb break="no"/>sprochen habe, befürchtet, dass ein gefährliches Präjudiz durch den<lb/>
Kartellrichter geschaffen wird, wenn die Arbeiterkammer nichts dagegen<lb/>
unternimmt. Nachher wird von <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> Dr. <rs type="person" ref="#per__137215">Hecke</rs> und Dr. <rs type="person" ref="#per__126405">Klose</rs> zugezogen<lb/>
und <rs type="person" ref="#per__137215">Hecke</rs> gibt zu, dass es zweckmässiger gewesen wäre, einen vernünf<lb break="no"/>tigen Aufrundungserlass zustandezubringen. Bekanntlich hat die Handels<lb break="no"/>kammer ursprünglich verlangt, dass die Nettopreise aufgerundet werden,<lb/>
wodurch durch die 16 %-ige Mehrwertsteuer dann für den zivilrechtlichen<lb/>
Preis, d.h. für den Preis des Letztverbrauchers, wieder unrunde Ergeb<lb break="no"/>nisse herausgekommen wären.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_03"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> fürchtet, dass das grosse Kompetenzgesetz von der Regierung<lb/>
durchgezogen wird und überhaupt keine Möglichkeit einer Diskussion<lb/>
resp. Verhandlung im Parlament gegeben ist. Insbesondere fürchtet er,<lb/>
dass die politischen Beamten, die dann eingeführt werden können,<lb/>
Ministerbüros etc., das Berufsbeamtentum schwer schädigen könnten.<lb/>
Er erklärt, dass er sich aus der politischen Arbeit grösstenteils<lb/>
herausgezogen hat, aber dass doch über diese Gesetze ernst und redlich<lb/>
verhandelt werden sollte. Die Voraussetzung hiefür ist, dass die ÖVP<lb/>
tatsächlich zu einem vernünftigen Kompromiss kommen wolle und ernstliche<lb/>
Verhandlungen mit der SPÖ führt. Dies könnte nur im Klub resp. zwischen<lb/>
den Klubobmännern besprochen und vereinbart werden. Ich setze <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs><lb/>
auseinander, dass er auf alle Fälle – wer immer in meinem Ministerium<lb/>
in Hinkunft die Verantwortung trägt – solche organisatorische Änderungen<lb/>
dringendst benötigt. Als Beispiel verweise ich, dass sich sicher auch in<lb/>
der Handelskammer Dr. <rs type="person" ref="#per__137215">Hecke</rs> als Art Stabsvertreter eingerichtet hat.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> macht die Bemerkung, das hat ihm auch genug Widerstand in der<lb/>
Handelskammer dieser Beschluss ausgelöst.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_04">Durch die neue Mitbestimmung und Aufsichtsratsbestellung des Stahlkon<lb break="no"/>zernes durch die Bundesregierung sieht er eine ganz grosse Schwächung<lb/>
der ÖIAG. <rs type="person" ref="#per__97470">Geist</rs> behauptet, er möchte ein Weisungsrecht auf der einen Seite<lb/>
gegenüber den Firmen und auf der anderen Seite hat er nicht einmal die<lb/>
<pb n="14-0031" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band14/14_1973-01-15_0031.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Möglichkeit über die Bestellung des Aufsichtsrates einen gewissen<lb/>
Einfluss auszuüben.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_05">Im Aufsichtsrat der Bürges behauptet er, würde von mir ein politischer<lb/>
Mandatar nämlich <rs type="person" ref="#per__97892">Sallaberger</rs>, Gen.Sekr. Stellvertreter vom Freien<lb/>
Wirtschaftsverband, berufen. Unter diesen Umständen muss er den Ver<lb break="no"/>treter der Handelskammer <rs type="person" ref="#per__114965">Dorn</rs> abziehen und dafür einen Wirtschafts<lb break="no"/>bund-Mann, wahrscheinlich <rs type="person" ref="#per__109293">Busek</rs> <add>evtl. Falschidentifikation, Anm.</add> nominieren. Er möchte nun, dass ich<lb/>
zustimme, dass <rs type="person" ref="#per__97892">Sallaberger</rs> entweder zurückgezogen wird oder zumindestens<lb/>
die Arbeiterkammer ihn in ein Konsulentenverhältnis nimmt, sodass er<lb/>
sich ausreden kann und erklärt, dass eben <rs type="person" ref="#per__97892">Sallaberger</rs> als Arbeiter<lb break="no"/>kammervertreter dort tätig wird. Ich erkläre, dass nicht ich die Auf<lb break="no"/>sichtsräte zu bestellen habe, dass ich aber auf der anderen Seite gar<lb/>
keinen Grund und Möglichkeit sehe, <rs type="person" ref="#per__97892">Sallaberger</rs> zurückzuziehen oder<lb/>
dass die Arbeiterkammer ihn als Konsulent beschäftigt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_06"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> ist im Prinzip einverstanden, einen Verein für die Patent<lb break="no"/>förderung zu gründen und sich als Handelskammer daran zu beteiligen.<lb/>
Er möchte nun aber endgültig wissen, was ungefähr dieser Verein für<lb/>
finanzielle Aufwendungen haben wird, d.h. die Belastung der Handelskammer<lb/>
nachdem halb-halb zwischen Handelskammer und Handelsministerium der<lb/>
verein finanziert werden soll. Er bestimmt, dass <rs type="person" ref="#per__137215">Hecke</rs> – und ich erkläre<lb/>
dass <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> im Handelsministerium – beauftragt werden soll, gemeinsam<lb/>
Kost-Benefit-Rechnungen zu machen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_07"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> erklärt, dass eine ständige Kommission auf Grund des Preisbestim<lb break="no"/>mungsgesetzes im Handelsministerium nicht gewünscht wird und er auch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__137215">Hecke</rs> dafür nicht ermächtigen wird, daran teilzunehmen. Ich erkläre,<lb/>
dass auch die Arbeiterkammer und insbesondere der Gewerkschaftsbund<lb/>
grösste Bedenken haben und deshalb eine ständige Kommission nicht zustande<lb break="no"/>kommt. Weise aber darauf hin, dass alle Beteiligten in etlichen Monaten<lb/>
es bereuen werden, dass wir nicht bereits mit Jahresbeginn diese Arbeit<lb/>
aufgenommen haben. Ich fürchte, dass es ihnen ähnlich ergehen wird, wie<lb/>
bei den Rundungserlass, wo auch beide Teile zuerst dagegen Stellung ge<lb break="no"/>nommen haben und jetzt froh wären, wenn wir eine vernünftige Lösung er<lb break="no"/>arbeitet hätten. Aus meinem Prinzip, alles im Einvernehmen mit den Inter<lb break="no"/>essensvertretungen zu machen, werde ich daher Abstand nehmen.- Nebenbei<lb/>
bemerkt, ich erwähne das dort natürlich nicht, hätte das gar keinen Sinn,<lb/>
etwas anzuordnen auf diesem Gebiet, weil ich ja letzten Endes gesetz<lb break="no"/>liche Regelungen nur mit 2/3-Mehrheit im Parlament durchbringen kann,<lb/>
d.h. die Voraussetzung dafür, die Zustimmung der Handelskammer ist.</p><pb n="14-0032" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band14/14_1973-01-15_0032.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_08">Bei dem Journalistenfrühstück, welches diesmal ganz besonders<lb/>
gut besucht ist, entspinnt sich eine riesige Diskussion über die<lb/>
Ferienstaffelung und den Fremdenverkehr. <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> kann dann gerade noch<lb/>
einige Erklärungen über die beginnenden Verhandlungen mit der Gewerbe<lb break="no"/>ordnung im Parlament geben. Diese Frühstücksrunden sind immer improvi<lb break="no"/>siert und trotzdem glaube ich, kommen wir dabei sehr gut über die Runde.<lb/>
Der P.R.-Mann <rs type="person" ref="#per__133397">Brantl</rs> verteilt in der Ministerratsvorbesprechung ein<lb/>
Schreiben an alle Minister, wo er sie daran erinnert, dass sie über die<lb/>
Tätigkeit ihres Ressorts und insbesondere über die zukünftigen Pläne,<lb/>
Pressekonferenz abhalten sollen. Dagegen Spricht sich sowohl Vize<lb break="no"/>kanzler <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> als auch ganz besonders <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> aus, weil er meint, es<lb/>
wäre unzweckmässig, wenn man jetzt allen Ministern Pressekonferenzen<lb/>
machen liesse, da würde eine die andere erschlagen. Jeder Minister<lb/>
soll nur in der nächsten Zeit bei einer ihm passenden Gelegenheit<lb/>
über seine Tätigkeit Besprechungen mit der Presse oder bei Konferenzen<lb/>
seine Ideen darlegen, damit dann in der Presse darüber berichtet wird.<lb/>
Häuser z.B. wird eine grosse Angestellten-Fraktion am Semmering in den<lb/>
nächsten Wochen haben und hofft, dass er dann dort seine Informationen<lb/>
in die Presse Eingang finden wird. Ich glaube, dass eigentlich unser<lb/>
Weg der zweckmässigste und intensivste ist. Allerdings müssen wir froh<lb/>
sein, dass die anderen teilweise so pressescheu sind, dass sie solche<lb/>
Einrichtungen nicht geschaffen haben. Wenn dies nämlich der Fall wäre,<lb/>
denn hätten wir 14 Jour fix resp. Pressefrühstücke oder Pressegespräche<lb/>
in der Woche, was mit neuerdings alles erschlagen würde. Die Presse<lb/>
besprechungen nach dem Ministerrat nämlich sind in Wirklichkeit nur von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dominiert. Die anderen bilden dort nur Staffage und werden gelegent<lb break="no"/>lich von dem einen oder anderen Journalisten gefragt. Allerdings ist bei<lb/>
der Pressebesprechung nach dem Ministerrat meistens eine höhere Garnitur<lb/>
von Journalisten anwesend. In diesem Fall gilt aber in Abwandlung der<lb/>
Spruch: Besser die zweite Garnitur ständig als eine erste Garnitur<lb/>
gelegentlich oder besser gesagt überhaupt nie. In der Berichterstattung<lb/>
findet dies überhaupt keinen negativen Niederschlag.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_09">Im Institut hat <rs type="person" ref="#per__97868">Reithofer</rs> mit <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> von der ÖIAG und Dr. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> von der<lb/>
Zentralsparkasse mit bekniet, dass wir doch die Fremdenverkehrsstudie,<lb/>
die der Beirat im Rahmen der Integrationsarbeit ausarbeiten liess,<lb/>
veröffentlichen. Der Beirat selbst hat keine Möglichkeit, weder finan<lb break="no"/>ziell, noch würde er wahrscheinlich eine einstimmige Verabschiedung durch<lb break="no"/>führen, sondern es müssten vorerst noch monatelange Verhandlungen und<lb/>
Reduzierungen der Aussagen durchgeführt werden. Da bei der Fremden<lb break="no"/><pb n="14-0033" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band14/14_1973-01-15_0033.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>verkehrsstudie ausser Dr. <rs type="person" ref="#per__113096"><choice><choice><sic>Platzer</sic><corr>Placek</corr></choice></choice></rs> von der Handelskammer und Min.Rat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__111367">Würzl</rs> vom Handelsministerium lauter Genossen teilgenommen haben,<lb/>
nämlich Dr. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs>, Dr. <rs type="person" ref="#per__97995">Stockinger</rs>, Sparkasse Salzburg, Dr. <rs type="person" ref="#per__139695">Rainer</rs><lb/>
AK Innsbruck, Dr. <rs type="person" ref="#per__142469">Goschler</rs>, Sparkassenverbandsvertreter, müssten diese<lb/>
Genossen doch zumindestens durch die Publikation entschädigt werden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs>, mit dem ich nachher eingehend über dieses Problem noch einmal<lb/>
spreche, hat grosse Bedenken, dass obwohl unsere Genossen daran mit<lb break="no"/>gewirkt haben, diese Studie nichts anderes ist als ein Forderungspro<lb break="no"/>gramm für Steuerermässigungen, verbilligte Kredite usw. <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> fürchtet,<lb/>
dass auch ein Vorwort von mir, wo ich mich klar und deutlich von<lb/>
diesen Aussagen distanziere, indem ich sie eben als sehr interessante<lb/>
Anregung bezeichne, er selbst würde ein solches Vorwort ja entwerfen,<lb/>
meint, die einzige Möglichkeit wäre, um diese Arbeit ein bisschen zu<lb/>
neutralisieren, wenn man alle Studien, die der Beirat für die Integra<lb break="no"/>tion angestellt hat und die noch nicht veröffentlicht wurden, im Hause<lb/>
durch Abziehen entsprechend zur Verfügung stellt. Das Zusammenlegen<lb/>
und Binden, das bei uns einen grossen Engpass darstellt, müssten dann<lb/>
andere Institutionen übernehmen und bezahlen. <rs type="person" ref="#per__97511">Haiden</rs> hat erklärt, dass<lb/>
das Sparkassenverband dafür ohne weiteres bereit wäre. Dieser Vor<lb break="no"/>schlag von <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> ist meiner Meinung nach sehr zielführend, denn<lb/>
ich könnte dann den Vorwurf im Parlament entkräften, was das Handels<lb break="no"/>ministerium dazu beigetragen hat, um die Wirtschaft auf die Integra<lb break="no"/>tion vorzubereiten und welche Untersuchungen hier tatsächlich angestellt<lb/>
wurden.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Wenn auch dies eine Heiden-Arbeit für unser<lb/>
Abziehbüro ist, glaube ich, sollte man den Vor<lb break="no"/>schlag <rs type="person" ref="#per__97469">Gehart</rs> unbedingt verwirklichen. Die Zu<lb break="no"/>sammenlegarbeit sollte dann von anderen Institu<lb break="no"/>tionen übernommen und auch bezahlt werden, sodass<lb/>
eine Belastung des Hauses nicht entsteht.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_11">Min.Rat <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs> und Reg.Rat <rs type="person" ref="#per__137484">Schütz</rs>, mit denen ich den Rechnungsabschluss<lb/>
bespreche, weil er gegebenenfalls morgen im Parlament zur Verhandlung<lb/>
kommt, bestätigen mir, dass tatsächlich mein Amtsvorgänger einen Kredit<lb/>
von 20 Mill. S für die Errichtung von Gewerbehöfen gegeben hat. <rs type="person" ref="#per__110035">Thun-<lb/>
Hohenstein</rs> hat damals den Wunsch der Handelskammer Wien Rechnung getragen<lb/>
und diese Subvention allerdings mit der Auflage versehen, dass wenn<lb/>
Erträge aus dieser Tätigkeit erwachsen, dann der Kredit zurückbezahlt<lb/>
werden muss. Die Budgetsektion Wird nun mit <rs type="person" ref="#per__110035">Thun-Hohenstein</rs> ver<lb break="no"/>handeln und Bericht verlangen, ob dieser Zustand jetzt bereits<lb/>
eingetreten ist, nachdem dieser Verein einen dritten Werkstättenhof<lb/>
<pb n="14-0034" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band14/14_1973-01-15_0034.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>errichten will, wo bereits aus den Gewinnen und Erträgen der ersten<lb/>
beiden notwendige Mittel dazu verwendet werden sollen. In diesem Fall<lb/>
bestünde für uns die Möglichkeit, im Wege der seinerzeitigen Auflage,<lb/>
diese 20 Mill. S zurückzuverlangen oder zumindestens mit anderen Wünschen<lb/>
der Handelskammer Wien zu kompensieren. Dieser Vorschlag kommt von Min.<lb/>
Rat <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs> und ich stimme dem natürlich zu.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_12">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Bitte äusserst vorsichtig vorgehen, da anzunehmen<lb/>
ist, dass die Handelskammer Wien dann ganz energisch<lb/>
gegen eine etwaige Rückforderung bei mir protestie<lb break="no"/>ren wird. In diesem Fall müsste dies als eine be<lb break="no"/>rechtigte und sogar in den seinerzeitigen Beschlüs<lb break="no"/>sen begründete Aktion der Beamten dargestellt werden.<lb/>
Politisch müsste man noch immer dann die Möglichkeit<lb/>
haben, wenn ein allzu grosser Widerstand entsteht,<lb/>
von Ministerseite dies zu stoppen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_13">Präsident <rs type="person" ref="#per__97406">Ebert</rs> und dann der Vorsitzende der Sektion Handel <rs type="person" ref="#per__111717">Schönbichler</rs><lb/>
und Syndikus <rs type="person" ref="#per__134294">Zajicek</rs> und sein Mitarbeiter beschweren sich bei mir über<lb/>
die Erstellung der Von-Bis-Preise. Insbesondere sollen derzeit Überwachungs<lb break="no"/>organe mit unseren vorgerechneten Vollpreisen bei den Unternehmern er<lb break="no"/>scheinen, sie auffordern, den Preis auf eben den vom Computer errechneten<lb/>
Masse zurückzugehen und gleichzeitig mit einem Formular die Bestätigung des<lb/>
Kleinhändlers zu verlangen. <rs type="person" ref="#per__111717">Schönbichler</rs> und <rs type="person" ref="#per__97406">Ebert</rs> nehmen an, dass diese<lb/>
Berechnungen auf den Von-Bis-Preisen fundiert sind. Ich erkläre sofort,<lb/>
dass dies ein Irrtum ist, denn die vorgelegten oder vorgegebenen Soll-<lb/>
Preise wurden auf die Originalerhebung in dem Geschäft, das eben wieder<lb/>
kontrolliert wird, aufgebaut. <rs type="person" ref="#per__111737">Marsch</rs> bestätigt, dass wir bei den Von-Bis-<lb/>
Preisen dem Wunsch der Handelskammer entsprechend eine Erklärung, wie es<lb/>
zu dieser Von-Bis-Preisliste gekommen ist, jeweils hinzufügen, die aller<lb break="no"/>dings eben von der Presse nicht gebracht wird. Ich geben nur den Vertretern<lb/>
die Zusicherung, dass wir bei der nächsten Von-Bis-Preis-Aussendung wieder<lb/>
eine solche Erklärung, wie es zu der Erstellung der Von-Bis-Preisliste<lb/>
gekommen ist, beifügen werden. Aktionspreise sind ja weitestgehend aus dieser<lb/>
Von-Bis-Preisliste ausgeschlossen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_14"><rs type="person" ref="#per__97406">Ebert</rs> beschwert sich, dass die Inflation mit der Führung des Staatswappens<lb/>
welches auch die Arbeiterkammer schon beanstandet hat, in letzter Zeit<lb/>
so zugenommen hat. Er verweist insbesondere darauf, dass die Firma Jacobs<lb/>
jetzt erklärt, dass nur die Handelskammer gegen eine Auszeichnung der Firma<lb/>
wäre. Ich habe mich dazu im einzelnen ja nie geäussert, da mir es ganz<lb/>
egal ist, wieviele Staatswappen jetzt von den Firmen geführt werden,<lb/>
möchte aber doch bei dieser Gelegenheit <rs type="person" ref="#per__97406">Ebert</rs> aufmerksam machen, dass<lb/>
<pb n="14-0035" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band14/14_1973-01-15_0035.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>auch die Firma Arabia bereits das Staatswappen hat und führt. <rs type="person" ref="#per__111717">Schön<lb break="no"/>bichler</rs> selbst erklärt ebenfalls, dass er sich daran nicht beteiligen<lb/>
kann, an dieser Diskussion, weil er ebenfalls bereits als Kaffee-Importeur<lb/>
das Staatswappen führt. Arabia, meint <rs type="person" ref="#per__97406">Ebert</rs>, hat seinerzeit nur als Trost<lb break="no"/>pflaster dieser Auszeichnung bekommen, weil er nämlich <choice><choice><sic>geglaugt,</sic><corr>?</corr></choice></choice> dass<lb/>
das Finanzministerium ihm bei dem Erwerb von Auersperg resp. Schloss<lb/>
Laudon die dortigen Gemälde, die ein Vermögen darstellen, als Betriebs<lb break="no"/>ausgaben anerkennen wird und entsprechend abschreiben lässt. Da das<lb/>
Finanzminister, resp. der damalige Finanzminister dies ganz entschieden<lb/>
abgelehnt hat, hat man ihm als Trostpflaster dann eine Staatsauszeichnung<lb/>
zukommen lassen. Das Finanzministerium hat nämlich mit Recht entschieden<lb/>
dass die Gemälde dort nicht weniger wert werden und eine Abschreibung da<lb break="no"/>durch bedingt ist, sondern deren Wert ständig steigt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_15">Vor der Ministerratsbesprechung ersuche ich <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> wegen des Johann-<lb/>
Strauss-Orchesters Subvention einen Beitrag zu leisten, was er allerdings<lb/>
so wie ich auf das entschiedenste ablehnt. Er nimmt zur Kenntnis, was<lb/>
mir vollkommen genügt, dass ich bei ihm interveniert habe und wird<lb/>
dies auch gelegentlich den vorsprechenden Vereinsmitgliedern mitteilen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_16"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> berichtet über seine Sozialistenführer-Konferenz in Paris, aller<lb break="no"/>dings auch nicht mehr als in den Zeitungen gestanden ist. Er weist nur dar<lb/>
rauf hin, dass in der Europäischen Gemeinschaftspolitik er keine Kritik<lb/>
an der Labourparty gemacht hat. Allerdings sagt er, dass die Autonomie,<lb/>
die jeder einzelne Staat hat, d.h. jede soz. Partei im Rahmen der soz.<lb/>
Internationale, auch eine gewisse Solidarität voraussetzt. <rs type="person" ref="#per__140771">Callaghan</rs> selbst<lb/>
erklärte, dass Grossbritannien, wenn es wieder von Labour regiert wird,<lb/>
die Beitrittsbedingungen neu überprüfen möchte. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> bedauert ins<lb break="no"/>besondere dass Labour sich von dem Europäischen Parlament zurückzieht.<lb/>
Die 130 Abgeordneten würden, wenn die Sozialisten sich einigermassen<lb/>
formieren und organisieren, von 32 auf 60 erhöht werden und schlagkräftige<lb/>
dort wirken können. Allerdings ist das europäische Parlament heute noch<lb/>
grösstenteils vollkommen auch in ihrer parlamentarischen Tätigkeit<lb/>
unwirksam. Es beschliesst keine Gesetze und es genehmigt nicht einmal<lb/>
ein Budget der Kommission. Im Mittleren Osten gibt es derzeit keine<lb/>
Entwicklung, denn es herrschen intransigente Haltungen. Finnland wird<lb/>
jetzt endgültig den Europäischen-Gemeinschaftszollfreizonenvertrag,<lb/>
wie ihn Schweiz, Schweden und Österreich schon hat, unterfertigen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__114501">Kekkonen</rs>, der dies doch zustandegebracht hat, wird wahrscheinlich<lb/>
neuerlich als Präsident kandidieren.</p><pb n="14-0036" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band14/14_1973-01-15_0036.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_17">Die sowj. Bedenken zumindestens die Verzögerung wurde damit end<lb break="no"/>gültig beseitigt. Der sowj. Botschafter in Österreich war bei <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
und hat ihm mitgeteilt, dass er bei seinem Aufenthalt jetzt in Moskau<lb/>
ersucht hat, dass sowohl <rs type="person" ref="#per__97652">Kossygin</rs>, <rs type="person" ref="#per__146938"><sic>Kretschko</sic></rs> <add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add> und <rs type="person" ref="#per__108330">Gromyko</rs> nach Wien<lb/>
kommen sollten. <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> wird ja Ende Jänner kommen. Der Botschafter<lb/>
hat auch erklärt, dass Österreich bezüglich der Gaslieferung eine dies<lb break="no"/>bezügliche Entscheidung erwartet. Ob allerdings <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> tatsächlich<lb/>
mit den gewünschten Gasmengen kommen wird, kann ich auch aus den Äusse<lb break="no"/>rungen des Botschafters gegenüber <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> zumindestens dessen Mitteilung<lb/>
darüber nicht entnehmen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_18"><rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> verweist darauf, dass die Vereinigung der Finanzakademiker Briefe<lb/>
an alle Minister geschrieben haben, wo sie gegen die Überstellung von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__148612">Wrba</rs> als B-Beamten in einen A-Posten protestieren. Sie waren schon<lb/>
bei <rs type="person" ref="#per__137693">Mayer</rs> nicht sehr einverstanden, <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> erklärt, dass aber diese<lb/>
beiden tüchtigen Beamten auf alle Fälle berechtigt sind und <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
meint, dass die Regierung lt. Gesetz solche Möglichkeiten haben und<lb/>
diese auch vereinzelt durchführen wird. Der Brief wird von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> beantwortet werden.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_19">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Wir brauchen uns glaube ich daher gar nicht im<lb/>
Speziellen äussern, wenn wir den Brief auch schon<lb/>
erhalten haben.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_20">Ein ähnliches Problem besteht bei den Soldatenverbänden wegen der Inhaf<lb break="no"/>tierung von <rs type="person" ref="#per__113049">Reder</rs>.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_21"><rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> ersucht <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, ob er sich an der Düsseldorfer Öster<lb break="no"/>reich-Woche im September beteiligt. 1958 war <rs type="person" ref="#per__97439">Figl</rs> und auch in den ver<lb break="no"/>gangenen anderen Jahren waren immer prominente Österreicher vertreten.<lb/>
Nachdem der Oberbürgermeister <rs type="person" ref="#per__140772">Becker</rs> versuchen wird, auch <rs type="person" ref="#per__114110">Brandt</rs><lb/>
dafür zu gewinnen, sagt <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> zu. Meiner Erinnerung nach ist dies<lb/>
die höchstbesetzte Österreich-Woche, die ich kenne. Wenn man bedenkt,<lb/>
dass diese andere Staaten und Städte Östereich-Wochen veranstalten,<lb/>
dann ist es mir unerklärlich, warum eine einzelne so sehr ausgezeichnet<lb/>
wird. Ich habe natürlich dagegen gar nichts einzuwenden, sondern bin<lb/>
froh, dass man nicht an mich herangetreten ist. Ich fürchte, dass dann<lb/>
letzten Endes <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> absagen wird und ich dann im September für ihn<lb/>
nach Düsseldorf fliegen kann.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_22"><rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> berichtet, dass die AHS-Lehrer durch das Absagen von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
Termin von weiteren Verhandlungen sehr empört sind. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> selbst hat<lb/>
aber nicht absagen wollen, sondern nur Verschiebung bis Ende Jänner,<lb/>
<pb n="14-0037" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band14/14_1973-01-15_0037.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>damit der neue Staatssekretär dann bereits die Wünsche der Mittelschul<lb break="no"/>lehrer entsprechend verhandeln kann. Betreffend der Herabsetzung der<lb/>
Arbeitszeit auf 43 Stunden für Angehörige des Bundesheeres meint <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>,<lb/>
dass dies noch jetzt durchführen wird, damit nicht der neue Staatssekretär<lb/>
bereits mit dieser unangenehmen Fragen belastet wird. <rs type="person" ref="#per__135724">Markowitz</rs> ist<lb/>
wegen der Bestellung des Staatssekretär sehr verärgert, da er dies als ein<lb/>
Misstrauensvotum gegen ihn betrachtet.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-15_23"><rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> bringt den der VÖEST versprochenen Kreditzusage nicht in die Vor<lb break="no"/>besprechung, da er dies erst, wie er mir sagt, erst mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> besprechen<lb/>
will. <rs type="person" ref="#per__97315">Apfalter</rs> muss noch ein bisschen warten.</p></div>
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            <head>Tagesprogramm, 15.1.1973</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <occupation>Sektionschef und Personalleiter BKA; lt. Sten. Prot. 14, 5051 Vorname
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               <occupation>MR, Leiter Gruppe FV u. Gewerbeförd. HM</occupation>
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               <occupation>BHK, Gremium für den Brennstoffhandel 1971</occupation>
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               <occupation>Finanzminister</occupation>
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               <occupation>sowj. Außenhandelsminister</occupation>
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               <occupation>Amtsrat im FM [1971 Vorschlag Kreiskys, einige B-Beamte in den A-Stand zu
                  übernehmen, wofür zunächst nur ÖVP-Leute in Frage kämen, Mayer sei ein typisches
                  Beispiel dafür; Schreibung?; ident mit einem schon vorhandenen Mayer, ev. anders
                  geschrieben?; wird am 9.11.1971 nochmals erwähnt, hier mit Titel
                  Hofrat]</occupation>
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               <occupation>Innenminister bis 1977, danach Verteidigungsminister</occupation>
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               <persName type="label">Reithofer, Hans</persName>
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               <persName type="label">Marsch, Gerhard</persName>
               <persName><surname>Marsch</surname><forename>Gerhard</forename></persName>
               <occupation>Beamter HM</occupation>
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               <persName type="label">Geist, Franz</persName>
               <persName><surname>Geist</surname><forename>Franz</forename></persName>
               <occupation/>
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               <persName type="label">Zöllner, Otto</persName>
               <persName><surname>Zöllner</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>AK</occupation>
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            <person xml:id="per__137484">
               <persName type="label">Schütz, B</persName>
               <persName><surname>Schütz</surname><forename>B</forename></persName>
               <occupation>Beamter [Amtsdirektor HM; 1971 von JS als B-Beamter bezeichnet, der das
                  Budget im Einzelnen ausarbeitet und im Detail kennt]</occupation>
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               <persName type="label">Hecke, Klaus</persName>
               <persName><surname>Hecke</surname><forename>Klaus</forename></persName>
               <occupation>Leiter wirtschaftspolit. Abt. HK [1971 zuerst in einer Enquete; im Juni
                  1971 als Referent und Verantwortlicher f. Statistik und Wirtsch.pol. nach Klose
                  bez.]</occupation>
               </person>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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