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            <title type="main">Mittwoch, der  3. November 1971</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_01">Mittwoch, 3. November 1971<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_02">Der Wirtschafts- und Währungspolitische Ausschuss hat sich in der<lb/>
Zeit der US-surcharge-Einführung sehr bewährt. Damals wurde im<lb/>
Handelsministerium ad hoc das Finanzministerium, Aussenministerium,<lb/>
Innenministerium und vor allem die Interessenvertretungen zusammen<lb break="no"/>gerufen, um Massnahmen zu besprechen, resp. zumindestens über die<lb/>
Informationen, die man von Amerika bekam, zu diskutieren. <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> hat<lb/>
nun in der Zwischenzeit mit Min.Rat <rs type="person" ref="#per__137296">Heller</rs> die Details über eine<lb/>
Fortführung dieses Ausschusses besprochen. Min.Rat <rs type="person" ref="#per__137296">Heller</rs> war einver<lb break="no"/>standen, dass dieser Ausschuss bei uns weitergeführt wird und musste –<lb/>
wie <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> sagte – mehr oder minder gezwungen werden, dass er gegebenen<lb break="no"/>falls auch den Vorsitz übernehmen wird. Der grösste Teil der Tagesord<lb break="no"/>nungen, die in Hinkunft dort abgewickelt werden, fallen eigentlich in<lb/>
die Kompetenz des Finanzministeriums, und ich hatte Angst und habe sie<lb/>
noch immer, dass früher oder später die Ministerialbürokratie in der<lb/>
Himmelpfortgasse wird feststellen, dass dies eigentlich ihre allei<lb break="no"/>nige Kompetenz ist und sie auch für den Ausschuss zuständig wären.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__137296">Heller</rs> hat sich nun bereit erklärt, dass aber bei uns diese Arbeit<lb/>
geleistet werden soll. Ich habe mir deshalb vorgenommen an den<lb/>
Sitzungen dieses Ausschusses teilzunehmen. Leider ist die Minister<lb break="no"/>ratsvorbesprechung dazwischengekommen, sodass ich nur einleitend<lb/>
auf die Bedeutung des Ausschusses hinweisen konnte und dann, was<lb/>
die zwei Tagesordnungspunkte betrifft: Schillingfakturierung und<lb/>
dänische Importabgabe, grundsätzliche Erklärungen abzugeben. Bezüglich<lb/>
der Schillingfakturierung äusserte ich mich sehr positiv, d.h. ich<lb/>
wies darauf hin, dass dies eigentlich von allen Staaten heute weitest<lb break="no"/>gehend akzeptiert ist und selbst die Sowjetunion sich mit der Zeit<lb/>
wird durchringen. Vielleicht sollten wir mit <rs type="person" ref="#per__137169">Moskovics</rs> einmal<lb/>
Besprechungen führen, damit wir erfahren können, was die Exporteure,<lb/>
resp. die Transiteure erwarten können. <rs type="person" ref="#per__137169">Moskowitsch</rs> hatte ich am Welt<lb break="no"/>spartag in der Raiffeisenkasse getroffen und er hat gesagt, er möchte<lb/>
sowieso in der nächsten Zeit einen Termin bei mir haben.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_03">Anmerkung für <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs>: Bitte diesbezügliche Vorbesprechungen mit <rs type="person" ref="#per__137169">Moskovics</rs><lb/>
einleiten.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_04">Die dänische Importabgabe wird im Rahmen der EFTA-Tagung in Genf<lb/>
zur Sprache gebracht und ich konnte gleich mitteilen, dass ich an<lb/>
dieser Sitzung teilnehmen werde. Falls parlamentsmässig irgendetwas da<lb break="no"/>zwischenkommen sollte, dann habe ich zumindestens in aller Öffent<lb break="no"/>lichkeit und vor den zuständigen Interessensvertretungen meine Ab<lb break="no"/>sicht bekundet, nach Genf zu fahren. Ganz besonders wies ich aber auf<lb/>
die gute Zusammenarbeit zwischen den Ministerien hin. Ich erklärte, dass<lb/>
es hier keinen Kompetenzkonflikt gebe, was sehr erfreulich und sicher<lb break="no"/>lich gegenüber der vorhergehenden Zeit ein Novum darstellt und dass<lb/>
dies auch die Auffassung der Minister sei. Ich bin wirklich überzeugt,<lb/>
dass sowohl <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> als auch ich uns sehr wenig um die Kompetenzabgren<lb break="no"/>zung kümmern, solange die beiden Bürokratien uns nicht gegenseitig<lb/>
ein Problem servieren, wo sie unbedingt an einer Kompetenzentscheidung<lb/>
verlangen. Wichtig ist andererseits, dass immer wieder, ich habe dies<lb/>
z.B. bei der Studie über die industriepolitische Sektion, klar und<lb/>
deutlich gesehen, von unserer Seite die Kompetenz von anderen Mini<lb break="no"/>sterien, insbesondere vom Finanzministerium, abgeknabbert wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_05">Über das Kompetenzproblem hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> auch mir einen Brief ge<lb break="no"/>schrieben, wo er sich bitter beschwert, dass über das grosse Kompetenz<lb break="no"/>gesetz auf Ministerebene bereits Einigung erzielt und jetzt bei der<lb/>
Stellungnahme der einzelnen Ministerien die Vereinbarung wieder ange<lb break="no"/>knabbert wird. Leider gehöre ich auch in den Kreis derjenigen und<lb/>
insbesondere <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> hat – wie mir <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> versicherte – seiner<lb/>
Bürokratie hier freien Lauf gelassen. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> sagt jetzt, wir haben<lb/>
in diesem Brief, den ich persönlich unterschrieben habe, nur verlangt,<lb/>
Klarstellungen, resp. ganz unbedeutende Änderungen, die sich auf Grund<lb/>
von genauen Begutachtungen der Gesetzesstellen ergeben haben. Selbst<lb/>
wenn dies das Fall ist, kann jetzt mit Recht der Eindruck entstehen,<lb/>
dass doch die Bürokratie sich bei uns durchgesetzt hat und damit eigent<lb break="no"/>lich die politische Willensbildung auch in unserem Hause sich nicht rest<lb break="no"/>los durchsetzt. Ich habe zwar <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> in einer launigen Weise auf die<lb/>
Fehlinterpretation unserer Stellungnahme aufmerksam gemacht und vorge<lb break="no"/>worfen, er hätte den Brief von <rs type="person" ref="#per__97700">Loebenstein</rs> Verfassungsdienst unter<lb break="no"/>schrieben, ohne ihn im Detail genau zu lesen. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> war sich nicht<lb/>
sicher, ob meine Interpretation oder seine stimmt und hat deshalb so<lb break="no"/>fort darauf hingewiesen, dass andere Minister insbesondere <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs>, der<lb/>
neben mir stand, allen Vereinbarungen widersprechend seine Kompetenz<lb/>
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alle Stellungnahmen der Ministerien vollkommen gleich sind und die<lb/>
Bürokratie ruhig ihre Meinung zu seinen Gesetzentwürfen sagen kann.<lb/>
Wir haben uns dagegen auf den Standpunkt gestellt, dass alle Gesetz<lb break="no"/>entwürfe, die negativ von uns begutachtet werden, dann in den Ver<lb break="no"/>handlungen im Parlament, nachdem die Stellungnahmen diesem zugeleitet<lb/>
werden müssen, eine Waffe gegen die Regierung bilden können. Scheinbar<lb/>
hat <rs type="person" ref="#per__97700">Loebenstein</rs> dies jetzt sehr deutlich erkannt und hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> einen<lb/>
solchen Briefentwurf vorgeschlagen. In Hinkunft müssen wir bei der Ab<lb break="no"/>gabe von Stellungnahmen und Begutachtungen von Gesetzentwürfen doch<lb/>
glaube ich vorsichtiger sein.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_06">In der Ministerratsvorbesprechung erörterte <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> als Klubobmann das<lb/>
Arbeitsprogramm des Nationalrates bis Ende des Jahres. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> meinte,<lb/>
er hätte mit <rs type="person" ref="#per__97647">Koren</rs> und <rs type="person" ref="#per__97807">Peter</rs> besprochen, dass nur Gesetze, die sonst<lb/>
einen gesetzlichen Notstand bedingen, bis Jahresende beschlossen werden<lb/>
sollten. Dies gilt insbesondere für das Budget und die daraus erfliessen<lb break="no"/>den Steuergesetze. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wehrte sich gegen eine solche Auffassung und<lb/>
meinte, das Parlament müsste seine Arbeit einteilen wie es glaubt, wir<lb/>
aber als Regierung müssten freie Hand haben und alle Gesetze, die<lb/>
uns notwendig erscheinen, ins Parlament hinüberbringen. Ob sie dann<lb/>
bis Jahresende beschlossen werden, sei eine Angelegenheit des Parlament.<lb/>
Z.B. würde er auf alle Fälle die Politikerbesteuerung hinüberbringen.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> wieder einte, er würde, damit der § 94 Ruhensbestimmungen nicht<lb/>
wirksam wird, auf alle Fälle termingemäss einen Gesetzentwurf ins Par<lb break="no"/>lament bringen und wo eine Inkrafttretung mit 1.1.1973 verschoben wird.<lb/>
Eine längere Diskussion entwickelte sich, was mit den Wirtschaftsgesetzen<lb/>
geschehen sollte. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> will vor allem an der Koppelung des Marktord<lb break="no"/>nungsgesetzes, an dem die Landwirtschaft nach wie vor wie er mit Recht<lb/>
glaubt, grosses Interesse hat, mit anderen Gesetzen festhalten. Deshalb<lb/>
wird das Marktordnungsgesetz auf alle Fälle nur ein Jahr wirksam werden.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hofft das Bodenrecht, das wir für die Assanierung und für den<lb/>
Wohnbau dringend brauchen, damit koppeln zu können. <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> selbst<lb/>
stellte die Frage, ob sein Preistreibereigesetz unverändert oder vielleicht<lb/>
doch mit Verbesserungsvorschlägen zur Begutachtung ausgeschickt werden<lb/>
sollte. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meinte, man müsste doch jetzt ein besseres Preisgesetz<lb/>
machen und war natürlich sofort für neue Gesetzesvorschläge. <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> hatte<lb/>
allerdings, wie er mir später versicherte, nach Rücksprache von seinen<lb/>
Leuten mit unserem Haus eine unveränderte Verlängerung des Preisregelungs<lb break="no"/>gesetzes für ein Jahr zur Stellungnahme ausgeschickt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wollte<lb/>
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sollten. Ich wies darauf hin, dass wir in der Handelskammer ent<lb break="no"/>sprechende Vorbesprechungen führen müssen, denn nachdem es Ver<lb break="no"/>fassungsgesetze sind, würden wir sonst von der ÖVP niemals eine Zu<lb break="no"/>stimmung bekommen. Die Optik, dass die Bundesregierung sich aber<lb/>
jetzt schon bereit zeigt, eine Änderung der Preisgesetze bemüht zu<lb/>
sein, einigten wir uns dahingehend, dass <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> trotz der Aussendung<lb/>
nur für eine Verlängerung in einer Regierungsvorlage dann die ur<lb break="no"/>sprünglichen Vorschläge wieder aufnehmen wird. Da diese Vorschläge<lb/>
aber bereits in der Begutachtung waren, könnte <rs type="person" ref="#per__97879">Rösch</rs> noch durch ein<lb/>
Schreiben die Stellen verständigen, dass er sie nicht neuerdings<lb/>
zur Begutachtung ausgeschickt hat. Seinen Leuten fiel aber dann eine<lb/>
bessere Lösung ein, nämlich dass die Arbeiterkammer und der Gewerk<lb break="no"/>schaftsbund mit ihren Gutachten auf die seinerzeitige Verschärfung<lb/>
des Preisregelungsgesetzes hinweisen werden und dies dann als<lb/>
Anlass genommen werden kann, ein verschärftes Preisregelungsgesetz dem<lb/>
Parlament zuzuleiten. Hoffentlich ist die ÖVP in dieser Frage stur<lb/>
genug und stimmt nicht einer Änderung zu. Dann nämlich würden wir<lb/>
zwar nur auf ein Jahr bedingt einen entsprechenden Gesetzentwurf haben,<lb/>
mit dem man allerdings auch nicht allzu viel anfangen würde können.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_07">In der Regierungserklärung wollte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wissen, ob er sie in der<lb/>
vollen Länge halten soll. Sein jetzigen Entwurf kommt schon auf<lb/>
eine Stunde und fünfzig Minuten. <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> meinte und bekam die Zustimmung<lb/>
auch aller anderen, dass auf alle Fälle die einzelnen Wünsche der<lb/>
Ministerien in die Regierungserklärung aufgenommen werden sollten,<lb/>
weil dies doch ein Dokument sei, das für die nächsten Jahre für die<lb/>
Regierung Anhaltspunkt und Richtlinie sein wird und deshalb<lb/>
auch dem Haus in voller Länge mitgeteilt werden soll. <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> sicher<lb break="no"/>te sich nur insoferne ab, dass er meinte, es sollten keine konkreten<lb/>
Forderung in die Regierungserklärung für sein Ressorts aufgenommen<lb/>
werden, insbesondere nicht was die soz. Rentnerorganisation an For<lb break="no"/>derungen gestellt hat. In der alten Regierungserklärung war konkret<lb/>
nur von der Richtzahländerung, von den <choice><choice><sic>neutralen</sic><corr>?</corr></choice></choice> Zeiten und von der<lb/>
Witwenpension die Rede. <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> befürchtete, dass zu konkrete Bestimmun<lb break="no"/>gen ihn in seiner Sozialpolitik binden würden. Ich persönlich – ohne dass<lb/>
ich es sagte – ging noch einen konkreten Schritt weiter, ich glaube näm<lb break="no"/>lich, dass es für mich zumindestens ganz wurscht ist, ob in der Re<lb break="no"/>gierungserklärung etwas gesagt ist oder ob in der Regierungserklärung<lb/>
gar nichts gesagt wird, ich werde mich auf alle Fälle nicht binden.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_08">Als ich am Klubabend dann mitteilte, brauche ich in der Regierungs<lb break="no"/>erklärung nur ein paar und oder und Beistriche und an die kann<lb/>
ich mich dann jederzeit anhängen und irgendwo dann meine Wünsche<lb/>
zu interpretieren, dass dies in der Regierungserklärung ja doch<lb/>
schon mehr oder minder gesagt wurde. Da die anderen aber auf dem<lb/>
Standpunkt standen, wenn es zu Streichungen käme, dann würde dies ja<lb/>
doch nur konkrete Vorschläge sein, die gestrichen werden. Blieb man<lb/>
bei der Auffassung, es sollte die Regierungserklärung alle Punkte<lb/>
der Ministerien, soweit es <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> noch vertreten kann, umfassen.<lb/>
Wir vereinbarten auch eine Ministerratssitzung, d.h. es wird dann sofort<lb/>
heissen, eine Klausurtagung, am 9. November ganztägig in Vöslau.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_09">Dies war für mich ein guter Aufhänger, um mit <rs type="person" ref="#per__127771">Scheer</rs> einige Probleme<lb/>
zu besprechen. <rs type="person" ref="#per__127771">Scheer</rs> ist ein äusserst loyaler Kollege und begnügt<lb/>
sich vollkommen mit dem Kammeramtsdirektor-Stellvertreter. Trotzdem<lb/>
habe ich grosse Angst, dass früher oder später, wenn wir jetzt doch<lb/>
jahrelang von der Arbeiterkammer wegbleiben, der Kammeramtsdirektor<lb break="no"/>posten gegebenenfalls von einem Dritten vielleicht auch ausgelöst durch<lb/>
einen Präsidentenwechsel nach Ablauf der Periode durch <rs type="person" ref="#per__97570">Hrdlitschka</rs><lb/>
besetzt werden könnte. Da ich auf dem Standpunkt stehe, dass<lb/>
der wirklich einzige dafür in Frage kommt, <rs type="person" ref="#per__127771">Scheer</rs> sein sollte,<lb/>
der sich auch verdient hat und der ein äusserst tüchtiger Mann<lb/>
ist, habe ich ihm vorgeschlagen, er sollte sich den Kopf zerbrechen,<lb/>
wie wir dieses Problem lösen können. Ausserdem habe ich von <rs type="person" ref="#per__97676">Tommy<lb/>
Lachs</rs> gehört, dass die Meinung jetzt bei den Wirtschaftern geht,<lb/>
dass sie in der Direktion schlecht vertreten sind. Es war nämlich<lb/>
früher zumindestens ein stellvertretender KAD ein Wirtschaftsmann.<lb/>
Da, wie <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> sich ausdrückt, der Ast Kammeramtsdirektor sowieso<lb/>
zu tief ist für mich, habe ich <rs type="person" ref="#per__127771">Scheer</rs> erklärt, dass ich bereit wäre,<lb/>
selbstverständlich auch in Pension zu gehen. <rs type="person" ref="#per__127771">Scheer</rs> wieder meinte,<lb/>
er wird sich dies alles noch überlegen, glaubt aber dem Wunsch der<lb/>
Wirtschaftler dadurch entsprechen zu können, dass er einen weiteren<lb/>
Stellvertreter, d.h. einen dritten Kammeramtsdirektorstellvertreter<lb/>
vorschlagen möchte. Ich weiss nicht, ob dies zielführend ist, aber<lb/>
er wird noch entsprechende Vorschläge mit mir besprechen. Auf alle<lb/>
Fälle hat er in der Wirtschaftsabteilung jetzt die Absicht und er<lb/>
fragte mich um Rat, den Kollegen <rs type="person" ref="#per__112010">Blaha</rs> als Nachfolger von <rs type="person" ref="#per__137932">Gamperling</rs><lb/>
auch entsprechend dienstrechtlich zu installieren. Weiters wird er<lb/>
die Abteilung durch die Ergänzung der Preiserhebungen, <rs type="person" ref="#per__137942">Kreidl</rs> ist<lb/>
dafür vorgesehen, versuchen, zu ergänzen. Auf alle Fälle ist <rs type="person" ref="#per__127771">Scheer</rs><lb/>
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in seiner selbstlosen Art dann dort irgendwann einmal nicht den<lb/>
berechtigten Kammeramtsdirektorposten erlangen würde. Ich teile<lb/>
deshalb nicht die Meinung von <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs>, der meint, ich sollte mir<lb/>
den Ast nicht absägen. Hier glaube ich hat <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> wirklich recht,<lb/>
wenn er meint, man müsste schon aus Loyalität gegenüber <rs type="person" ref="#per__127771">Scheer</rs> eine<lb/>
Lösung suchen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_10">Der Staatssekretär im schwedischen Handelsministerium <rs type="person" ref="#per__137944">Bengt Dennis</rs><lb/>
hat einen Vortrag in der schwedisch-österreichischen Gesellschaft<lb/>
er wollte unter vier Augen von mir wissen, wie wir uns zum Wunsch<lb/>
der schwedischen Delegation betreffend die Ursprungszeugnisse<lb/>
stellen. Da er nur Englisch sprach, hatte ich zwar grosse Schwierig<lb break="no"/>keiten, mich auszudrücken, erklärte ihm aber, dass der Vorschlag, der<lb/>
Schweden, dass wir den EWG-Staaten aufzwingen können ein System, das<lb/>
sie nicht kennen oder wollen, nicht zielführend sein kann. Er meinte<lb/>
zwar, dass wenn wir ein solches System der EWG als ultimative Forderung<lb/>
unterbreiten und sie das ablehnt, dann müsste sie uns einen entsprechen<lb break="no"/>den Vorschlag machen. Mein Einwand, dass die Zeitkomponente eine<lb/>
grosse Rolle spielen würde, hat ihn aber lezten Endes aber doch<lb/>
auch sehr beeindruckt. Wie ich anschliessend in einem Gespräch mit<lb/>
dem schwedischen Botschafter erfahren konnte, ist er über die Stellung<lb break="no"/>nahme seines Landes in der EWG-Frage nicht sehr glücklich. Er meint,<lb/>
dass wir als Österreicher hier wesentlich besser wahrscheinlich durch<lb/>
unsere jahrelangen Verhandlungen vorgehen. Er glaubt nämlich auch, dass<lb/>
der Zeitfaktor eine grosse Rolle Spielt und dass insbesondere die schwe<lb break="no"/>dische Stellungnahme, wonach sie mit aller Gewalt ihre Ideen durch<lb break="no"/>setzen wollen bei der EWG kaum Aussicht auf Erfolg haben wird.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_11">Im Klub wurden die neuen Organe einstimmig beschlossen und gewählt.<lb/>
Der Vorschlag wurde vom Klubvorstand gemacht und nicht einmal dis<lb break="no"/>kutiert. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> wird 1., <rs type="person" ref="#per__97845">Probst</rs> wird 3. Präsident und für die Ordner<lb/>
wurde <rs type="person" ref="#per__115155">Skritek</rs> anstelle von <rs type="person" ref="#per__98056">Weikhart</rs> vorgeschlagen. Schriftführer bleiben<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97505">Haberl</rs> und <rs type="person" ref="#per__98080">Winkler</rs>. Ins Klubpräsidium wurde <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> als Klubobmann<lb/>
und <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> aber als der geschäftsführende gewählt. <rs type="person" ref="#per__97505">Haberl</rs>, der in der<lb/>
Genossenschaftsbewegung jetzt eine bedeutende Position erreicht hat,<lb/>
scheidet aus. Dafür wird <rs type="person" ref="#per__136683">Wielandner</rs>, <rs type="person" ref="#per__98066">Weisz</rs> und für den Bundesrat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97958">Skotton</rs> bestimmt. <rs type="person" ref="#per__98066">Weisz</rs> dürfte sich – ich habe mit ihm zwar<lb/>
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haben, denn er war den ganzen Tag sehr aufgeräumt. Als Kontrollor<lb/>
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Stellvertreter kam <rs type="person" ref="#per__137949">Lanzer</rs> das erste Mal zum Zug. Das Sekretariat<lb/>
wird nach wie vor von <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer Heinzi</rs> geleitet, nur zur admini<lb break="no"/>strativen Abwicklung wird ihm <rs type="person" ref="#per__112147">Robert Fischer</rs>, der seinerzeit von<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97818">Pittermann</rs> von der verstaatlichten Industrie in den Klub mitgenommen<lb/>
wurde, beigestellt. Ich habe eigentlich angenommen, dass dafür Fredi<lb/>
<rs type="person" ref="#per__115595">Reiter</rs> vorgesehen wird. <rs type="person" ref="#per__115595">Reiter</rs> versichert mir aber, dass er sich im<lb/>
Klub sehr wohl fühlt und deshalb auch nicht unbedingt eine Änderung<lb/>
seiner Position durch Berufung in der Bürges anstrebt. Natürlich<lb/>
möchte er aber, wenn es dort eine Möglichkeit gibt, sehr gerne<lb/>
arbeiten. Ich habe mit <rs type="person" ref="#per__97757">Mühlbacher</rs> neuerdings über dieses Problem ge<lb break="no"/>sprochen und vorgeschlagen, dass selbst wenn der Freie Wirtschaftsver<lb break="no"/>band jetzt in konkreten Verhandlungen mit der Handelskammer die For<lb break="no"/>derung nach Einführung eines Vertrauensmannes in die Geschäftsführung<lb/>
der Bürges verlangt, dann sollten sie, wenn z.B. die Handelskammer<lb/>
einen Prokuristen anbietet, diesen interimistisch akzeptieren, wo<lb break="no"/>bei sie gleichzeitig aber einen Termin zur Bestellung des Geschäfts<lb break="no"/>führers z.B. in einem Jahr vereinbaren könnten und sollten. Ich glaube,<lb/>
dass es nämlich ein bisschen Schwierig ist, gleich einen Geschäfts<lb break="no"/>führer einzusetzen, solange noch <rs type="person" ref="#per__97649">Korinek</rs> so rüstig werkt. <rs type="person" ref="#per__115595">Reiter</rs><lb/>
sagt mir allerdings, dass der Wirtschaftsbund, <rs type="person" ref="#per__109293">Busek</rs>, ihm mitgeteilt<lb/>
hat, dass <rs type="person" ref="#per__97649">Korinek</rs> ein sehr unabhängiger und selbstherrlicher Manager<lb/>
sei, der auch nicht das Vertrauen der Handelskammer und schon gar<lb/>
nicht des Wirtschaftsbundes mehr geniesst.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_12">Die Klubfinanzen sind verhältnismässig sehr gut bestellt, es bestehen<lb/>
3 Einnahmequellen, erstens die Klubbeiträge, die wieder mit 10 %<lb/>
festgesetzt wurden und die bis 30.9. 3,7 Mill. Einnahmen gebracht haben,<lb/>
der Dotierungsfonds aus Budgetmitteln, 302.000 S pro Monat, die 2,7<lb/>
Mill. erbracht haben, und die Öffentlichkeitsarbeit mit 202.000 S pro Monat<lb/>
aus dem Budget, die 1,8 Mill. erbracht haben. Die Ausgaben waren haupt<lb break="no"/>sächlich 3 Mill. S für den Wahlfonds, 1 Mill. f. d. Bundespräsidenten<lb break="no"/>wahl, 2 Mill. für den Nationalrat, die der Partei überwiesen wurden,<lb/>
und 220.000 S und 120.000 S für Drucksorten, wo Regierungspropaganda<lb/>
vom Klub ausgemacht wurde. Insgesamt hat die Klubkasse einen Stand<lb/>
von 3,6 Mill., der dotierte Fonds von 758.000 und für Öffentlichkeits<lb break="no"/>arbeit steht 1,2 Mill. zur Verfügung, insgesamt ein Aktiv-Stand von<lb/>
<pb n="08-1292" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band08/08_1971-11-03_1292.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>5,7 Mill. S, wie <rs type="person" ref="#per__98056">Weikhart</rs> berichtete.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_13"><rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> als neugewählter geschäftsführender Klubobmann meinte, man<lb/>
müsste zur Kenntnis nehmen, dass ja die Regierung nicht durch vier<lb/>
Jahre nur Erfolge wird haben können und wir müssten uns dann als<lb/>
Klub mit der Regierung identifizieren und wirklich als die Regierungs<lb break="no"/>partei auftreten. Er baute schon vor, dass wenn die Regierung Schnitzer<lb/>
macht oder Fehler ihr passieren, dass dann nicht der Klub über die<lb/>
Regierung herfallen wird. Er meinte <choice><choice><sic>ander</sic><corr>aber?</corr></choice></choice> darüber hinaus, dass wir nicht<lb/>
denselben Fehler machen sollten wie die Volkspartei als sie<lb/>
die absolute Mehrheit gehabt hat. Damals hätten sich die Diskussionen<lb/>
zwischen der Opposition und der ÖVP derart angespielt, dass nur die<lb/>
Regierungsmitglieder und die Beamten auf Angriffe der SPÖ-Opposition<lb/>
geantwortet hätten und resp. bei Verhandlungen über Gesetze nur die<lb/>
in die Diskussion eingegriffen hätten. Wir wären und müssten es<lb/>
bleiben eine Parlamentspartei und wir werden deshalb auch der Opposi<lb break="no"/>tion grössere Chancen durch Änderung der Geschäftsordnung einräumen.<lb/>
Bei den Ausschüssen gab es dann noch einige Wünsche von NR-Mitgliedern,<lb/>
die insbesondere neugewählten wollten in verschiedene Ausschüsse<lb/>
noch kommen. <rs type="person" ref="#per__137127">Hella Hanzlik</rs>, wie ich nachher feststellen, wollte bei<lb/>
den Frauen überhaupt Propaganda machen, dass doch so viele tüchtige<lb/>
Frauen jetzt im Nationalrat sind und man müsste deshalb zumindest<lb/>
Schriftführer oder gar vielleicht Obleute oder Obleute-Stellvertreter<lb/>
mit Frauen besetzen. Ich erklärte <rs type="person" ref="#per__137127">Hella</rs>, dass ich zwar sehr viel<lb/>
für die Gleichberechtigung übrig habe und Frauen auch in Positionen<lb/>
kommen sollten, aber es sollte doch nicht der Fehler passieren, dass<lb/>
wir nur deshalb jemanden als Obmann oder Obmannstellvertreter<lb/>
nominieren, damit eine Frau in Position kommt. Bei Schriftführern hätte<lb/>
ich an Stelle von <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> wesentlich mehr Frauen eingeteilt.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_14">Beim geselligen Beisammensein des Klubs hat <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs>, der wesentlich<lb/>
später kam, weil er an der Regierungserklärung arbeitete,<lb/>
wurden die Ausgeschiedenen gewürdigt, insbesondere <rs type="person" ref="#per__98043">Waldbrunner</rs>.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98043">Waldbrunner</rs> bekam zu seinem 65. Geburtstag von <rs type="person" ref="#per__97444">Heinz Fischer</rs> ange<lb break="no"/><pb n="08-1293" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band08/08_1971-11-03_1293.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>regt, ein Jubiläumsbuch, wo viele, die <rs type="person" ref="#per__98043">Waldbrunner</rs> kannten und ressort<lb break="no"/>mässig jetzt damit zu tun haben, über sein Werk berichten. <rs type="person" ref="#per__97444">Fischer</rs><lb/>
ärgerte sich sehr, wie er mir gestanden hatte, dass er auf mich ver<lb break="no"/>gessen hatte. Er meinte als Obmann des dritten Bezirkes hätte ich auch<lb/>
in der Festschrift aufscheinen sollen. <rs type="person" ref="#per__97818">Pittermann</rs> wurde von <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs><lb/>
ersucht, er sollte eine Geschichte des österreichischen Parlamentes<lb/>
schreiben. <rs type="person" ref="#per__97818">Pittermann</rs> kündigte an, dass er als Parteivorstandsmitglied<lb/>
das Recht hat, an den Klubsitzungen teilzunehmen und er wird dies auch<lb/>
tun und ausserdem wird er auf das Nationalratsgeschehen noch immer<lb/>
in dem Pensionistenklub der Abgeordneten Einfluss nehmen. <rs type="person" ref="#per__115595">Reiter</rs> meinte<lb/>
während <rs type="person" ref="#per__98043">Waldbrunner</rs>, der bisher als verbitterterer sphinxhafter Mann<lb/>
gegolten hat, in Frieden mit der Partei von seiner Arbeit scheidet,<lb/>
ist <rs type="person" ref="#per__97818">Pittermann</rs> eigentlich jetzt viel mehr verbittert und will sich<lb/>
nicht damit abfinden, dass seine Zeit um ist.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_15">Richtigstellung: <rs type="person" ref="#per__98055">Oskar Weihs</rs> kommt nicht als Obmann-Stellvertreter in<lb/>
den Vorstand, sondern nur als Beisitzer.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-11-03_16">Der Klubobmann-Stellvertreter nach <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs>, <rs type="person" ref="#per__136683">Wielandner</rs> ist <rs type="person" ref="#per__98066">Robert Weisz</rs><lb/>
von der sozialistischen Fraktion.<lb/>
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            <head>Tagesprogramm, 3.11.1971</head>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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            <head>Tagesordnung 75. Ministerratssitzung, 3.11.1971</head>
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               <occupation>[1971 als Russlandexperte genannt; Thema Handelsbilanz; bereits erfasst
                  ist Moskovics, Thomas, Bankhaus Winter; dieses auf Ost-West-Handel spezialisiert;
                  Thomas M. lt. Homepage ab 1973 tätig, bis dahin ist immer Simon M.
                  genannt]</occupation>
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               <occupation>SPÖ-NR-Abg. bis 1973</occupation>
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               <occupation>erst Sekr. Pittermann, dann Klubsekr. [1971 im Klub Mitarb. von Heinz
                  Fischer?]</occupation>
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               <occupation>[AK, vmtl. Wirtschaftsabteilung; gibt 1971 ein Abschiedsessen im
                  Eisenbahnerheim, wo Lachs anwesend ist und JS von früheren KollegInnen spricht; zu
                  finden wären Hans G. und Rudolf G., jeweils von der AK, aber unsicher, welcher der
                  beiden gemeint sein könnte]</occupation>
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               <occupation>[unklar; 1971 stv. Kontrollor im SPÖ-NR-Klub, aber offenbar kein
                  Abg.]</occupation>
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               <occupation>[AK; 1971 Gespräch mit Otto Scheer, Kreidl sei für wirtsch. Abt.,
                  Preiserhebungen vorgesehen; so voerst nicht zu finden]</occupation>
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               <persName type="label">Weisz, Robert</persName>
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               <occupation>FSG-Vors., SPÖ-Klubobmann, Volksanwalt</occupation>
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               <persName type="label">Probst, Otto</persName>
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               <persName type="label">Gratz, Leopold</persName>
               <persName><surname>Gratz</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>Unterrichtsminister, Bgm. Wien</occupation>
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               <persName type="label">Reiter, Alfred</persName>
               <persName><surname>Reiter</surname><forename>Alfred</forename></persName>
               <occupation>Kabinettschef Kreisky [ident mit Reiter, C; 3.11.1971 Fredi Reiter
                  genannt]]</occupation>
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               <persName type="label">Busek, Erhard</persName>
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               <occupation>Sts. schwed. Handelsministerium</occupation>
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               <persName type="label">Lachs, Thomas</persName>
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               <occupation>Ministerialrat, Leiter Grundsatzabteilung</occupation>
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               <occupation>Ex-ÖVP-FM, BÜRGES</occupation>
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               <occupation>Landwirtschaftsminister bis 1976</occupation>
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               <occupation>Vizepräs. BHK, Präs. FWV</occupation>
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               <occupation>Wr. SPÖ-BR-Abg. bis 1973</occupation>
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               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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