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            <title type="main">Donnerstag, der 11. Jänner 1973</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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         <div type="entry" xml:space="preserve"><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_01">Donnerstag, 11. Jänner 1973</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_02">Gen.Direktor <rs type="person" ref="#per__97854">Rabus</rs> von Steyr-Daimler-Puch versicherte mir, dass sie<lb/>
keine Absicht haben, 500 Maschinengewehre nach Griechenland zu liefern.<lb/>
Eine diesbezügliche Zeitungsmeldung ist unrichtig. Steyr-Daimler-Puch<lb/>
hat nur an die Athener Stadtpolizei 415 MP seinerzeit geliefert. Die<lb/>
Ich vereinbare mit <rs type="person" ref="#per__97854">Rabus</rs>, dass bevor er nach Griechenland irgendwelche<lb/>
Waffen liefern wird, unbedingt mit mir vorher Kontakt aufnimmt.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_03">Handelsrat der sowj. Botschaft <rs type="person" ref="#per__139647"><sic>Wasillijew</sic></rs> kommt mit Min.Rat <rs type="person" ref="#per__98109">Zembsch</rs>,<lb/>
wir besprechen die Möglichkeiten von Kooperationen mit Drittländern,<lb/>
insbesondere hat die SU gute Beziehungen zum Nahen Osten, woran auch<lb/>
unsere Firmen sehr interessiert wären. Kooperationen mit diesem Staat<lb/>
können aber nur dann von Erfolg gekrönt sein, wenn der sowj. Rat<lb/>
für wirtschaftliche Zusammenarbeit, der die Kontakte nach dem Nahen<lb/>
Osten hat, vom Aussenhandelmsinisterium zu diesen Besprechungen zuge<lb break="no"/>zogen wird. <rs type="person" ref="#per__98109">Zembsch</rs> hofft, dass es gelingt, <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> davon zu über<lb break="no"/>zeugen, dass dies zielführend ist. Meine Urgenz bezüglich Gaslieferung<lb/>
stösst auf die übliche Erklärung, man wird sehen. Neue Mitteilungen<lb/>
hat auch die Botschaft nicht.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_04">Bei den Lebensmittelarbeitern warten bereits die Betriebsräte der Fett<lb break="no"/>industrie. Gen.Direktor <rs type="person" ref="#per__141619">Seiffert</rs> von der Unilever hat ihnen auch schrift<lb break="no"/>lich für nächsten Tag einen Verhandlungstermin gegeben. Der Vertrag läuft<lb/>
mit Ende Jänner aus, d.h. die 14 Monate, die wir normalerweise abwarten<lb/>
sind vorüber. <rs type="person" ref="#per__141619">Seiffert</rs> wollte schon beim letzten Mal diese Lauffrist auf<lb/>
ein Jahr verkürzen, hat dieses aber uns nicht schriftlich mitgeteilt.<lb/>
Wir halten uns deshalb auf die Vereinbarung des Stabilisierungsabkommens<lb/>
wo die bis jetzt üblichen Fristen eingehalten werden sollen. In der Vor<lb break="no"/>standssitzung berichtet <rs type="person" ref="#per__97357">Blümel</rs> und auch ich über die weiteren Schritte<lb/>
in der Fettindustrie. Die Kollegen sind dort deshalb empört, weil dort bis<lb/>
jetzt es selbstverständlich war, dass mündliche Vereinbarungen genauso<lb/>
gehalten haben wie schriftliche. Da <rs type="person" ref="#per__141619">Seiffert</rs> aber scheinbar in der<lb/>
Handelskammer mit seiner Idee nicht durchkommt, will er die ganzen<lb/>
Verhandlungen jetzt verschieben, und zwar zeitlich und sachlich, indem<lb/>
er nämlich den Fachverband einschalten will, d.h. die Bundeskammer.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_05">Als ich in Dürnstein ankam, hat bereits der Fachverbandsobmann <rs type="person" ref="#per__114655">Harmer</rs><lb/>
mich verlangt und da ich nicht hier war, mit <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> über einen angeblichen<lb/>
Streik bei Unilever gesprochen. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> ist natürlich über diese Mitteilung<lb/>
<pb n="14-0023" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band14/14_1973-01-11_0023.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>nicht sehr erfreut, da er vor allem ja nur die Information von der<lb/>
Unternehmerseite hat. Ich versuche, ihm die Situation zu erklären.<lb/>
Zwischendurch hat auch Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> angerufen und gewünscht, dass<lb/>
wir gemeinsam versuchen, einen Ausweg aus dieser verfahrenen Situation<lb/>
zu finden. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> meint auch, dass es zielführender ist, nachdem die<lb/>
Handels- und Transportarbieter immer alle Jahre Lohnbewegungen machen,<lb/>
dass auch die Fettarbeiter auf diesen Verhandlungsrhythmus gebracht<lb/>
werden sollen. Da bei Unilever aber auch bei anderen Lebensmittelbetrieben<lb/>
sehr viele Transportarbeiter beschäftigt sind, ist die Überschneidung<lb/>
von Terminen äusserst ungünstig. Immer wenn die Transportarbeiter Lohn<lb break="no"/>bewegungen haben, sind natürlich die anderen Lebensmitelarbeiter, da<lb/>
die nichts bekommen, sehr ungehalten. Meistens vergessen sie allerdings,<lb/>
dass die Transportarbeiter 9,5 oder 10 % machen, während wir ja doch 13 –<lb/>
15 % bei uns in den letzten Jahren bei 14 bis 16 Monaten Lohnerhöhungen<lb/>
vereinbarten.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_06">Am nächsten Tag wurden dann die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen,<lb/>
indem die Arbeiter l00.- S akonto pro Woche auf die zukünftigen Lohn<lb break="no"/>verhandlungen bekommen. Die Gewerkschaft wird nach Ablauf der 14 Monate<lb/>
bei der Paritätischen Kommission auf Freigabe einreichen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_07">Ich habe in den bisherigen drei Jahren eigentlich nicht sehr stark unter<lb/>
Kollisionen zwischen Gewerkschaftstätigkeit und Regierungsverant<lb break="no"/>wortung gelitten. Ich glaube allerdings, dass dies wesentlich stärker wird,<lb/>
wenn wirklich die gesamte Preisbildung im Handelsministerium landen wird.<lb/>
Interessant war, dass auch erstmalig bei der Landeskonferenz in der Steier<lb break="no"/>mark am Samstag mir von Seiten eines Diskussionredners ganz offen gesagt<lb/>
wurde, man erwartet, dass ich nicht nur allein die grosse wirtschaftliche<lb/>
Politik berücksichtige, sondern mein Gewissen auch für die Probleme<lb/>
der Gewerkschaftsbewegung wach bleibt. Betriebsratsobmann <rs type="person" ref="#per__146118">Bracher</rs> von der<lb/>
Molkerei Stainach meinte, natürlich könnte er, der doch nur die gewerk<lb break="no"/>schaftliche Linie kennt und sieht, betriebsblind werden. Er hofft aber,<lb/>
dass ich auf der anderen Seite nicht die Bedürfnisse unserer Mitglieder<lb/>
übersehe. Ich habe ihnen versichert, dass ich das Vertrauen unserer Kolle<lb break="no"/>gen nicht enttäuschen werde.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_08">Bei der Dürnsteiner Tagung war überraschend, dass <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> nicht als erster<lb/>
sein Referat hielt, sondern vorschlug, es sollten die Minister heute<lb/>
referieren und er wird dann am nächsten Tag sein Referat und die Dis<lb break="no"/>kussion halten. Er meinte auch, man sollte schauen, ob nicht vorher eine<lb/>
<pb n="14-0024" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band14/14_1973-01-11_0024.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Verbindung, d.h. eine Zugsmöglichkeit für die Rückkehr gefunden werden<lb/>
könnte. Daraus konnte ich entnehmen, dass er gar nicht beabsichtigt hat,<lb/>
so lange in Dürnstein die Verhandlungen besp. Besprechungen zu führen<lb/>
als eigentlich durch den Fahrplan bedingt Zeit war. Allerdings stellte<lb/>
sich dann heraus, dass keine vorhergehende Zugsverbindung möglich war.<lb/>
Als erstem Referenten erteilte er sofort <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> das Wort. Dieser<lb/>
zählte 10 Gesetze auf, die er im Parlament einbringen wird. Haushalts<lb break="no"/>recht mit mehreren Gesetzen, KWG-, Sparkassengesetz, Gebührengesetz<lb/>
3. Subventionsbericht, 2. Revision, Investitionsprogramm, Arlberg<lb break="no"/>autobahn, Tauern-Autobahn, Veränderung und EFTA-Durchführungsgesetze<lb/>
sowie Scheidemünzengesetz. In der Budgetpolitik will er einen dreijährig<lb/>
Finanzplan bis 1976 machen, damit die Ressortminister nicht an die<lb/>
Jährlichkeit gebunden sind. Ausserdem sollen die Stabilitätsbeschlüsse<lb/>
bei Auslaufen des Stabilitätsabkommens beraten werden. Er erwähnt das<lb/>
internationale europäische Währungssystem und die Massnahmen, die sich<lb/>
aus diesem Währungssystem ergeben können. Er meinte, dass ein Kleinstaat<lb/>
es in der Wirtschaftspolitik schwerer hat als die multinationalen<lb/>
Konzerne. Er verwies auch auf die ökonomischen Aspekte der Gesellschafts<lb break="no"/>politik, Infrastruktur, Spital, Kindergarten, Umweltschutz, Wasserab<lb break="no"/>wässer und dass demgegenüber jetzt eine neue Welle des Nullwachstums<lb/>
steht. D.h. dass diese Massnahmen wichtiger sind als die Wachstums<lb break="no"/>raten. An diesen Beitrag entwickelte sich eine heftige Diskussion. Ins<lb break="no"/>besondere <rs type="person" ref="#per__97963">Slavik</rs>, <rs type="person" ref="#per__114604">Hillinger</rs> und viele andere kritisierten, dass durch<lb/>
die Kreditrestriktionen die Wohnbaugenossenschaften jetzt in eine<lb/>
furchtbare Situation kommen. Es ist ganz unmöglich, dass sie die 45 %,<lb/>
die auf Grund der neuen Wohnbaugesetze aufbringen sollen, das sind<lb/>
ungefähr 7 Mia, wenn die Kreditinstitute ihnen keine weiteren Kredite<lb/>
geben können. Die 50.000 Wohnungen können unmöglich gebaut werden,<lb/>
die die SPÖ versprochen hat. <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> ergänzte, dass im Budget des Jahres<lb/>
1973 5 Mia für den Wohnbau vorgesehen sind. <rs type="person" ref="#per__97727">Marsch</rs> meinte, man sollte<lb/>
versuchen, die Kreditbedingungen zu spalten. Für Industrie und den<lb/>
Wohnbau sollten Erleichterungen gegegebenenfalls geschaffen werden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> warnte und verwies darauf, dass jetzt keinesfalls Lockerungen<lb/>
des Stabilisierungsabkommens jetzt schon durchgeführt werden dürften.<lb/>
Fraglich und teuer ist insbesondere die Bankenexpansion durch Er<lb break="no"/>richtung von Filialen und gestiegenen Verwaltungsaufwand. Die Wohnbau<lb break="no"/>genossenschaften seien zu klein und die Baupreise im Jahre 1972 um<lb/>
17,3 % gestiegen. <rs type="person" ref="#per__98066">Robert Weisz</rs> dagegen verwies, dass gerade die kleinen<lb/>
Genossenschaften heute noch billiger bauen als die grossen z.B. Sozial<lb break="no"/>bau.</p><pb n="14-0025" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band14/14_1973-01-11_0025.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_09"><rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> meinte zum Schluss – dass die Konsumentenfinanzierung und der<lb/>
Verwaltungsaufwand nur einen Bruchteil der tatsächlichen Belastungen<lb/>
und des Aufwandes der Banken darstellten.Er meinte, dass nicht wahlentschei<lb break="no"/>dend sein, ob die Verwaltungskosten der Banken hoch liegen und ob wesent<lb break="no"/>lich mehr Filialen errichtet werden, die oft in Neubaugebieten verlangt<lb/>
werden, weil die Betriebe zu bargeldloser Lohnzahlung übergehen. Ent<lb break="no"/>scheidend für die Wahlen sei die Inflation und die Frage, ob man die<lb/>
Sozialeinrichtungen schaffen wird, die versprochen wurden. Aus seinen<lb/>
Ausführungen konnte man entnehmen, dass er nicht beabsichtigt, mit den<lb/>
Banken, sei es im EWG oder bei sonstiger Gelegenheit härtere Verhandlungen<lb/>
zu führen. Er möchte sich nach wie vor eben arrangieren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_10"><rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> hat ungefähr ein Dutzend Gesetze. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> dankte ihm für sein ge<lb break="no"/>schicktes Verhalten bei der 29. ASVG-Novelle. Auf der einen Seite hat<lb/>
er Härte gegenüber den Ärzten gezeigt und auf der anderen Seite hat er<lb/>
politische Parteinotwendigkeiten berücksichtigt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> versteht immer<lb/>
sehr geschickt, das Herausstreichen seiner Verbundenheit mit den Ge<lb break="no"/>werkschaftern, gegebene sachliche Differenzen zu überbrücken.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_11"><rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> hat auch ein Dutzend Gesetze und gleichzeitig will er das Mieten<lb break="no"/>recht in Angriff nehmen. <rs type="person" ref="#per__97845">Probst</rs> hat insbesondere darauf verwiesen, dass<lb/>
Wahlversprechen 1969 damit eingelöst werden müssten. <rs type="person" ref="#per__97963">Slavik</rs> hofft,<lb/>
das das Mietrechtsänderungsgesetz die Ablöse verbieten und bei Mietzinsen<lb/>
nach § 7 resp. bei den frei werdenden Wohnungen in irgendeiner Höhe be<lb break="no"/>grenzt werden, z.B. mit dem Dreifachen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_12"><rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs> beabsichtigt, in jedem Bundesland entweder eine Universität<lb/>
oder eine universitäre Einrichtung zu schaffen. NÖ hat in Laxenburg die<lb/>
Systemanalyse und Seibersdorf und in Vorarlberg sollen Hochschulkurse<lb/>
dieses Land befrieden. Zum ersten Mal wurde in der Diskussion von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
die Gefahr des echten intellektuellen Proletariates, wie es derzeit in<lb/>
Skandinavien schon der Fall ist, angeschnitten. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> erwartet in den<lb/>
nächsten Jahren einen Lehrerüberschuss und auch einen Überschuss von<lb/>
EDV-Spezialisten. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in kürzerer<lb/>
Zeit insbesondere, wenn wir unsere Ausbildung nicht auf die berufsbilden<lb break="no"/>den Schulen lenken, ein humanistisches intellektuelles Proletariat haben<lb/>
werden. Dann wird, um die Worte von <rs type="person" ref="#per__97442">Firnberg</rs>, die vor zwei Jahren in<lb/>
einer Diskussion gefallen sind, das Leben für diese Menschen lebens<lb break="no"/>werter sein, weil sie mehr wissen aber sie werden dafür umso weniger<lb/>
verdienen und ungeheuer frustriert sein.</p><pb n="14-0026" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band14/14_1973-01-11_0026.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_13"><rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs> erwähnte neben dem Gesundheitsschutz auch den Umweltschutz<lb/>
und wies darauf hin, dass durch normative Regelungen bei der Luftrein<lb break="no"/>haltung und bei Lärm sowie Schadstoffe entsprechende Vorschriften in<lb/>
der nächsten Zeit von ihr erlassen werden. Sie bittet insbesondere, dass<lb/>
die Minister koordinieren und bevor sie entsprechende Verordnungen er<lb break="no"/>lassen sind zumindestens mit ihr ins Einvernehmen setzen oder sie ver<lb break="no"/>ständigen. Dieser Vorwurf richtete sich, wie sich dann in der Dis<lb break="no"/>kussion herausstellte, gegen <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs>, der sofort zugab, er hätte<lb/>
eine internationale Lärmflugzeugbegrenzung erlassen, ohne sie zu ver<lb break="no"/>ständigen. <rs type="person" ref="#per__97963">Slavik</rs> wollte als Umweltschutzmassnahme, dass die Kraftfahr<lb break="no"/>gesetznovelle so geändert wird, dass in Hinkunft alle Abgase von<lb/>
Autos entgiftet kommen. Er stellt sich vor, dass eine diesbezügliche<lb/>
gesetzliche Bestimmung ähnlich wie in Amerika auch von mir erlassen<lb/>
werden sollte.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Bitte die notwendigen Unterlagen einstweilen<lb/>
beschaffen. Wir werden sie siehe nicht erlassen,<lb/>
dies wird dann <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> auf Grund des grossen<lb/>
Kompetenzgesetzes zu erledigen haben.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_15"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wies ganz besonders darauf hin, dass im Umweltschutz und im<lb/>
Kompetenzkatalog in der Schweiz eine gute Lösung gefunden wurde.<lb/>
Dort ist für Umwelt die Kantone zuständig und es soll eine sehr selek<lb break="no"/>tive Politik betrieben werden.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Bitte die Schweizer Regelung verschaffen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_17"><rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> wies darauf hin, dass durch den Wegfall Fernverkehrssteuer<lb/>
die Strasse bevorzugt und die ÖBB und die DDSG benachteiligt werden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> meinte, die einzige Möglichkeit ist, Öltransporte zu verbieten<lb/>
weil eine Strassenbenützungsgebühr erst in späterer Folge einge<lb break="no"/>führt werden kann. <rs type="person" ref="#per__97963">Slavik</rs> will überhaupt, dass die Strassen vom Schwer<lb break="no"/>verkehr soweit nicht natürlich die Zustellung durchgeführt werden muss,<lb/>
entlastet gehört. <rs type="person" ref="#per__97963">Slavik</rs> hat dann auch noch angeführt, dass er die Ent<lb break="no"/>giftung in Amerika 50 Dollar, das sind ungefähr 1.200 S während in<lb/>
Österreich 2.500 S pro Wagen kosten würde. Da am nächsten Tag auch<lb/>
die Zeit sehr knapp wurde, für die einzelnen Minister wurden dann immer<lb/>
zwei Minister gleichzeitig zur Berichterstattung aufgefordert. <rs type="person" ref="#per__97632">Kirch<lb break="no"/>schläger</rs> berichtete über die Absicht, den Sitz der Sicherheitskonferenz<lb/>
nach Wien zu bringen. <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs>, dass er über die LKW und Baumaschinen<lb/>
bei 130.000 Mann Mob.Heer verfügen müsste. Er möchte deshalb ein Mili<lb break="no"/>tärleistungsgesetz schaffen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat sofort grosse Bedenken. Er<lb/>
<pb n="14-0027" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band14/14_1973-01-11_0027.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>erinnert daran, was die SPÖ in der Opposition <rs type="person" ref="#per__110924">Prader</rs> bei diesem<lb/>
seinem Wunsch angetan hat und schlägt vor, dass eine Kommission aus<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs>, <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs>, <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs> und <rs type="person" ref="#per__97985">Staribacher</rs> sich mit diesem Problem<lb/>
beschäftigen sollte.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_18"><rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> berichtet u.a. auch über das Filmförderungsgesetz und meint,<lb/>
dass es so furchtbar schwer ist, mit den Intentionen des Handelsmini<lb break="no"/>steriums, die reine wirtschaftliche Förderung darstellt, eine Abstimmung<lb/>
vorzunehmen. Ich selbst gehe dann bei meinem Bericht auf diese Film<lb break="no"/>förderung nur ganz kurz ein und erkläre, dass solange ich vom Finanz<lb break="no"/>minister keine Zusage habe, welche Geldmittel dafür bereitgestellt werden,<lb/>
ich kein diesbezügliches Gesetz einbringen werde.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_19"><rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> hat für die Seilbahnen Hilfestellung mit Zustimmung des Finanz<lb break="no"/>ministers versprochen, da sie infolge Schneemangels in furchbare finan<lb break="no"/>zielle kritische Situation kommen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_20">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Bitte erkundige dich was daran wahr ist und wieweit<lb/>
diese Hilfe gewährt wird, denn dies müssten wir natür<lb break="no"/>lich auch für die Schlepplifte erreichen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_21"><rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> stellt die Enteignungsfrage, d.h. die Bodenbeschaffungs- und<lb/>
Assanierungsgesetz in den Mittelpunkt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, wenn es nicht mög<lb break="no"/>lich ist, mit der ÖVP zu einer Übereinstimmung zu kommen, müsste ein eigenes<lb/>
SPÖ-Enteignungsgesetz geschaffen werden. Bei dieser Gelegenheit weist <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
darauf hin, dass das Jahr der Gesellschaftsreform 1973 sein soll, 1972<lb/>
war das Jahr der sozialpolitischen Reformen. Da es schon gegen mittags<lb/>
geht, berichtet <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> nur mehr über die Lawinenverbauung und über die<lb/>
Rinder – Maul- und Klauenseuche – und die Schweineeinfuhr. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs>, der neben<lb/>
mir sitzt, ist sehr verwundert, dass er überhaupt nichts über die Markt<lb break="no"/>ordnungsänderungen und andere agrarpolitische Probleme zumindestens<lb/>
andeutet. <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> als vorletzter Minister hat dann auch über ein halbes Dutzend<lb/>
Gesetze. Ich selbst komme als letzter dran, und berichte, dass wir nur<lb/>
3 Gesetze – Gewerbeordnung, Berggesetz, Patentgesetz und eventuelle EG-<lb/>
Änderungsgesetze – haben. Dann über unsere sonstigen Aktivitäten. Ich<lb/>
halte mich allerdings sehr kurz , weil es bereits auf Mittag geht. Die<lb/>
Diskussion schliesst sich daran nicht mehr an.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_22">Im Referat am Nachmittag erklärt <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, dass wir nicht mehr die Gunst<lb/>
der Massenmedien haben und dass daher Aktionen, die früher die Zeitungen<lb/>
früher sehr interessiert haben, wie z.B. das grosse Kompetenzgesetz,<lb/>
das Volksanwaltschaftsgesetz, heute kaum mehr Beachtung findet. Er meint,<lb/>
<pb n="14-0028" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band14/14_1973-01-11_0028.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>die SPÖ müsste eine Aktion "umfassende Sicherheit" für 1973 starten<lb/>
und darauf hinweisen, dass das was wir versprochen, auch gehalten haben.<lb/>
Er meint allerdings, wir sollten nicht jetzt sagen, dass unsere Re<lb break="no"/>gierungsprogramme schon weitestgehend erfüllt sind. Stabilität steht<lb/>
an der Spitze. zweitens Bodenbeschaffung, drittens Volksanwaltschaft<lb/>
viertens grosses Kompetenzgesetz, 5. Ausschreibungsgesetz, 6. die Straf<lb break="no"/>rechtsreform. Ich glaube allerdings, dass er dies aller nur auf<lb break="no"/>gezählt hat, wies e ihm zufällig eingefallen ist. Die verstaatlichte<lb/>
Industrie soll einen Tag der offenen Tür machen. In der Gesundheits<lb break="no"/>politik seien generelle Gesundenuntersuchungen nicht zielführend.<lb/>
Es sei auch eine Frage, der Finanzierung, wer dann in Hinkunft bezahlt.<lb/>
Die Mütter sorgen sich um ihre Kinder, daher für- die Kinder mehr und<lb/>
über 50 Jahre und nicht nur die chronisch Kranken. Die ORF-Reform muss<lb/>
durchgeführt werden, obwohl er unbedingt eine Kommission einsetzen<lb/>
möchte. Ein Industrieller hat ihm gesagt, noch nie hat eine Regierung<lb/>
so viel für die Wirtschaft getan, das müsste allerdings einen Arbeiter<lb break="no"/>regierungs- Bundeskanzler sehr zu denken geben in meinen Augen.<lb/>
Bezüglich der Staatssekretäre möchte er einen für Personal und meint<lb/>
dann aber, dass er sich noch nicht durchringen konnte aber doch die<lb/>
Berggebiete und die Bergbauern weit über die Agrarprobleme hinaus beachte<lb/>
werden müssen. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> meint dann in der Diskussion, dass 178 Gesetze<lb/>
beschlossen sind und daher der ÖVP-Pressedienst, wenn er von 120 noch nicht<lb/>
erledigten spricht, damit nicht Panik machen sollte. Leider kommen viel<lb/>
zu viele Berichte der Bundesregierung und zwar 75 sind im Nationalrat<lb/>
eingelangt und 43 schon behandelt. Ich habe <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> auch nachher noch einmal<lb/>
versichert, dass ich so wenig wie möglich Berichte in Hinkunft geben<lb/>
werde und vor allem einmal auch wenig Gesetze. Da meiner Meinung<lb/>
nach das Parlament überfordert ist und wir letzten Endes bei dieser Un<lb break="no"/>zahl von Gesetzesflut in dieselbe Sitzung kommen, wie die Regierung<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97634">Klaus</rs>, die auch noch und noch und noch Gesetze produziert hat. Ich glaube,<lb/>
dass dies eine Beschäftigung der Beamte in den Ministerien ist. Irgend<lb break="no"/>ein Problem – was macht man ? Mach ma halt ein kleines Gesetzerl. Die<lb/>
Juristen freuen sind und fühlen sich bestätigt, dass er als Beamter<lb/>
für die Rechtsstaatlichkeit dann wieder ein Wesentliches geleistet hat.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_23">Die Ländervertreter bestätigen in der Diskussion einheitlich, dass sie<lb/>
von dieser Aussprache sehr befriedigt sind, weil sie Gelegenheit hatten,<lb/>
doch von den Ministerien zu erfahren, was in der nächsten Zeit beabsichtigt<lb/>
sei. Insbesondere möchte aber <rs type="person" ref="#per__97389">Czettel</rs> eine Aufgliederung, was die ein<lb break="no"/>zelnen Minister für die Länder getan haben, damit man die dann im Wahl<lb break="no"/>kampf resp. bei Landesbesprechungen verwenden könnte.</p><pb n="14-0029" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band14/14_1973-01-11_0029.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_24">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>, <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> + <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs>: Bitte vielleicht ist es wirklich ziel<lb break="no"/>führend aller Tätigkeitsberichte aufzugliedern, was auf die einzelnen Län<lb break="no"/>der entfällt. Ich habe zwar kein Versprechen abgegeben, so etwas zu liefern.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_25">Bei einem Abendspaziergang hatte ich Gelegenheit, mit <rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs> und <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs> sowie dem Sekretär von <rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs> – <rs type="person" ref="#per__126899">Umek</rs> – über die weitere<lb/>
Vorgangsweise beim Lebensmittelgesetz zu sprechen. <rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs> teilt meine<lb/>
Meinung, dass es gefährlich ist, wenn man ein kasuistisches Gesetz schafft<lb/>
das dann nicht exekutiert werden kann. <rs type="person" ref="#per__97808">Petuely</rs> möchte hier nur unter<lb/>
allen Umständen Kompetenzen bekommen, auch dann, wenne s nicht sehr ziel<lb break="no"/>führend ist. Auch Dr. <rs type="person" ref="#per__126899">Umek</rs> wird sich dafür einsetzen, dass eine vernünftige<lb/>
Lösung kommt, die wie er mir mitteilt bereits am Nachmittag mit <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__115020">Welser</rs> eingeleitet wurde. <rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs> wird Dr. <rs type="person" ref="#per__131760">Barfuss</rs> jetzt in die<lb/>
Kodex-Kommission rufen. <rs type="person" ref="#per__97444">Heinz Fischer</rs> wird versuchen, Im Klub eine<lb/>
vernünftige Regelung des Lebensmittelgesetzes durchzubringen. Ich glaube,<lb/>
dass diese Aussprache, an der letzten Endes auch <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> teilgenommen hat,<lb/>
ihm klar und deutlich gezeigt hat, dass es hier darum geht, einen vernünf<lb break="no"/>tigen Gesetzentwurf dann auch gegebeneneflals gegn die ÖVP-Stimmen zu<lb/>
beschliessen.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_26">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: <rs type="person" ref="#per__107938">Leodolter</rs> und ich legen auf Kompetenz keinerlei<lb/>
Wert, bitte wirklich einen vernünftigen und exeku<lb break="no"/>tierbaren Entwurf versuchen mit dem Klubmitgliedern<lb/>
zu vereinbaren.</p><p xml:space="preserve" xml:id="Band14_1973-01-11_27"/></div>
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            <head>TB Koppe, 12.1.1973</head>
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               <persName type="label">Gratz, Leopold</persName>
               <persName><surname>Gratz</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>Unterrichtsminister, Bgm. Wien</occupation>
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               <persName type="label">Welser, Günther</persName>
               <persName><surname>Welser</surname><forename>Günther</forename></persName>
               <occupation>Büro Staribacher, HM; Pro-Zwentendorf-Kampagne</occupation>
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               <persName type="label">Petuely, Friedrich</persName>
               <persName><surname>Petuely</surname><forename>Friedrich</forename></persName>
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               <persName type="label">Wassiljew, A</persName>
               <persName><surname>Wassiljew</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>sowj. Handelsrat</occupation>
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               <persName type="label">Weihs, Oskar</persName>
               <persName><surname>Weihs</surname><forename>Oskar</forename></persName>
               <occupation>Landwirtschaftsminister bis 1976</occupation>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Rabus, Karl</persName>
               <persName><surname>Rabus</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>GD Steyr-Daimler-Puch</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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