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            <title type="main">Montag, der 20. November 1972</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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die Gretchen-Frage gestellt, ob er beim Stabilitätsabkommen mitwirken<lb/>
wird oder nicht. Er selbst erklärte, dass er sehr wohl sich mit <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs><lb/>
hier zusammensetzen wird, um einen Beitrag gegebenenfalls zu leisten.<lb/>
Natürlich macht er sein Mitwirken insbesondere von einer Vereinbarung<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> abhängig. Er beschwerte sich mir gegenüber, dass das letzte<lb/>
Mal <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> erklärt hat, dass wenn die Sozialpartner nicht mitmachen,<lb/>
dann die Regierung allein dieses Stabilisierungsabkommen durchziehen<lb/>
wird. Wichtig erscheint mir, dass er mit <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> in diesem Fall ein Ge<lb break="no"/>spräch aufnimmt. Solange nämlich die Handelskammer mit dem ÖGB auch<lb/>
wenn sie sehr negativ gegen das Stabilisierungsabkommen eingestellt ist,<lb/>
Besprechungen führt, solange können wir damit rechnen, dass sie doch<lb/>
in irgendeiner Weise gemeinsam beim Stabilisierungsabkommen mitwirken.<lb/>
Gegen die Interessenvertretung kann ich mir beim besten Willen nicht<lb/>
vorstellen, dass wir ein solches Abkommen durchziehen können. Da er<lb/>
eine Auszeichnung von LH <rs type="person" ref="#per__114583">Kery</rs> im Burgenland bekam, konnten wir nur<lb/>
20 Minuten für unsere Probleme aufwenden. Er intervenierte für<lb/>
<rs type="person" ref="#per__140221">Viktor Adler</rs> aus Kitzbühel einen ERP-Kredit, <rs type="person" ref="#per__140222">Bucher</rs> einen Zinsenzuschuss<lb/>
vom Handelsministerium, Hausaktion<add>[hs. ergänzt: Zinsenzuschuß, Anm.]</add>, und <rs type="person" ref="#per__140223">Zoubek</rs> einen Zinsenzuschuss von<lb/>
der BÜRGES.<lb/>
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mit <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> gesprochen und die Frage aufgeworfen, ob es<lb/>
zweckmässig ist, dass wir <choice><choice><sic>Nicht-Produktionsbetriebe</sic><corr>nicht nur Produktionsbetriebe</corr></choice></choice> und Handelsbetriebe,<lb/>
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beginnen.<lb/>
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Haus immer wieder urgiert bei der Handelskammer Wien eine endgültige<lb/>
positive Stellungnahme zu bekommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band13_1972-11-20_05">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Bitte die bisherige Vorgangsweise in dieser Bran<lb break="no"/>che zu überprüfen und keinesfalls mehr bei der Handelskammer Wien, wenn<lb/>
dies negativ ausfällt, die Stellungnahme urgieren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band13_1972-11-20_06">Die Forderung von Präs. <rs type="person" ref="#per__140224">Thiele</rs> und anderer Kärntner Genossen, <rs type="person" ref="#per__140225">Haslacher</rs><lb/>
zum Kommerzialrat zu machen, die bis jeztt von der Kärntner Handels<lb break="no"/>kammer auch von der Bundeshandelskammer abgelehnt wurde, will <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs><lb/>
nun mit <rs type="person" ref="#per__97602">Jodlbauer</rs> besprechen, der angeblich eine Aussprache mit ihm in<lb/>
14 Tagen wegen Kommerzialratstiteln hat. Ich habe <rs type="person" ref="#per__97602">Jodlbauer</rs> sofort bei<lb/>
der Sitzung "Möbel-Wohnen", wo ich ihn getroffen haben, von dieser neuen<lb/>
Wendung in Kommerzialratstitelfragen verständigt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band13_1972-11-20_07">Beim Pressefrühstück war die schriftliche Unterlage noch nicht fertig,<lb/>
als wir die Sitzung begannen. Nachher kam ein ausführlicher Text von<lb/>
5 Seiten. Ich glaube, dass solche ausführliche schriftliche Unterlagen<lb/>
nicht sehr zielführend sind. Ich fürchte nämlich, dass die Journalisten<lb/>
gar nicht die Zeit aufwenden, um dies alles zu lesen. Waschzettel müsste<lb/>
ganz kurz gefasst sein, damit er womöglich sofort so in Druck gehen kann.<lb/>
Ausführlichere schriftliche Darstellungen muss nämlich der Redakteur<lb/>
umschreiben und da bin ich nicht ganz sicher, ob er sich diese Arbeit<lb/>
macht. Besprechung und ergänzende Fragen sollen, wenn die schriftliche<lb/>
Unterlage nicht ausreicht eben im Pressegespräch dann von Seiten des<lb/>
Referenten oder gegebenenfalls von mir ergänzt werden. <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> hat an<lb break="no"/>schliessend an dieses Gespräch mit der Presse mir erklärt, dass ein<lb break="no"/>zelne Redakteure über die Aussage bei dieser Sitzung nicht sehr<lb/>
glücklich waren, da sie sehr mager ausgefallen ist. Ich muss ihm<lb/>
insoferne zustimmen, als ich überhaupt keinerlei Sensationen diesmal<lb/>
anbieten konnte. Ich glaube, dass ich wirklich in Hinkunft bei aller<lb/>
Loyalität gegenüber anderen Ministern doch bei solchen Besprechungen<lb/>
Einzelheiten mitteilen müsste. Da ich dies aber keinesfalls selbst tun<lb/>
will, müsste man organisieren, dass entsprechende Anfragen kommen. Wenn<lb/>
ich nämlich gefragt werde, dann kann ich mich ja nicht auf den Stand<lb break="no"/>punkt: Mein Name ist Hase, ich weiss von nichts" zurückziehen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__126284">Leherb</rs>, der für die ÖFVW 4 Plakate entworfen hat, wird Mittwoch, den<lb/>
29. November bei Piller die ersten Andrucke mit mir entnehmen. Da es<lb/>
bei den Malern noch mehr als bei den Schauspielern einen ungeheuren<lb/>
Konkurrenzkampf gibt, jeder möchte der grösste und der beste sein und<lb/>
eine entsprechende Anerkennung durch den Staat erfahren, möchte <rs type="person" ref="#per__126284">Leherb</rs>,<lb/>
dass auch er vom Unterrichtsministerium entsprechend gefördert wird.<lb/>
Es geht ihm dabei weniger um die finanzielle Seite obwohl die natürlich<lb/>
bei dem sehr tüchtigen Geschäftsmann <rs type="person" ref="#per__126284">Leherb</rs> auch eine Rolle spielt,<lb/>
sondern um das Sozialprestige gegen seine Mitkonkurrenten. 1959 hat<lb/>
nämlich <rs type="person" ref="#per__126284">Leherb</rs> mit <rs type="person" ref="#per__113831">Hausner</rs>, <rs type="person" ref="#per__135252">Hutter</rs>, <rs type="person" ref="#per__140226">Lehmden</rs>, <rs type="person" ref="#per__127116">Fuchs</rs><add>[hs. ergänzt, Anm.]</add> die Schule des Wiener<lb/>
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<choice><choice><sic>phantos magorica</sic><corr>?</corr></choice></choice> bezeichnete. Nun ist <rs type="person" ref="#per__126284">Leherb</rs> aus dieser Gruppe<lb/>
ausgeschieden und gerade jetzt haben im Museum des 20. Jahrhunderts<lb/>
oder wie er sich ausdrückt im Zwanzger-Haus, 5 eine Ausstellung er<lb break="no"/>öffnet, die in einer Warenausstellung in Tokio gewesen ist. <rs type="person" ref="#per__126284">Leherb</rs><lb/>
betrachtet das als eine Konkurrenz gegen seine eben jetzt schon bekannt<lb/>
werdende Plakative Leistung für Österreich. Ich konnte ihm natürlich<lb/>
und wollte auch gar nicht irgendwelche konkreten Zusagen machen, doch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> hat ihm zugesichert, dass ich und auch er selbst seine Bemühungen<lb/>
um mehr Anerkennung in der Bundesregierung, da <rs type="person" ref="#per__126284">Leherb</rs> erklärt, für ihn<lb/>
gibt es immer nur Beifall und sonst nichts, sich einsetzen werden.<lb/>
Bei der Ministerratsvorbesprechung hat mir <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> zugesichert,<lb/>
dass er zwar leider an dem Mittwoch-Abend nicht kommen kann, weil<lb/>
er bereits eine Parteiveranstaltung im Burgenland hat, doch ist er<lb/>
bereit, am nächsten Tag um 15 Uhr mit ihm zusammenzutreffen, sogar<lb/>
ein Glas Wein mit ihm zu trinken und sich über die Probleme <rs type="person" ref="#per__126284">Leherb</rs><lb/>
sehr eingehend zu unterhalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band13_1972-11-20_08">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Bitte, <rs type="person" ref="#per__126284">Leherb</rs> doch mehr in der Richtung zu ver<lb break="no"/>ständigen und zu beeinflussen, dass <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> der dafür zuständige Mi<lb break="no"/>nister ist und nicht ich.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band13_1972-11-20_09">Dr. <rs type="person" ref="#per__112950">Winterleitner</rs> möchte, dass wir die restliche Vorträge aus der Umwelt<lb break="no"/>schutzreihe des Handelsministeriums ebenfalls drucken. Für die ersten<lb/>
drei hat er von mir angeblich eine Druckgenehmigung bekommen und<lb/>
jetzt wäre es gegenüber den anderen Vortragenden ungerecht, wenn<lb/>
diese nicht ebenfalls in Druck erscheinen würden. Ich schlage ihm vor,<lb/>
dass, nachdem vom Bohmann-Verlag 35.000 S dafür verlangt werden, dass<lb/>
er mit 30.000 S versucht durchzukommen. Die finanzielle Bedeckung hat<lb/>
ihm Sekt.Rat <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs> zugesichert, ist gegeben. <rs type="person" ref="#per__112950">Winterleitner</rs> macht<lb/>
mich dann aufmerksam, dass eine neue Diskussionsreihe, ein ganzer<lb/>
Tag soll im Gewerbeverein dazu dienen, die Beseitigung von Kunststoffen<lb/>
im Müll gestartet wird. Die Kosten für diese Reihe wären nicht allzu<lb/>
hoch, da die Deutschen ihre Vortragenden, auf Firmenkosten nach Wien<lb/>
schicken. Doch ergibt sich immerhin eine finanzielle Belastung, ohne<lb/>
dass ich jemals eine solche Zustimmung gegeben hätte, auch <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> hat<lb/>
sich nicht daran erinnert, dass er ein solches Ansuchen jemals geneh<lb break="no"/>migt hätte. <rs type="person" ref="#per__112950">Winterleitner</rs> und <rs type="person" ref="#per__125823">Hanisch</rs> entwickeln hier eine Aktivität,<lb/>
ohne eigentlich entsprechende Deckungen zu haben. Bei den Besprechungen<lb/>
wurde mir von <rs type="person" ref="#per__112950">Winterleitner</rs> versichert, sei das Gesundheitsministerium,<lb/>
<pb n="13-1395" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band13/13_1972-11-20_1395.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>welches ja jetzt primär für Umweltschutz zuständig ist, anwesend ge<lb break="no"/>wesen und hätte keinerlei Einwände gegen eine solche Vortrags<lb break="no"/>reihe des Handelsministerium gemacht.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band13_1972-11-20_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Da wir für Initiative sehr dankbar sind und kaum<lb/>
einen Einspruch gegen Massnahmen, wenn einzelne Referenten Initiativen<lb/>
ergreifen, setzen, wollen, müsste doch vielleicht über <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs> abgesi<lb break="no"/>chert werden, dass ein solcher Akt, bevor er dann die Zustimmung des<lb/>
Präsidiums, Budgetsektion, findet, doch auch zuerst dem Ministerbüro<lb/>
und mir vorgelegt wird. Auf solchem Wege können wir dann zumindestens<lb/>
von Aktivitäten des Hauses erfahren.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band13_1972-11-20_11">Für den Ausbau der Industriesektion wird <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> jetzt als Gruppen<lb break="no"/>leiter installiert. Er soll die Branchenreferate und die drei Abteilungen<lb/>
Grundindustrie – <rs type="person" ref="#per__134830">Peschke</rs>, Investitionsindustrie – <rs type="person" ref="#per__134935">Herger</rs> – und traditio<lb break="no"/>nelle Konsumgüterindustrie – <rs type="person" ref="#per__114963">Dinzl</rs> – zusammenfassen. <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> ist ein<lb/>
junger tüchtiger Beamter, überspringt damit aber zwar nicht in seiner<lb/>
Aufstiegslinie doch aber in seiner effektiven Stellung den älteren<lb/>
ebenfalls tüchtigen Ministerialrat <rs type="person" ref="#per__114963">Dinzl</rs>. Hier wird es sicherlich Schwie<lb break="no"/>rigkeiten geben und ich glaube deshalb auch dann, wenn meine Entscheidung<lb/>
nicht unbedingt die Zustimmung von <rs type="person" ref="#per__114963">Dinzl</rs> braucht, dass ich doch mit<lb/>
dem unbedingt reden sollte und müsste. <rs type="person" ref="#per__97493">Gröger</rs> selbst kann dies auf keinen<lb/>
Fall tun. Die Nachfolge von Min.Rat <rs type="person" ref="#per__134830">Peschke</rs> soll so gelöst werden,<lb/>
dass wir dafür <rs type="person" ref="#per__108609">Sterk</rs> von der OB abdelegieren. <rs type="person" ref="#per__108609">Sterk</rs> selbst, mit dem ich<lb/>
anschliessend gesprochen habe, meint, dass ihm dies als Fahnenflucht<lb/>
von den Betrieben, die er nachher zu bearbeiten hat und vor allem<lb/>
auch von seinen Kollegen in der OB ausgelegt werden würde. Er selbst<lb/>
schlägt deshalb bis zur endgültigen Klärung der OB und der Energie<lb break="no"/>sektion vor, dass er eine Doppelbesetzung akzeptieren würde. Die Nach<lb break="no"/>folge <rs type="person" ref="#per__134830">Peschke</rs> muss nämlich jetzt unverzüglich in Angriff genommen werden,<lb/>
da <rs type="person" ref="#per__134830">Peschke</rs> schon einige Male bei mir urgiert hat, wer nun sein Nach<lb break="no"/>folger wird, damit er ihn in die entsprechenden Agenden einweiht und<lb/>
die Akten übergibt. Ich möchte über dieses Problem noch mit Sekt.Chef<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs>, der am Nachmittag nicht mehr anwesend ist sondern im BKA bei<lb/>
einer Sitzung und mit dem Ing. <rs type="person" ref="#per__112947">Engelmayer</rs> als Personalvertreter sprechen,<lb/>
der allerdings auch wieder, da seine Frau im Spital liegt und er selbst<lb/>
erkrankt ist, nicht zu erreichen ist. Selbst auf telefonischem Wege<lb/>
ersucht eine Frauenstimme, Abstand zu nehmen, da er gerade Pulver ge<lb break="no"/>nommen hat und schläft.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band13_1972-11-20_12">Die konstituierende Sitzung des Ausschusses "Möbel-Wohnen", der ich<lb/>
so wie jeder konstituierenden Sitzung beiwohne, um erstens den<lb/>
Mitwirkenden zu danken und zweitens die Vorsitzenden und Stellver<lb break="no"/>treter zu installieren, benütze ich, um gleichzeitig auch den Staats<lb break="no"/>preis, den ich verleihen will, als ersten Punkt auf die Tagesordnung zu<lb/>
bringen. Ing. <rs type="person" ref="#per__139851">Zotter</rs>, die die Sekretariatsarbeit für diesen Ausschuss<lb/>
machen wird, hat mich ganz besonders deswegen ersucht. Komm.Rat <rs type="person" ref="#per__139966">Wein<lb break="no"/>berger</rs>, der an und für sich dieser ganzen Tätigkeit sehr negativ –<lb/>
wie mir mitgeteilt wird – gegenübersteht, ist von der Bundeskammer<lb/>
als Vorsitzender vorgeschlagen. Sein Stellvertreter wird Hochschulprofes<lb break="no"/>sor <rs type="person" ref="#per__139968">Bieber</rs> aus Graz sein. Arch. <rs type="person" ref="#per__140228">Mang</rs> und <rs type="person" ref="#per__139968">Bieber</rs> übernehmen die Ausar<lb break="no"/>beitung des Entwurfes eines Staatspreises, wobei sich gleich bei<lb/>
der Diskussion die Schwierigkeiten ergeben, wo und wer an diesen<lb/>
Staatspreisen teilnehmen soll und darf. <rs type="person" ref="#per__139851">Zotter</rs> hat auf Grund der Vor<lb break="no"/>schläge alle Wünsche, die beim Konsumentenforum resp. bei unserer En<lb break="no"/>quete "Besser wohnen" vorgebracht wurden zusammengestellt und es ist<lb/>
ein sehr umfangreiches Programm daraus geworden. Wenn der Arbeitsaus<lb break="no"/>schuss diese Fragen alle in Angriff nimmt, ist er für längere Zeit mit<lb/>
Arbeit eingedeckt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band13_1972-11-20_13">Bei der Ministerratsvorbesprechung berichtet <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs>, dass er mit<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und den Ärzten vereinbart hat, dass mindestens 10 Tage <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
jetzt in Spitalsbehandlung resp. in ärztlicher Pflege bleibt. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs><lb/>
und er hätten ihn gestern besucht und das Programm für die nächsten Tage<lb/>
besprochen- <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> führt die Vorbesprechung nicht so straff und vor<lb/>
allem nicht so wie <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> fast in einem Monolog, wo er sich ja<lb/>
erst selbst meistens die Meinung und die Stellungnahme zu entsprechenden<lb/>
Gesetzentwürfen aber auch zu Anregungen, die er selbst gibt, bildet,<lb/>
weshalb eine andere Vorbesprechung Platz greift als bisher. Dies ver<lb break="no"/>anlasst <rs type="person" ref="#per__115595">Reiter</rs> mir nachher zu sagen, da sieht man den Unterschied, wenn<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> fehlt. Ich weiss nicht, welche Methode für eine Regierungs<lb break="no"/>führung zweckmässiger ist, sicher ist für mich nur, dass bei dieser<lb/>
doch mehr diskussionsfreudigen Führung <rs type="person" ref="#per__97525">Häusers</rs> die einzelnen Minister<lb/>
aber vor allem auch die Staatssekretäre mehr zu Wort kommen. <rs type="person" ref="#per__97614">Karl</rs> berich<lb break="no"/>tet z.B. über Aussprachen im familienpolitischen Beirat, wo die Kinder<lb break="no"/>freunde sowie die Arbeiterkammer jetzt ebenfalls eine Erhöhung der<lb/>
Kinderbeihilfe von 20.- auf 30.- S verlangt haben. Bei der Bezirkskon<lb break="no"/>ferenz in Margareten treffe ich <rs type="person" ref="#per__126513">Hanke</rs> von den Kinderfreunden und<lb/>
mache ihn auf die Tatsache aufmerksam, dass wir sehr erstaunt sind,<lb/>
dass die Kinderfreunde ebenfalls jetzt in diesem Forderungsprogramm<lb/>
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Seite eingestimmt haben. <rs type="person" ref="#per__126513">Hanke</rs> meint, dass sie eben ausserstande sind<lb/>
nur immer als Bremser zu erscheinen und dadurch immer übrig bleiben.<lb/>
Ich gebe ihm allerdings zu bedenken, dass Forderungen, die man nicht<lb/>
erfüllt bekommt, gerade nicht sehr positiv in den eigenen Reihen auf<lb break="no"/>genommen werden. <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> und <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> berichten, auch <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> ergänzt<lb/>
der später kommt, dass am Mittwoch in der Haussitzung eine Regierungs<lb break="no"/>erklärung nämlich Bundeskanzler und Finanzminister zur Stabilisierung<lb/>
und dem Programm erfolgen soll. Diese Regierungserklärung ist deshalb<lb/>
notwendig, weil ansonsten garantiert die ÖVP eine dringliche Anfrage<lb/>
in diesem Punkt gerichtet hätte. So glaubt zumindestens <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs>. Mittwoch,<lb/>
das musste man der ÖVP zugestehen, wird trotzdem um 22 Uhr Schluss<lb/>
gemacht, nur Donnerstag ist unlimitiert, d.h. wir müssen die Tages<lb break="no"/>ordnung von Mittwoch und Donnerstag dann unbedingt erledigen, weil am<lb/>
Freitag die Steuergesetze im NR zur Debatte stehen werden. Da <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__114140">Libal</rs> erkrankt sind, letzterer hat eine Angina pectoris, wird<lb/>
absolute Anwesenheitspflicht festgelegt. <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> berichtet, dass<lb/>
die Länder grundsätzliche Bereitschaft gezeigt haben, beim Stabilisie<lb break="no"/>rungsprogramm mitzuwirken, die Gemeinde Wien hat bereits auf alle Tarif-<lb/>
und Gebührenerhöhungen verzichtet. In der Kreditpolitik hat die erste<lb/>
Aussprache ergeben, dass bis Freitag die Kreditinstitute neuerdings<lb/>
Verhandlungen wünschen, um dann das endgültige Ergebnis zu fixieren.<lb/>
Nach Meinung <rs type="person" ref="#per__97311">Androschs</rs> kommt es jetzt nur mehr darauf an, dass auf<lb/>
dem Lohnsektor innerbetriebliches Stillhalten festgelegt wird und bei<lb/>
den Preisen man für Zucker, Getreide, Treibstoffe und Elektrizität<lb/>
eine gemeinsame Lösung findet, d.h. die Preiserhöhungen ein bisschen<lb/>
hinausschiebt. Er selbst rechnet erst damit, dass in zwei bis drei<lb/>
Jahren, wenn eine weltweite Beruhigung eingetreten ist, auch bei uns<lb/>
erst eine entsprechende Entspannung auf dem Preissektor und Währungs<lb break="no"/>sektor erfolgen könnte. Im ORF hätte er, nachdem <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> jetzt ausge<lb break="no"/>fallen ist, eine Etappenkorrektur besprochen und zwar sollte am<lb/>
1.7.1973 und am 1.7.1974 eine etappenweise Erhöhung der Gebühren er<lb break="no"/>folgen. Dadurch könnte – mir nicht ganz erklärlich – der Lebenshaltungs<lb break="no"/>kostensteigerung von 0,6 auf 0,2 zurückgeschraubt werden. Zusicherungen<lb/>
für den öffentlichen Dienst sollten nun nach Meinung von <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> eben<lb break="no"/>falls unter den Stopp fallen, dadurch würden die Lehrer maximal für<lb/>
die Arbeit der Bücherverteilung 25 Mill. S bekommen. <rs type="person" ref="#per__113083">Sinowatz</rs> ergänzt,<lb/>
dass hier jeder Lehrer 450.- S für die Mehrleistung bekäme, dass von<lb/>
den Pflicht-, Berufs- und Lehrerbildungsanstalten dies bereits akzep<lb break="no"/>tiert sei, doch die allgemeinbildenden höheren Schulen hätten dagegen<lb/>
<pb n="13-1398" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band13/13_1972-11-20_1398.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>protestiert. <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> weist darauf hin, dass mit der Flugsicherung<lb/>
zwischen Bundeskanzleramt und Finanzminister seinem Haus eine Verein<lb break="no"/>barung getroffen wurde, die jetzt vom BKA endgültig abgefertigt werden<lb/>
müsste, da ansonsten mit Kampfmassnahmen zu rechnen ist. Zur <rs type="person" ref="#per__97326">Bacher</rs>-<lb/>
Vereinbarung bemerkt <rs type="person" ref="#per__97727">Marsch</rs>, dass im Aufsichtsrat seinerzeit mitgeteilt<lb/>
wurde, dass jedwede Etappenkorrektur ein budgetäres Chaos und finan<lb break="no"/>zielle Krise auslösen müsste. Die Ziffern seien so knapp gehalten,<lb/>
dass ein Abstrich nicht möglich ist. Er meint deshalb, wenn jetzt<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97326">Bacher</rs> eine solche Lösung akzeptiert, ja sogar selbst vorschlägt, dass<lb/>
er damit den Aufsichtsrat falsch informiert hat. Ausserdem frägt <rs type="person" ref="#per__97727">Marsch</rs><lb/>
an, dass man doch die Paritätische Kommission von unserer Seite verlangt<lb/>
hat, dass eingeschaltet werden muss. Hier erklärt <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs>, dass der<lb/>
Weg so wäre, dass <rs type="person" ref="#per__97326">Bacher</rs> einen Vorschlag an den Bundeskanzler als<lb/>
Eigentümer macht, den dieser dann an die Paritätische Kommission weiter<lb break="no"/>leitet. <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> berichtet, dass der Handelsdelegierte von der<lb/>
DDR bei ihm war, um einen <rs type="person" ref="#per__98083">Winzer</rs>-Brief, das ist ein Aussenminister-Brief<lb/>
der DDR, zu überreichen. Die DDR erwartet jetzt die unmittelbar Aner<lb break="no"/>kennung und <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> hat zugesagt, im Dezember einen Vertreter<lb/>
des deutschen Aussenministeriums zu empfangen. Eine Anerkennung kommt<lb/>
nach Meinung von <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> erst nach Unterzeichnung der Verträge<lb/>
in der BRD in Frage.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band13_1972-11-20_14">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Wir können ohne weiteres jetzt Besprechungen mit<lb/>
den DDR-Funktionären im Hause aufnehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band13_1972-11-20_15">Im Ministerrat nützt <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> die lockere Führung von <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> und be<lb break="no"/>richtet sofort über die OECD-Inflationsstudie und den grossen Erfolg,<lb/>
den Österreich dort erreichte. Er berichtet, dass der Gen.Sekr. <rs type="person" ref="#per__127901">Lennep</rs><lb/>
Österreich gratuliert hat. <rs type="person" ref="#per__97632">Kirchschläger</rs> macht mir gegenüber die Be<lb break="no"/>merkung in "Le Monde" hätte er es anders gelesen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band13_1972-11-20_16">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97543">HEINDL</rs>: Bitte die "Le Monde" zu beschaffen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band13_1972-11-20_17">Bei der Bezirkskonferenz von Margareten werde ich während der Dis<lb break="no"/>kussion, die sehr rege ist, nur von einem Mann, und zwar einem Vor<lb break="no"/>wärts-Arbeiter hart attackiert. Dort hat angeblich die Partei alle<lb/>
Benefizien gestrichen und deshalb ist der Genosse sehr verärgert.<lb/>
Als er endet, hört man vereinzelt Pfui-Rufe von den einzelnen Dele<lb break="no"/>gierten. Ansonsten bewundere ich wieder einmal mehr die Disziplin<lb/>
unserer Genossen, die trotz härtester Attacken in den Dienststellen<lb/>
und Büro und vor allem am Arbeitsplatz unerhörten Angriffen ausge<lb break="no"/>setzt sind und nicht die Gelegenheit nützen, um ein Regierungsmitglied<lb/>
<pb n="13-1399" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band13/13_1972-11-20_1399.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>sofort ebenfalls hart zu attackieren. Natürlich kommt mir hier die Ge<lb break="no"/>legenheit zugute, dass ich darauf hinweisen kann, dass auch im westdeut<lb break="no"/>schen Wahlkampf die CDU-CSU sehr hart die Regierung wegen der Preisent<lb break="no"/>wicklung genommen hat und trotzdem ein so schöner Erfolg der SPD erzielt<lb/>
werden konnte. Für unsere Genossen ist dies tatsächlich eine grosse Hoff<lb break="no"/>nung und ich selbst gestehe ein, ich war ebenfalls über das Ergebnis sehr<lb/>
erstaunt. Ich hätte selbst auch angenommen, dass die innerdeutsche Preis<lb break="no"/>entwicklung sich negativer für die Regierung auswirkt. Wahrscheinlich hat<lb/>
dort aber die Erklärung, dass hundert Millionen DM von der Industrie der<lb/>
Opposition geopfert wurden, um die SPD und die FDP zu bekämpfen, dazu<lb/>
beigetragen, dass die Stimmung wegen der Preise sich mehr gegen die Unter<lb break="no"/>nehmer gerichtet hat als gegen die Regierung. Ich glaube nämlich, dass<lb/>
das entschieden Wichtigste ist, eben den Angriff gegen die Unternehmer<lb/>
und nicht gegen die Regierung in der Öffentlichkeit gerichtet wird.<lb/>
Derzeit versteht es die ÖVP sehr geschickt, uns verantwortlich zu machen.<lb/>
Bei meinem Konzept habe ich seit eh und je die Meinung vertreten, dass<lb/>
wenn man in der Sozialpartnerschaftsebene zusammenarbeitet, wenn also<lb/>
die Handelskammer die Massnahmen, die man jetzt auch mehr oder minder<lb/>
akzeptiert, dass es dann sehr schwer ist für die ÖVP gegen die Regierung<lb/>
allein die Attacke zu führen. Hier hat es die ÖVP furchtbar schwer, die<lb/>
Regierung allein verantwortlich zu machen.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 20.11.1972</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>hs. Notizen zu MR-TO</head>
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            <head>Tagesordnung, 49. Ministerratssitzung, 21.11.1972, Punkte 14 und 15</head>
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            <head>Tagesordnung, 49. Ministerratssitzung, 20.11.1972</head>
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            <head>Nachtrag TO Ministerratssitzung, 20.11.1972</head>
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            <head>hs. Notizen (Nachtrag TO MR-Sitzung Rückseite)</head>
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            <head>Typoskript Meisl betr. SL-Besprechung 21.11.1972</head>
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               <persName type="label">Marsch, Fritz</persName>
               <persName><surname>Marsch</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>SPÖ-Zentralsekr.</occupation>
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               <persName type="label">Lennep, Emile van</persName>
               <persName><surname>Lennep</surname><forename>Emile van</forename></persName>
               <occupation>OECD-Gen.Sekr.</occupation>
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               <persName type="label">Gratz, Leopold</persName>
               <persName><surname>Gratz</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>Unterrichtsminister, Bgm. Wien</occupation>
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               <persName type="label">Reiter, Alfred</persName>
               <persName><surname>Reiter</surname><forename>Alfred</forename></persName>
               <occupation>Kabinettschef Kreisky [ident mit Reiter, C; 3.11.1971 Fredi Reiter
                  genannt]]</occupation>
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               <persName type="label">Karl, Elfriede</persName>
               <persName><surname>Karl</surname><forename>Elfriede</forename></persName>
               <occupation>Sts.</occupation>
               </person>
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               <persName type="label">Hutter, Wolfgang</persName>
               <persName><surname>Hutter</surname><forename>Wolfgang</forename></persName>
               <occupation>Künstler [1971 bei 3000. Aufführung der "Spitzbuben" anwesend; genannt
                  mit Leherb ("von den Künstlern Hutter und Leherb"); Hinweis auf Wolfgang Hutter
                  aus Wikipedia-Artikel zu Leherb, könnte auch falsch sein]</occupation>
               </person>
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               <persName type="label">Gröger, Adolf</persName>
               <persName><surname>Gröger</surname><forename>Adolf</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
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            <person xml:id="per__97326">
               <persName type="label">Bacher, Gerd</persName>
               <persName><surname>Bacher</surname><forename>Gerd</forename></persName>
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               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
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               <persName type="label">Schipper, Hans</persName>
               <persName><surname>Schipper</surname><forename>Hans</forename></persName>
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               <persName type="label">Benya, Anton</persName>
               <persName><surname>Benya</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>ÖGB-Präs., NR-Präs.</occupation>
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