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            <title type="main">Mittwoch, der 22. Dezember 1971</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-12-22_01">Mittwoch, 22. Dezember 1971<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-12-22_02">Im Bundesrat wurde die Aussenhandelsgesetznovelle und die Verlän<lb break="no"/>gerung des Rohstofflenkungsgesetzes beschlossen. Bei beiden Gesetzen<lb/>
war, da es sich um formelle Beschlüsse handelt, kaum anzunehmen, dass<lb/>
eine Diskussion entstehen würde. Trotzdem habe ich mich als erster<lb/>
und einziger Minister bei Beginn im Bundesrat gemeldet. Zu meiner grössten<lb/>
Verwunderung hat dann ÖVP-Abgeordnete Dr. <rs type="person" ref="#per__122904">Heger</rs> beim Aussenhandelsgesetz<lb/>
einen Diskussionsbeitrag geliefert. Er wies auf die Bedeutung des Ex<lb break="no"/>portes hin aber auch auf die preisstabilisierende Wirkung der Importe.<lb/>
Zum Glück war ich anwesend, denn von unseren Leuten hatte sich niemand<lb/>
gemeldet, es war auch wirklich kaum etwas dazu zu sagen, aber ich ergriff<lb/>
dann doch die Gelegenheit, um die Regierungs- und insbesondere die Politik<lb/>
des Handelsministeriums zu diesen Problemen auseinanderzusetzen. Der<lb/>
Bundesrat hat nämlich in den letzten Jahren, selbst die ÖVP hat dies<lb/>
zugegeben, dadurch eine Bedeutung gewonnen, dass viele Regierungsmitglie<lb break="no"/>der immer wieder in dieser Institution erscheinen. Früher war es eine<lb/>
Seltenheit, wenn Minister den Bundesratssitzungen beiwohnten. Ausserdem<lb/>
haben wir ein gutes Solidaritätsprinzip, also ich vertrat von Anfang an<lb/>
gleich einmal den Landwirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs>, nach mir blieb <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> so<lb/>
lange bis der Sozialminister kam und dann hat <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> die Ablöse übernommen.<lb/>
Dadurch ist zumindestens ein Minister immer im Bundesrat anwesend.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-12-22_03">Der Obmann des Rübenbauernbundes <rs type="person" ref="#per__137884">Weiss</rs>, der nö. Rübenbauernobmann, Landes<lb break="no"/>hauptmann <rs type="person" ref="#per__112031">Maurer</rs> und <choice><choice><sic>die</sic><corr>der</corr></choice></choice> oö. Präsidentenkonferenzpräsident <rs type="person" ref="#per__97691">Lehner</rs><lb/>
sprachen bei <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> und mir vor, um eine Zuckerpreiserhöhung zu<lb/>
urgieren. Der Antrag wird jetzt fast schon ein Jahr behandelt, in 12<lb/>
Sitzungen, wie sie sagten, sei aber überhaupt kein Fortschritt zu er<lb break="no"/>zielen. <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> erörterte ihnen, dass die Voraussetzung wäre, dass die<lb/>
Lohnverhandlungen abgeschlossen werden. Die Bauern wiesen darauf hin,<lb/>
dass sie derzeit eine verhältnismässig sehr gute Digestion, nämlich<lb/>
18,1 % in der Rübe haben, durch die Trockenheit bedingt, andererseits<lb/>
aber ist durch die Trockenheit eine wesentlich geringere Rübe in der<lb/>
Menge angefallen. Da die Verrechnung so ist, dass 52 % der Bauern und<lb/>
48 % die Industrie von einer Zuckerpreiserhöhung bekommt, drängen sie<lb/>
auf einen baldigen Abschluss der Zuckerpreisverhandlungen. Das letzte<lb/>
Mal hatten sie 30 Groschen wenigstens bekommen. Dadurch haben sie den<lb/>
Rübenpreis um 1,8 Groschen/kg erhöhen können. Diesmal würden sie, davon<lb/>
bin ich überzeugt, zufrieden sein, wenn sie ebenfalls wieder 30 Groschen<lb/>
<pb n="08-1528" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band08/08_1971-12-22_1528.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>bekommen würden, obwohl ihre Forderung natürlich wesentlich höher<lb/>
ist. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte, es müsste jetzt halt abgewartet werden, bis die<lb/>
Lohnbewegungen abgeschlossen sind und er kenne das Zuckerproblem, da<lb/>
er auch die Zuckerindustrie schon einige Male mit ihm gesprochen hat<lb/>
und dann würden man eine Lösung versuchen. Er erzählte vor allem, dass<lb/>
er vor kurzer Zeit gerade in der Rübenkampagne im Burgenland sein Auto<lb/>
irgendwo hat stehen gelassen und spazieren ging und dann war ein Bauer<lb/>
so lieb und hat ihn mit dem Traktor gerade vom Rübenfeld die Zuckerrübe<lb/>
in die nächste Station bringend, zu seinem Auto gebracht. Bei dieser Ge<lb break="no"/>legenheit sei er von dem Bauern über dieses Problem sehr genau informiert<lb/>
worden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-12-22_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> liebt, ebenso wie ich, das unmittelbare<lb/>
Erlebnis mit einem Problem. Durch den Hinweis auf Besuche, Aussprachen,<lb/>
kommt man von der rein theoretischen Diskussion ab. Ich glaube, wir soll<lb break="no"/>ten uns einen Plan machen, wie wir das systematisch betreiben können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-12-22_05">Bei der letzten Auszeichnung der Bergmänner mit dem Grubenwehrabzeichen<lb/>
war auch ein Vertreter des Graphitbergbaues anwesend. Als ich mit Stichwort<lb/>
über die einzelnen Ausgezeichneten notierte, ging, tatsächlich die<lb/>
die Füllfeder aus. Ich benützte diese Gag gleich um als ich zu dem<lb/>
Graphitarbeiter kam, darauf hinzuweisen, dass dies ein Fingerzeig sein<lb/>
müsse, denn der Graphitbleistift hätte mich nicht im Stich gelassen.<lb/>
Dies dürfte der Bergmann zu Hause erzählt haben, denn die Fa. Graphit<lb break="no"/>bergbau Kaiserberg von Mayr-Melnhof schickte mir nun den Prokuristen<lb/>
mit einem Dutzend übergrossen Bleistiften mit der Widmung: Herrn<lb/>
Minister Dr. <rs type="person" ref="#per__97985">Josef Staribacher</rs>. Wirklich ein sinnvolles Geschenk und vor<lb/>
allem aber für mich ein Beweis, wie solche Gags nicht nur bei einer Rede<lb/>
gut ankommen, sondern wie sich dies auch in Betrieben und Firmen fort<lb break="no"/>pflanzt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-12-22_06">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs>: Vielleicht kannst Du diesen Gag jetzt wieder<lb/>
weiterverkaufen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-12-22_07">Die Wiener Betriebsansiedlungsgesellschaft, Dir. <rs type="person" ref="#per__114117">Mayerhofer</rs>, und Ing.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__115590">Rögelsperger</rs>, der Vertreter der japanischen Wälzlager NTN, erläuterten<lb/>
<rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> und mit den Plan in Österreich eine Investition vorzunehmen. <rs type="person" ref="#per__115590">Rögels<lb break="no"/>perger</rs> möchte jetzt als erste Phase ein Lager in Österreich errichten.<lb/>
In Wirklichkeit benützte er, glaube ich, den Hinweis, dass Investitionen<lb/>
in Österreich getätigt werden können, um ein grösseres Kontingent für<lb/>
Kugellager zu bekommen. Heuer wurde das Kontingent, das sonst nur<lb/>
<pb n="08-1529" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band08/08_1971-12-22_1529.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>200.000 $ beträgt, durch den Importstoss um 75.000 $ erhöht und durch Vor<lb break="no"/>griffe auf das Jahr 1972 noch 15.000 $ freigegeben. <rs type="person" ref="#per__115590">Rögelsperger</rs> hofft nun,<lb/>
dass auch im nächsten Jahr eine so hohe Menge an Kontingent aus Japaneinfuhren<lb/>
zustandekommen wird. Tatsächlich hat <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> 400.000 $ mit den Japanern verein<lb break="no"/>bart, ohne dass wir diese Ziffer sagten, konnte ich ihm ein grösseres<lb/>
Kontingent in Aussicht stellen. Gleichzeit hat ja bekanntlich die Steyr-<lb/>
Werke ganz entschieden gegen eine Kontingenterhöhung protestiert. Die<lb/>
Steyr-Werke haben aber selbst im heurigen Jahr für rd. 45.000 $ Kugellager<lb/>
aus Japan eingeführt. <rs type="person" ref="#per__115590">Rögelsperger</rs> behauptet, dass ca. 50 % der von ihm<lb/>
eingeführten Kugellager im Inland nicht erzeugt werden. Die Hauptver<lb break="no"/>tretung der Japaner in Düsseldorf, dort sitzt auch ein japanischer Chef,<lb/>
<rs type="person" ref="#per__137888">ITANI</rs>, hat nun ein Werk in Deutschland errichtet, das mit Mai 1972 in Be<lb break="no"/>trieb gehen wird. Auf vier Bändern soll ein einziger Typ von Kugellagern er<lb break="no"/>zeugt werden. Er wird ca. 400.000 Stück pro Monat ausstossen und nur<lb/>
16 Mann Belegschaft. Die Investitionen sind irrsinnig hoch, es müssen<lb/>
450.000 DM pro Arbeitskraft investiert werden. Wenn nun <rs type="person" ref="#per__115590">Rögelsperger</rs><lb/>
tatsächlich die Absicht hätte, bei uns in Österreich eine solche Kugel<lb break="no"/>lagerproduktionsstätte zu errichten, hiesse dies, dass er auch nur ein<lb/>
einziger Typ und dies müsste der in Österreich gebräuchlichste sein, von<lb/>
ihnen erzeugt würde. Dies wäre eine sehr harte Konkurrenz gegen die Steyr-<lb/>
Werke. Trotzdem wäre es vom politischen Gesichtspunkt günstig, wenn wir<lb/>
ausser dem Ostwerk Tungsram auch ein japanisches Werk bei uns hätten.<lb/>
Damit könnte ich als Musterbeispiel immer wieder darauf hinweisen,<lb/>
dass nicht nur der Westen bei uns in Österreich investiert, sondern auch<lb/>
der Ferne Osten. Ich bin aber überzeugt, dass es in diesem Fall nur bei<lb/>
einer Lagerstätte bleiben wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-12-22_08">Der Vizeministerpräsident <rs type="person" ref="#per__112952">Baibakow</rs>, der gleichzeitig der Leiter des Gosplanes<lb/>
ist, war auch der Durchreise durch Österreich und Botschafter <rs type="person" ref="#per__137887">Aristow</rs> hatte<lb/>
ersucht, ob wir Opernkarten verschaffen könnten. Da ich keine Gelegen<lb break="no"/>heit hatte, mit <rs type="person" ref="#per__112952">Baibakow</rs> während des Tages zusammenzukommen, nützte<lb/>
ich die Gelegenheit, um in der Oper mit ihm zu diskutieren. Wir versäum<lb break="no"/>ten dadurch fast die ganze Oper, doch das Gespräch war mir wirklich<lb/>
wichtiger. Da der Gosplan, wie ich dem Vizeministerpräsidenten auch<lb/>
auseinandersetzte, für mich die bekannt wichtigste Einrichtung der SU ist,<lb/>
lege ich dem privaten Besuch auch grosse wirtschaftliche Bedeutung bei.<lb/>
Ich bat ihn deshalb auch, er möge, wenn er jetzt nach Moskau zurückkommt,<lb/>
doch unsere Wünsche, nämlich dass wir mehr in die SU exportieren wollen,<lb/>
berücksichtigen. Ich wies ganz besonders auf die schlechte Auftragslage<lb/>
für z.B. die VOITH hin, einen diesbezüglichen Auftrag geben und mit<lb/>
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zu einer interessanten Diskussion. <rs type="person" ref="#per__112952">Baibakow</rs> steht auf dem Standpunkt,<lb/>
sie haben mit den Italiener den Vertrag, dass die mit 1.1.1973 das Gas<lb/>
übernehmen müssen und er würde das internationale Schiedsgericht anrufen.<lb/>
Scheinbar aber haben sie keine Pönaleklausel in dem Verkauf. <rs type="person" ref="#per__112952">Baibakow</rs><lb/>
wies aber darauf hin, dass sie, wenn sie Österreich nicht entsprechend ver<lb break="no"/>tragsmässig mit Gas beliefern, sofort Pönale bezahlen müssen. Ich er<lb break="no"/>suchte ihn, damit wir so schnell wie möglich mit der Verlegung der Rohre<lb/>
beginnen könnten, uns mitzuteilen, wie gross der Anteil des österr. Gases<lb/>
sein könnte, den wir auf dieser Pipeline erhalten könnten. Er meinte, er<lb/>
würde sich mit <rs type="person" ref="#per__137889">Kortunow</rs> jetzt in der CSSR treffen und bei der Rückkunft<lb/>
in die SU würden sie unverzüglich die entsprechenden Regierungsvorträge<lb/>
ausarbeiten lassen. In der SU werden diese Probleme scheinbar im Minister<lb break="no"/>rat beschlossen, denn er meinte, dies müsste dann noch in der Regierung be<lb break="no"/>schlossen werden. Trotz grösster Beschleunigung sei dies sicherlich nicht<lb/>
gleich am Anfang des Jahres zu erwarten. Er empfehle mir deshalb, denn er<lb/>
sieht die Perspektive so, dass man ohne weiters ein Ein-Meter-Rohr ver<lb break="no"/>legen könnte. Letzten Endes würde über diese Leitung auch das jug. Gas<lb/>
geliefert werden und eine grösser dimensionierte Rohrleitung würde mit<lb/>
einem geringeren Druck wesentlich geringere Transportkosten verursachen.<lb/>
Meine Gegenargumentation, dass die ÖMV zuerst wissen muss, wieviel<lb/>
Gas sie von der SU beziehen kann und dass wir doch mit einer Aufstockung der<lb/>
<choice><choice><sic>1?5</sic><corr>?</corr></choice></choice> Mia m³ auf mindestens die doppelte Menge und dann in weitere Folge<lb/>
auf 4,5 Mia. m³ Gasbezug aus der SU rechnen, hat er sehr positiv beurteilt.<lb/>
Allerdings hat er wieder darauf hingewiesen, dass ein diesbezüglicher An<lb break="no"/>schluss eines solchen Vertrages längere Zeit dauern wird. Ähnlich wie<lb/>
<rs type="person" ref="#per__137889">Kortunow</rs> am Samstag, Sonntag, meint auch er, man müsste doch die kaufmänni<lb break="no"/>sche Seit ein bisschen zurückstellen, um technisch jetzt die Voraussetzungen<lb/>
zu schaffen, so schnell wie möglich die Pipelines zu bauen und zwar in der<lb/>
grösstmöglichen Dimension. Die Gaspipeline und der Bezug für sowj. Gas wird<lb/>
uns in den nächsten Monaten und Jahren noch ungeheure Schwierigkeiten be<lb break="no"/>reiten. Die Sowjets sind zwar sicherlich bereit, uns mehr zuliefern und den<lb/>
sowj.-österr. Handel zu verbessern, doch die Tatsache, dass sie uns noch immer<lb/>
für die Nichtabnahme des italienischen Gases mit 1.1.1973 auch für mitschuldig<lb/>
betrachten, konnte ich aus den Ausführungen <rs type="person" ref="#per__112952">Baibakows</rs> heraushören. Der Gen.<lb/>
Direktor <rs type="person" ref="#per__97337">Bauer</rs> von der ÖMV ist nämlich meiner Meinung nach der falschen<lb/>
Auffassung, dass man dies ausschliesslich auf die Italiener abschieben<lb/>
kann. Ich hoffe, dass unsere Betreuung von <rs type="person" ref="#per__137889">Kortunow</rs> und jetzt <rs type="person" ref="#per__112952">Baibakow</rs><lb/>
mit dazu beigetragen haben, dass die sowj. Seite ein bisschen beruhigter<lb/>
und vor allem auf uns nicht mehr so bös ist, als sie sicherlich vor diesem<lb/>
Besuchen gewesen sind.<lb/>
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hätten wir doch wesentlich intensiver <choice><choice><sic>kleiner einzelne</sic><corr>einzelne kleine</corr></choice></choice> Wünsche an dem Gos<lb break="no"/>plan vorbereiten sollen. Hätte ich eine Liste von exakten Wünschen der Fir<lb break="no"/>men gehabt, so wäre es möglich gewesen, sie ihm zu übergeben. Ich bin über<lb break="no"/>zeugt davon, er hätte dann in Moskau die entsprechenden Untersuchungen zu<lb break="no"/>mindestens anstellen lassen, wie man diesen österreichischen Wünschen ge<lb break="no"/>recht werden kann. Da ich eine solche Aufstellung nicht besass, musste ich<lb/>
oder konnte ich nur auf die Aussprachen mit <rs type="person" ref="#per__137070">Karmasin</rs> hinweisen und bitten,<lb/>
dass dessen Vorschläge nach Moskau so schnell wie möglich von Gosplan posi<lb break="no"/>tiv beantwortet und befürwortet werden.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName><surname>Wanke</surname><forename>Otto</forename></persName>
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               <persName type="label">Heger, Hans</persName>
               <persName><surname>Heger</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation>ÖVP-BR-Abg., Sbg.</occupation>
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               <persName type="label">Bauer, Ludwig</persName>
               <persName><surname>Bauer</surname><forename>Ludwig</forename></persName>
               <occupation>GD ÖMV</occupation>
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               <persName type="label">Itani, Shunichi</persName>
               <persName><surname>Itani</surname><forename>Shunichi</forename></persName>
               <occupation>GF NTN Europa Wälzlager GmbH</occupation>
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               <persName><surname>Rösch</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>Innenminister bis 1977, danach Verteidigungsminister</occupation>
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               <persName type="label">Baibakow, Nikolaj K.</persName>
               <persName><surname>Baibakow</surname><forename>Nikolaj K.</forename></persName>
               <occupation>Gosplan-Vorsitzender</occupation>
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               <persName type="label">Aristow, Awerki B.</persName>
               <persName><surname>Aristow</surname><forename>Awerki B.</forename></persName>
               <occupation>sowj. Botsch. 1971-73</occupation>
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               <persName type="label">Meisl, Josef</persName>
               <persName><surname>Meisl</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <persName><surname>Weihs</surname><forename>Oskar</forename></persName>
               <occupation>Landwirtschaftsminister bis 1976</occupation>
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               <persName type="label">Maurer, Andreas</persName>
               <persName><surname>Maurer</surname><forename>Andreas</forename></persName>
               <occupation>nö. LH (ÖVP), AR-Vors. DoKW</occupation>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
               <persName><surname>Kreisky</surname><forename>Bruno</forename></persName>
               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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