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            <title type="main">Donnerstag, der 25. November 1971</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band08_1971-11-25</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_01">Donnerstag 25. November 1971<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_02">Beim Geburtstagsbesuch bei unserem ehemaligen Lebensmittelarbeiter<lb break="no"/>obmann <rs type="person" ref="#per__115639">Berka</rs> fragte ich <rs type="person" ref="#per__97357">Blümel</rs>, was ihn veranlasst hat, bei den<lb/>
Brauereiarbeitern einer 17 %-igen Lohnforderung zuzustimmen. <rs type="person" ref="#per__97357">Blümel</rs><lb/>
meinte, dass die Brauereiarbeiter einen so hohen Prozentsatz an<lb break="no"/>legen mussten, da einige Brauereien bereits 2.– S im Sommer als<lb/>
Überbrückung vereinbart hatten. Die war eine ca. 8–9 %-ige Lohn<lb break="no"/>erhöhung. Wenn nun diese Beträge angerechnet werden, so würde – wenn<lb/>
wir wirklich nur 10–12 % bekommen, dann würde die Bruttolohnerhöhung<lb/>
nur mehr 2–4 % ausmachen. Auf der anderen Seite, wenn die Brauun<lb break="no"/>ternehmer noch die diversen Zulagen und insbesondere die stündige<lb/>
Arbeitszeitverkürzung mit 1.1.1972 dazurechnen und wie sie bereits<lb/>
gesagt haben, auf eine 25 %-ige Lohnerhöhung kommen. Das hysterische<lb/>
Preisgeschrei der ÖVP und die letzten Endes auch der Unternehmer<lb break="no"/>vereinigungen hat nun dazu geführt, dass die Gewerkschaften – bei<lb/>
uns werden die Lohnerhöhungen ausschliesslich in den Gruppen be<lb break="no"/>schlossen, wesentlich höhere Ansätze anlegen als dies bei einer ähnli<lb break="no"/>chen Preisentwicklung in der Vergangenheit der Fall gewesen ist.<lb/>
Auch die Handelsarbeiter glaubten, sie müssten unbedingt 17 %<lb/>
Forderung stellen. Da diese Forderung bereits nach einem Jahr be<lb break="no"/>reits gestellt wurde, ist die Brauereiforderung sicherlich nicht als<lb/>
zu hoch zu betrachten. Andererseits aber haben die Handelsarbeiter<lb/>
mit 10 % dann abschliessen müssen. Auch ich habe gegenüber dem<lb/>
Schwechater Betriebsratsobmann NR <rs type="person" ref="#per__98016">Tonn</rs> und dem Gruppensekretär <rs type="person" ref="#per__126872">Macho</rs><lb/>
meine Bedenken geäussert, dass sie eine solche 18 %-ige Forderung<lb/>
kaum durchsetzen werden. <rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs> erzählte mir, dass der <choice><choice><sic>Finanzminister</sic><corr>Finanzwissenschafter</corr></choice></choice>,<lb/>
nämlich <rs type="person" ref="#per__115683">Egon Matzner</rs>, der bei ihm arbeitet und sicherlich in seinem<lb/>
Einverständnis – überall versucht die Gewerkschaften davon zu über<lb break="no"/>zeugen, dass kräftige Lohnerhöhungen notwendig sind. <rs type="person" ref="#per__97676">Lachs</rs> meint,<lb/>
damit könnte sich der Finanzminister sein Budget sanieren und tat<lb break="no"/>sächlich die exorbitanten Lohnsteuereinnahmen erhalten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_03">Das Institut für Gesellschaftspolitik hat <choice><choice><sic>Ing</sic><corr>Prof.?</corr></choice></choice>. <rs type="person" ref="#per__138945">Weisser</rs>, einen<lb/>
Professor aus Göttingen, der dort ebenfalls ein solches Institut<lb/>
leitet, zu einem Vortrag über Ideologie eingeladen. Als Korreferenten<lb/>
waren Prof. <rs type="person" ref="#per__123811">Leser</rs> aus Salzburg, Prof. <rs type="person" ref="#per__97419">Ermacora</rs> und der ehemalige<lb/>
Unterrichtsminister <rs type="person" ref="#per__134045">Drimmel</rs> sowie von der Industriellenvereinigung<lb/>
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mitwirkt hat er seine Zusage wieder zurückgenommen. Ich weiss<lb/>
nicht, was diese beiden Männer so verfeindet hat, dass sie sich<lb/>
nicht einmal mehr gemeinsam an einen Tisch setzen. Die Veran<lb break="no"/>staltung hat – ich konnte leider nicht die ganze Zeit über anwesend<lb/>
sein – aber unter einem gelitten, dass nämlich <rs type="person" ref="#per__138945">Weisser</rs> verhältnis<lb break="no"/>mässig doch schon verhältnismässig für einen temperamentvollen Vor<lb break="no"/>trag zu alt ist. Für <rs type="person" ref="#per__134045">Drimmel</rs> war unser ideologischer Paradechrist<lb/>
<rs type="person" ref="#per__138946">Massiczek</rs> eingesprungen. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> hat seinerzeit <rs type="person" ref="#per__138945">Weisser</rs> in Göttingen<lb/>
besucht, wo er noch 17 Assistenten beschäftigte. Jetzt hat <rs type="person" ref="#per__97627">Kienzl</rs><lb/>
in einem kleineren Kreis die Bemerkungen fallen gelassen, er hätte<lb/>
uns können sagen, dass <rs type="person" ref="#per__138945">Weisser</rs> bereits für einen solchen Vortrag nicht<lb/>
mehr in Frage käme.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_04">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Vielleicht muss man wirklich, bevor man einen<lb/>
solchen Vortrag startet und vor allem einmal Korreferenten dafür ge<lb break="no"/>winnt, versuchen herauszubringen, wer miteinander <choice><choice><sic>so</sic><corr>?</corr></choice></choice> zerstritten ist,<lb/>
dass er gar nicht mehr diskutieren will resp. ob alle Referenten über<lb break="no"/>haupt noch imstande sind eine solche Anforderung zu erfüllen. Die Fo<lb break="no"/>tografin von der Wochenpresse war extra gekommen, weil sie gehofft<lb/>
hat, ein Bild von <rs type="person" ref="#per__123811">Leser</rs>, <rs type="person" ref="#per__97419">Ermacora</rs> und <rs type="person" ref="#per__134045">Drimmel</rs> und die anderen Referen<lb break="no"/>ten vereint auf die Platte fixieren zu können. <rs type="person" ref="#per__97419">Ermacora</rs> hat sich ent<lb break="no"/>schuldigen müssen, weil er im Ausland weilt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_05">Prof. <rs type="person" ref="#per__138945">Weisser</rs> hat mich beim Mittagessen ersucht, da er keine Ge<lb break="no"/>legenheit hatte, mehr mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> diesmal zu sprechen, folgendes<lb/>
auszurichten: <rs type="person" ref="#per__138945">Weisser</rs> hätte mit Bundeskanzler <rs type="person" ref="#per__114110">Brandt</rs> vereinbart,<lb/>
ich nehme an, <rs type="person" ref="#per__138945">Weisser</rs> hat ihm irgendwann einmal so etwas vorge<lb break="no"/>schlagen und <rs type="person" ref="#per__114110">Brandt</rs> hat nicht widersprochen, dass in der BRD eine<lb/>
Diskussion über die Grundwerte der soz. Ideologie gemacht werden<lb/>
soll. <rs type="person" ref="#per__114110">Brandt</rs> hätte nun die Idee gehabt, dass auch Österreich und<lb/>
Schweden sich an einer solchen Diskussion beteiligen sollten.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__138945">Weisser</rs> will nun, wie seinerzeit im Godesberger Programm die ideolo<lb break="no"/>gische Arbeit leisten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_06">Mit <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> hatte ich eine Besprechung wegen der Preisregelung,<lb/>
wo ich ihm diesen Wunsch auch mitteilte und <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> sofort erklärte,<lb/>
wir werden uns nicht die Zores, die die BRD und insbesondere<lb/>
die SPD dort hat, nach Österreich importieren. Betreffend die<lb/>
Preisregelung hat die ÖVP nur im Ausschuss nicht aufgepasst und<lb/>
deshalb wurde – nachdem sie den Artikel 1 mit einer Verfassungs<lb break="no"/>bestimmung zugestimmt hatte – sie hofften nämlich, dass dann nur<lb/>
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kommen wird, hat dann aber den Artikel 2 und 3 abgelehnt,<lb/>
die aber mit Mehrheit der Sozialisten beschlossen werden konnten,<lb/>
und so eigentlich den Preisregelungsvorschlag vom <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> zugestimmt.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> wird nun mit <rs type="person" ref="#per__97647">Koren</rs> zu verhandeln haben, wie die ÖVP dann<lb/>
im Plenum über diese Klippe hinwegkommt und ohne dass dies gesamte<lb/>
Preisregelung ausläuft, da er nicht die Meinung von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> teilt,<lb/>
dass die ÖVP, wenn man ihr sagt, dass sie die Marktordnungsgesetze<lb/>
dann nicht bekommt, letzten Endes unserem Vorschlag zustimmen wird.<lb/>
Ich bin überzeugt, dass im Laufe der Verhandlungen, die wir<lb/>
nächstes Jahr führen werden, wenn das grosse Kompetenzgesetz be<lb break="no"/>schlossen ist und ich dann die gesamte Preisreglung habe, werde<lb/>
ich umso stärker gegenüber der Handelskammer als Verhandlungspartner<lb/>
auftreten können, dass es uns dann gelingen wird, eine vernünftige<lb/>
Regelung des Preisgesetze herbeizuführen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_07">Im Parteivorstand hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> berichtet, dass er mit der FPÖ die In<lb break="no"/>formationsgespräche aufgenommen hat und dass <rs type="person" ref="#per__97807">Peter</rs> einige Partei<lb break="no"/>freunde mitgenommen hat. Die ÖVP dagegen hat <rs type="person" ref="#per__97917">Schleinzer</rs> sich<lb/>
ausbedungen, wird nur durch ihn allein repräsentiert, d.h.<lb/>
er allein wird Besprechungen mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> führen. Diese Vorgangs<lb break="no"/>weise hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sehr gepasst, denn er ist überzeugt davon, dass<lb/>
dies innerhalb der ÖVP nur zu weiteren Spannungen führen wird.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97647">Koren</rs> möchte hier nicht vollkommen ausgeschaltet sein und wird<lb/>
deshalb nicht ruhen, bis er nicht doch entweder bei diesen<lb/>
Informationsgesprächen dabei ist oder zumindestens innerhalb<lb/>
der ÖVP eine solche Vorgangsweise sicherlich entsprechend kritisiert<lb/>
Ich verstehe diese Vorgangsweise von <rs type="person" ref="#per__97917">Schleinzer</rs> wirklich nicht, denn<lb/>
er wird ja in die grösste Verlegenheit kommen, wenn er nur unter<lb/>
vier Augen mit <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> verhandelt, wenn es einmal und das ist<lb/>
nicht zu vermeiden differenten Auffassungen über ihre Aussprache<lb/>
gibt, dann überhaupt keinen Zeugen führen kann. Zu den ÖIAG-<lb/>
Verhandlungen – es wurden einige neue Aufsichtsräte bestellt –<lb/>
berichtet <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, dass er hofft, dass <rs type="person" ref="#per__97470">Geist</rs> sich durchsetzen<lb/>
wird. Der derzeitige Direktor, der auch der Finanzreferat bis<lb/>
jetzt hatte, <rs type="person" ref="#per__135129">Trkal</rs>, wird das Finanzreferat auf Gen.Dir. <rs type="person" ref="#per__97470">Geist</rs><lb/>
abgeben müssen. Im Aufsichtsrat wird es deshalb – wo die SPÖ<lb/>
derzeit allerdings die Mehrheit hat – zu seiner geheimen Ab<lb break="no"/>stimmung über diese Geschäftseinteilungsänderung kommen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_08"><rs type="person" ref="#per__135129">Trkal</rs> hat seinerzeit einen grossen Fehler begangen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
hat ihn zu einer Aussprache gebeten und er hat vielleicht<lb/>
aus Versehen, vielleicht aber wirklich aus politischer<lb/>
Gegnerschaft erklärt, dies sei nicht sein Ressort und er<lb/>
hätte deshalb keinen Grund oder keine Zeit, daran teilzunehmen.<lb/>
Selbst wenn dies sachlich richtig gewesen wäre, war es ein<lb/>
Wahnsinn und es hätte sich sicher auch kein anderer<lb/>
Bundeskanzler eine solche Brüskierung gefallen lassen.<lb/>
Trotzdem würde ich solche persönlichen Gründe nicht so<lb/>
stark in den Vordergrund stellen, wenn ich Sachentscheidungen<lb/>
zu treffen hätte. Für mich steht es nämlich fest, dass in einem<lb/>
solchen Fall – ob er Gegner oder Freund ist – eine ungeheure<lb/>
Verbitterung und zuletzt vielleicht sogar ein Hass zurückbleibt.<lb/>
Andererseits natürlich ist es wahrscheinlich richtig, dass man<lb/>
solche Sachen nicht durchgehen lassen darf und der Betreffende<lb/>
hat dann zumindestens in der Öffentlichkeit einen Grossteil<lb/>
der Schuld der Änderung wirklich auf sich zu nehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_09">Wegen der Affäre <rs type="person" ref="#per__138947">Ellinger</rs> meinte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, dass er z.B. anders<lb/>
gehandelt hätte, wenn man ihn, der sogar dafür zuständig gewesen<lb/>
wäre, gefragt hätte. Die Kaltstellung <rs type="person" ref="#per__138947">Ellingers</rs> verstösst, so<lb/>
fürchtet er, gegen das Beamtenschutzgesetz und <rs type="person" ref="#per__108224">Lütgendorf</rs><lb/>
wird den Kürzeren ziehen. Hätte er dagegen die Agenden von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__138947">Ellinger</rs> an sein Ministerbüro delegiert, so hätte überhaupt<lb/>
dagegen niemand etwas sagen können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_10">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Ich glaube, wir sollten aus diesem Fall ler<lb break="no"/>nen und auch bei unseren Entscheidungen behutsamer und vorsichti<lb break="no"/>ger vorgehen, damit uns nicht ebenfalls die Personalvertretung<lb/>
oder gar der Betreffende bei einem Höchstgericht unsere Vorgangs<lb break="no"/>weise konterkariert.<lb/>
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vom Wifi sprachen mit uns die Möglichkeit durch, wie wir 16 Mill. S<lb/>
der Industrieförderung für eine Patentverwertungsgesellschaft<lb/>
zielführend gemeinsam angehen könnten. Da ich die Industriellen<lb break="no"/>vereinigung ebenfalls einschalten möchte, habe ich <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> zwar<lb/>
als erstes gebeten und ihm erklärt, ich möchte doch über ihn und<lb/>
mit ihm eine Gesellschaft oder einen Verein gründen, wo durch<lb/>
gleiche finanzielle Beteiligung der Bundeskammer die 8 Mill.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_12">resp. von der Industriellenvereinigung die weiteren 8 Mill. für<lb/>
nächsten Jahr aufgebracht werden müssten. Dieser Betrag bleibt über,<lb/>
selbst dann, wenn wir den Wifis 6,5 Mill. S so wie im Vorjahr zuwei<lb break="no"/>sen, damit würde übrigens auch das BfI 1,3 Mill. S bekommen.<lb/>
Über die Beschwerde vom BfI, dass sie den Schlüssel derzeit nicht<lb/>
mehr als zeitgemäss anerkennt und über die Telefondiskussion,<lb/>
die ich mit <rs type="person" ref="#per__138948">Eksl</rs> diesbezüglich hatte, habe ich <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> informiert.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> selbst meinte, dass das BfI auch von ihnen immer wieder<lb/>
dieselben Subventionen erwartet, die sie seinerzeit vom ÖGB<lb/>
in der Grössenordnung von einer halben Million fast bekommen haben,<lb/>
wo das Handelsministerium keinen einzigen Groschen dafür ihnen zuge<lb break="no"/>wiesen hat. <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> meinte, er wird mit <rs type="person" ref="#per__138948">Eksl</rs> darüber reden müssen,<lb/>
damit die nicht glauben, sie können das Geld jetzt so aus dem Vollen<lb/>
beim Fenster hinausschmeissen. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> versuchte noch von <rs type="person" ref="#per__137215">Hecke</rs> zu<lb/>
erfahren, ob sie irgendwelche Projekte hätten, die von uns subventioniert<lb/>
werden könnten. Zu meiner grössten Verwunderung haben sie auch<lb/>
nichts anderes gehabt, als gegebenenfalls für Fulpmes, wo wir<lb/>
500.000 S für die Raumplanung zur Verfügung gestellt haben, eventuell<lb/>
noch für die Feinplanung, wie <rs type="person" ref="#per__137215">Hecke</rs> dies bezeichnet, ein höherer<lb/>
Betrag zur Verfügung gestellt werden soll. Den Wunsch der Fulpmeser,<lb/>
ihnen zu den 22 Mill. S <choice><choice><sic>Ausiedlungsprojekt</sic><corr>?</corr></choice></choice>, mindestens 12 Mill. in<lb/>
Dreijahresraten zur Verfügung zu stellen, wurde nicht einmal von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> ernst genommen. Er meinte und teilt damit vollkommen meine<lb/>
Auffassung, dass solche Unterstützungen in dieser Grössenordnung<lb/>
und für Einzelbetriebe oder Genossenschaften auch von seinem Stand<lb break="no"/>punkt vollkommen abgelehnt werden muss. Er sieht vielleicht darinnen<lb/>
eine dirigistische Möglichkeit des Handelsministeriums, ich selbst<lb/>
glaube, dass niemand im Stand ist, im Haus eine wirkliche Selektion<lb/>
von Ansuchen nach einem objektiven Gesichtspunkt vorzunehmen. In<lb/>
den vergangenen Jahren hat mir <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> bestätigt, wurde deshalb<lb/>
von den Handelsministern der eine oder der andere Betrieb durch<lb/>
eine solche Subvention gefördert und niemand hat eigentlich eine<lb/>
objektive Richtlinie darin erblicken können. Da <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> erklärte,<lb/>
dass sie seinerzeit, als sie selbst eine solche Patentverwertungs<lb break="no"/>gesellschaft gründen wollten, letzten Endes ganz ganz grosse Be<lb break="no"/>denken dagegen gehabt haben, wird er den ganzen Akt uns herüberschicken<lb/>
und hat auch gebeten, dass <rs type="person" ref="#per__137215">Hecke</rs> die positiven Berichterstattungen<lb/>
der damaligen Zeit ebenfalls in unseren Akten nachlesen kann. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs><lb/>
und <rs type="person" ref="#per__137215">Hecke</rs> wurden ersucht, womöglich ein gemeinsames Projekt auszu<lb break="no"/>arbeiten. Da mir <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> bei der Parteivorstandsitzung gesagt hat,<lb/>
<pb n="08-1400" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band08/08_1971-11-25_1400.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>dass er heute einen diesbezüglichen Akt über dieses Problem<lb/>
unterschrieben hat, habe ich sehr <choice><choice><sic>langiert</sic><corr>largiert?</corr></choice></choice>, da ich dies Er<lb break="no"/>mächtigung des Finanzministers, wie wir das Geld ausgeben,<lb/>
können, noch nicht gewußt habe und niemand im Haus dies mehr<lb/>
feststellen konnte.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_13"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> erzählte mir dann unter vier Augen, daß sie seinerzeit<lb/>
das Dienstnehmerschutzgesetz der Frau Sozialminister <rs type="person" ref="#per__117613">Rehor</rs> ab<lb break="no"/>gelehnt haben. Damals hatten sie noch die Absicht, und auch ge<lb break="no"/>hofft, daß dieses Problem immer in der Gewerbeordnung geregelt<lb/>
wird und damit dem Handelsminister untersteht. Ich habe aller<lb break="no"/>dings schon seinerzeit bei der Regierungsübernahme <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> nicht<lb/>
im unklaren gelassen, daß wir eine saubere Trennung zwischen<lb/>
Arbeitnehmerschutz oder überhaupt sozialpolitische Belange und<lb/>
Gewerberecht durchführen und deshalb dieses Problem von uns aus<lb/>
nur beim Sozialminister mehr ressortieren wird. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> hat dies<lb/>
vielleicht nicht allzu ernst genommen und war daher sehr über<lb break="no"/>rascht, daß jetzt im Parlament ein Dienstnehmerschutzgesetz<lb/>
liegt, welches nun zur Verhandlung ansteht. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> möchte nun<lb/>
auf Sozial- oder Wirtschaftspartnerebene noch einmal dieses<lb/>
Problem durchbesprechen und hat mich ersucht ich sollte <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs><lb/>
ersuchen, daß eine solche Aussprache möglich wäre. Er selbst hätte<lb/>
bereits einen Brief an den Gewerkschaftsbund gerichtet, wo dieses<lb/>
Verlangen ebenfalls von der Handelskammer gestellt wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_14">Die Bestellung eines Geschäftsführers im Verein für Konsumenten<lb break="no"/>information ist eine reine Angelegenheit der Arbeitnehmerseite,<lb/>
d.h. die Arbeiterkammer kann so <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs>, jeden Mann dafür nominieren<lb/>
wenn den sie für zweckmäßig hält. Seine Leute teilen ihm nun aber<lb/>
mit, daß, wenn <rs type="person" ref="#per__134822">Reichard</rs> Geschäftsführer werden würde, die Zusammen<lb break="no"/>arbeit sehr leiden könnte. Ich erklärte <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> sofort, daß dafür<lb/>
ausschließlich die Arbeiterkammer und der Gewerkschaftsbund zu<lb break="no"/>ständig seien. Ich selbst habe dort keine Funktion mehr und würde<lb/>
auch in die Personalpolitik nicht eingreifen. Da ich aber wußte,<lb/>
daß <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> nicht einmal wenn sie dieses Problem ebenfalls ein<lb break="no"/>mal angesprochen <choice><choice><sic>hatte</sic><corr>?</corr></choice></choice> und meinte, er stünde jetzt vor einer<lb/>
sehr schweren Entscheidung und wüßte nicht, wen er eigentlich für<lb/>
diesen Posten vorsehen soll, verwies ich ihn auf <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs>.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_15"><rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> war sehr erstaunt über die Beschlüsse im Verfassungsausschuß<lb/>
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daß dieses Plenum noch ausgebügelt werden kann. Andererseits aber<lb/>
habe ich ihm zu verstehen gegeben, daß wir doch im Vorjahr monate<lb break="no"/>lang verhandelt haben, ohne daß wir dann zu einem endgültigen Er<lb break="no"/>gebnis kommen konnten und daß deshalb doch auf diesem Sektor unter<lb/>
allen Umständen etwas geschehen muß. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> hat mir hier recht ge<lb break="no"/>geben und ich habe das Gefühl, daß wir, wenn ich die große Kompetenz<lb/>
habe, und mit ihm dann Verhandlungen führen werde, zu einer Änderung<lb/>
des Preistreibereigesetz, des Preisregelungsgesetzes einvernehmlich<lb/>
kommen werden. Die Überlegung die <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> anstellt und scheinbar<lb/>
auch die ÖVP, daß in der 2. Lesung, welche nun im Plenum zur Ab<lb break="no"/>stimmung kommen wird, sie ähnlich vorgehen werden wie im Ausschuß,<lb/>
dann aber in der 3. Lesung, wenn wir wirklich auf die Verschärfung<lb/>
Wert legen und diese beschließen werden, dann das Gesetz in der<lb/>
3. Lesung abzulehnen, meinte <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs>, würde nicht gehen. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> ist<lb/>
der Meinung, daß in der 3. Lesung, da es sich hier nicht um ein<lb/>
Verfassungsgesetz sondern nur um eine Verfassungsbestimmung han<lb break="no"/>delt, eine einfache Mehrheit dann vollkommen genügt. Ich war sehr<lb/>
versucht <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> auf diese taktische Frage hinzuweisen. Da aber<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> scheinbar die Absicht hat dieses Überraschungsmoment noch<lb/>
immer für sich zu behalten, habe ich aus reinster Parteidisziplin<lb/>
damit ja einmal niemand sagen kann ich hätte also mit der Handels<lb break="no"/>kammer konspiriert, diesen Hinweis unterlassen. Wenn allerdings<lb/>
dann vielleicht wirklich dieses unzulängliche Preisregelungsgesetz<lb/>
mit der Verschärfung beschlossen wird, werde ich mir ewige Vorwürfe<lb/>
machen, daß ich dies nicht doch durch eine Indiskretion verändert<lb/>
habe. Ich habe nämlich angenommen, daß <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> doch im Laufe der Ver<lb break="no"/>handlungen im Ausschuß seinen Wunsch ebenfalls noch in Form eines<lb/>
Initiativantrages durchbringt, was nämlich die Stimmung, daß der<lb/>
§ 3a nur für die marktbeherrschenden Unternehmungen und ganze<lb/>
Branchen angewendet werden kann, herausgestrichen wird. Bei einem<lb/>
solchen Fall hätte das Preisregelungsgesetz vielleicht eine kleine<lb/>
Handhabe gegeben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_16">Bei der <rs type="person" ref="#per__98043">Waldbrunner</rs>-Feier, an der auch <rs type="person" ref="#per__97607">Jonas</rs> sogar teilgenommen<lb/>
hat, hatte ich Gelegenheit <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> über den Wunsch von <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs><lb/>
zu informieren und <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> hat volles Verständnis mir gegenüber und<lb/>
eine diesbezügliche Aussprache auch zugesagt. <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> wurde so<lb break="no"/><pb n="08-1402" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band08/08_1971-11-25_1402.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>gar von <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> telefonisch gerade zu diesem Zeitpunkt ebenfalls<lb/>
ersucht, er möge sich dafür einsetzen, daß eine solche Besprechung<lb/>
zwischen den Wirtschaftspartner und dem Sozialminister zustande<lb/>
kommen soll. Welche die Bedenken von <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> wegen des Geschäfts<lb break="no"/>führers im Verein für Konsumenteninformation habe ich <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs><lb/>
allerdings auch keinen anderen Vorschlag machen können, als daß<lb/>
er vielleicht doch einmal mit <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> eine diesbezügliche Besprechung<lb/>
abhält.<lb/>
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einen größeren Geldbetrag bekommen, den er aber nicht für die<lb/>
Studentenheime verwenden will, sondern wie er sich ausgedrückt<lb/>
hat, um Arbeiterkindern für die jetzt durch die Studienbeihilfe<lb/>
und die Studentenheime schon wirklich eine Möglichkeit des Stu<lb break="no"/>diums gegeben ist, auf einem anderen Weg zu helfen. Wir haben bei<lb/>
uns im 3. Bezirk vor etlichen Jahren als 1. bei einem Lernklub<lb/>
für die Mittelschüler aufgemacht. Da nun dieser Klub in große<lb/>
finanzielle Bedrängnis bekommen ist, es melden sich, vielleicht<lb/>
weil es auch zu teuer ist, zu wenig Schüler, müßte dieser Klub einge<lb break="no"/>stellt werden. <rs type="person" ref="#per__98043">Waldbrunner</rs> hat mir dann erklärt, er hat Ohren um<lb/>
zu hören und deshalb sich vorgenommen, diese Lernklubs zu unter<lb break="no"/>stützen, denn er weiß, wie er jung war, wie schwer es gewesen, bei einem<lb/>
Arbeiterkind zu Hause eine Unterstützung zu bekommen. Heute ist<lb/>
dies genausowenig möglich, da die Familien von Arbeitern nicht die<lb/>
entsprechenden fachlichen Gespräche mit ihren Söhnen oder<lb/>
Töchtern führen können. <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> erzählte mir, wo er Obmann<lb/>
des Elternrates, nämlich in der Radetzkyschule ist, ein Lehrer<lb/>
eine Mutter gefragt hat ob sie im Stande ist das Kind zuhause durch<lb/>
Unterricht von ihr selbst zu unterstützen. Da dies verneint wurde<lb/>
fragte er, ob sie eine Unterrichtshilfe sich leisten könne. Da auch<lb/>
dies verneint wurde, meinte der Professor, dann sei es besser,<lb/>
wenn er die Schule <choice><choice><sic>verließt</sic><corr>verläßt?</corr></choice></choice>. <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> hat dies natürlich sofort abge<lb break="no"/>stellt, aber es zeigt deutlich, wie sehr man hier doch noch neue<lb/>
Wege beschreiten muß, um Arbeiterkindern ein Studium auch tatsächlich<lb/>
zu ermöglichen. Ich muß sagen, dies hat mir von <rs type="person" ref="#per__98043">Waldbrunner</rs> be<lb break="no"/>sonders gefallen, daß er hier wirklich einen neuen Weg, den er gar<lb/>
nicht selbst entriert hat, so kräftig unterstützen wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_18"><rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat wieder eine phantastische Würdigung von <rs type="person" ref="#per__98043">Waldbrunner</rs><lb/>
gebracht. Da aber dies aufgesetzt hat nehme ich an, daß es auch<lb/>
in einem Organ in der Arbeiterzeitung erscheinen wird. Normaler<lb break="no"/>weise spricht <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> nämlich in solchen Fällen frei. Als Politiker<lb/>
schätze ich <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> trotz vieler verschiedenen Auffassungen hoch<lb/>
ein. Mir ist nur vollkommen unerklärlich, für wie er noch die Zeit<lb/>
aufbringt, solche Reden insbesondere die betreffenden Zitate zu<lb/>
wissen oder herauszusuchen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-25_19">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__97646">KOPPE</rs><lb/>
Erkläre mir dies bitte.<lb/>
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                  Verteidigungsministerium [1971 von Lütgendorf entlassen, musste wieder eingesetzt
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               <persName type="label">Leser, Norbert</persName>
               <persName><surname>Leser</surname><forename>Norbert</forename></persName>
               <occupation>Politologe, Sozialphilosoph</occupation>
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               <persName type="label">Hecke, Klaus</persName>
               <persName><surname>Hecke</surname><forename>Klaus</forename></persName>
               <occupation>Leiter wirtschaftspolit. Abt. HK [1971 zuerst in einer Enquete; im Juni
                  1971 als Referent und Verantwortlicher f. Statistik und Wirtsch.pol. nach Klose
                  bez.]</occupation>
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               <persName type="label">Ermacora, Felix</persName>
               <persName><surname>Ermacora</surname><forename>Felix</forename></persName>
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               <persName type="label">Kreisky, Bruno</persName>
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               <persName type="label">Salzbrunn, Herbert</persName>
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