<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="staribacher__19711027.xml" prev="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19711026.xml" next="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at/staribacher__19711028.xml" xml:base="https://staribacher.acdh.oeaw.ac.at">
   <teiHeader>
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title type="main">Mittwoch, der 27. Oktober 1971</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
            <respStmt>
               <resp>Conversion to TEI</resp>
               <persName>Gustav Graf</persName>
            </respStmt>
            <respStmt>
               <resp>Digitisation, OCR correction and named entities tagging</resp>
               <persName>Thomas Tretzmüller</persName>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
            <availability>
               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc>
               <msIdentifier>
                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Josef Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band08_1971-10-27</idno>
               </msIdentifier>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc>
         <creation>
            <date when="1971-10-27">Mittwoch, 27. Oktober 1971</date>
         </creation>
      </profileDesc>
      <revisionDesc>
         <change type="creation" when="2018-09-11">exported as basic TEI from corrected tesseract output.</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">cleaned automatic tesseract-export by cleanExport.xsl script</change>
         <change type="update" when="2020-06-25" who="acdh:ds">moved first pb element out of attachment divs by cleanExport-patch2.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-11" who="acdh:ds">find and note personalAgenda as a subtype cleanExport-patch.xsl</change>
         <change type="update" when="2016-08-19" who="acdh:ds">whitespace in paragraphs, lb and pb fixes by cleanExport-patch3.xsl</change>
      </revisionDesc>
   </teiHeader>
   <text>
      <body>
         <pb n="08-1255" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band08/08_1971-10-27_1255.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="entry">
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-10-27_01">Mittwoch, 27. Oktober 1971<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-10-27_02">Präs. <rs type="person" ref="#per__98012">Thaler</rs>, Dr. <rs type="person" ref="#per__123314">Lorenz</rs> und Dr. <rs type="person" ref="#per__137912">Gall</rs> vom Patentamt wollten eine Vorbe<lb break="no"/>sprechung wegen des Besuches von Dr. <rs type="person" ref="#per__137669">Bogsch</rs> von der BIRPI zwecks Errich<lb break="no"/>tung des Dokumentationszentrums. Ich war sehr erstaunt, dass bereits zu<lb/>
einem so frühen Zeitpunkt – der Besuch wird erst nächste Woche statt<lb break="no"/>finden – ein diesbezügliches Gespräch gewünscht wird. Dr. <rs type="person" ref="#per__123314">Lorenz</rs> selbst<lb/>
hatte am Vortag mir erklärt, er müsse über diese Besprechung noch mit mir<lb/>
unter vier Augen sprechen, da er wahrscheinlich nicht – wenn Präs. <rs type="person" ref="#per__98012">Thaler</rs><lb/>
dabei ist - so frei reden kann. Bei der Besprechung aber hat <rs type="person" ref="#per__98012">Thaler</rs><lb/>
ihm sofort das Wort gegeben und er hätte alle die Ausführungen, die er<lb/>
mir am Vortag gemacht hat, ebenfalls bei der Sitzung sagen können. In<lb/>
Wirklichkeit geht es aber um ganz etwas anderes. <rs type="person" ref="#per__123314">Lorenz</rs> hat einen Frage<lb break="no"/>bogen zu beantworten, den die BIRPI an alle drei interessierten Stellen,<lb/>
die die Dokumentation errichten wollen, nämlich an <choice><choice><sic>Turwend</sic><corr>Derwent</corr></choice></choice> in England,<lb/>
an das internationale Patentamt in Den Haag und an Österreich gerichtet<lb/>
hat. In diesem Fragebogen wird Österreich gefragt, ob es bereit ist, für<lb/>
alle Staaten die ihr Material nicht computergerecht aufgearbeitet haben,<lb/>
diese Arbeit zu übernehmen. Wir haben eine solche Regelung nicht vorge<lb break="no"/>sehen gehabt. Es war – wie uns <rs type="person" ref="#per__123314">Lorenz</rs> seinerzeit berichtete, ursprüng<lb break="no"/>lich die Absicht, dass alle Staaten ihre Patente auf Lochkarten ablochen<lb/>
und dann diese Lochkarten dem Dokumentationszentrum zur Verfügung stel<lb break="no"/>len. Jetzt stellt sich heraus, dass dies wahrscheinlich nicht geschehen<lb/>
wird. Dadurch wird die Dokumentationsstelle alle Patente lochkartenmässig<lb/>
aufzuarbeiten haben. Die ursprünglich geschätzte Ausgabe von 20<lb/>
Millionen Schilling in drei Jahren, die auch in meinem Ministerratsvor<lb break="no"/>trag drinnen stehen, würden um 3 Mill. S pro Jahr überschritten werden.<lb/>
Der Fragebogen würde, wenn er beantwortet wird, dass wir die Chance haben<lb/>
die Dokumentation zu kriegen über den Gesamtrahmen des Ministerratsvortrages<lb/>
hinausgehen. Statt mir das alles klipp und klar zu erklären, hat mich<lb/>
<rs type="person" ref="#per__123314">Lorenz</rs> am Abend eine ganze Weile vor etlichen Wochen aufgehalten, hat<lb/>
mich in einer Sitzung unter vier Augen über alles Mögliche informiert,<lb/>
und hat letztlich auch bei der entscheidenden heutigen Sitzung gar nichts<lb/>
anderes gemacht als herumgeredet, bis dieser harte Kern dann endlich<lb/>
von mir herausgelöst wurde. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> erkannte sofort, dass wir hier eine<lb/>
wesentliche Überschreitung unserer Kompetenz vornehmen. Da wir aber an<lb/>
der Dokumentation sehr interessiert sind, haben wir dann beschlossen,<lb/>
dass <rs type="person" ref="#per__123314">Lorenz</rs> versuchen wird, im Finanzministerium zwar keine Zustimmung<lb/>
diese diese positive Beantwortung im Fragebogen zu finden, dass aber doch<lb/>
das Finanzministerium informiert wird. Sollte der Finanzreferent grosse<lb/>
<pb n="08-1256" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band08/08_1971-10-27_1256.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Schwierigkeiten machen, dann sollte er – <rs type="person" ref="#per__123314">Lorenz</rs> – mit ihm verein<lb break="no"/>baren, dass die beiden Minister dieses Problem doch noch einmal<lb/>
besprechen sollten. Allerdings nachdem der Fragebogen bereits abge<lb break="no"/>schickt ist. <choice><choice><sic>Als</sic><corr>?</corr></choice></choice> dieses ganze Problem, die Errichtung eines Doku<lb break="no"/>mentationszentrums in Wien, hat <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> im Prinzip <choice><choice><sic>mit</sic><corr>mir?</corr></choice></choice> bereits er<lb break="no"/>klärt, dass er schon der Meinung ist, wir sollten alle Vorver<lb break="no"/>handlungen führen, um dieses Dokumentationszentrum nach Wien zu<lb/>
bringen und über die Details, resp. über die finanziellen Belastungen<lb/>
würden wir uns dann schon irgendwie finden. <rs type="person" ref="#per__123314">Lorenz</rs> behauptet, dass<lb/>
es damals deshalb keine endgültige und klare Entscheidung im Finanz<lb break="no"/>ministerium gegeben hat, da man nicht genau weiss, ob dieses inter<lb break="no"/>nationale Dokumentationszentrum für Österreich als internationale<lb/>
Organisation gilt oder als nationale Organisation, die eben auch<lb/>
anderen Patentämter zur Verfügung steht. In dieser Unterscheidung<lb/>
liegt nämlich ein wesentlicher Punkt, bei welcher Abteilung im<lb/>
Finanzministerium dieses Problem dann behandelt wird. Ich glaube<lb/>
und nehme nicht an, dass mich Dr. <rs type="person" ref="#per__123314">Lorenz</rs> reinlegen wollte. Ich glaube<lb/>
eher, dass er noch immer als ein umständlicher bürokratischer an<lb/>
die hierarchische Gliederung sich haltender Ministerialbeamter ist,<lb/>
der eben um ein Problem herumredet, bevor er auf den Kern der Sache<lb/>
zu sprechen kommt. Andererseits aber ist er doch einer der wenigen<lb/>
initiativen Beamten, die sich auch – wie das schon einmal in Genf der<lb/>
Fall war – Entscheidungen trauen auszusprechen, ohne dies aktmässig<lb/>
genehmigt zu haben. Selbstverständlich muss man eine solche Gesinnung<lb/>
und Haltung unterstützen, obwohl es mir natürlich schwerfällt und<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> glaube ich ganz recht hat, wenn er meint, damit übertreten wir<lb/>
unsere Kompetenz wesentlich.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-10-27_03">Bei der Sektionsleiterbesprechung hat <rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs> die Anfrage vom Finanz<lb break="no"/>ministerium zur Sprache gebracht, welche und ob wir Ansätze über Um<lb break="no"/>weltschutz in unserem Budget haben. Da wir keine einzeln ausgewiesene<lb/>
Post dafür im Budget besitzen, wollte er eine Leermeldung dem Finanz<lb break="no"/>ministerium mitteilen. Ich selbst glaube, dass dies nicht sehr günstig<lb/>
ist und schlug ihm deshalb vor, wir sollten uns doch überlegen, nachdem<lb/>
wir sicher in anderen Positionen Gelder für Umweltschutz haben, einen<lb/>
diesbezüglich ergänzenden Brief zu schreiben. <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs> kam nachher am<lb/>
Abend und wollte von mir die genaue Ziffer wissen. Sicher ist, dass<lb/>
z.B. bei der Budgetbesprechung Min.Rat <rs type="person" ref="#per__125823">Hanisch</rs> vorgeschlagen hat,<lb/>
wir sollten 30.000.– S z.B. ins Budget aufnehmen, um Vorträge über<lb/>
<pb n="08-1257" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band08/08_1971-10-27_1257.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Umweltschutz finanzieren zu können. Ausserdem wollte <rs type="person" ref="#per__125823">Hanisch</rs> für<lb/>
einen grösseren Betrag Ergebnisse über die Kunststoffevernichtung<lb/>
in Müllverbrennungsanlagen und sonstige Umweltschutz-Erfindungen<lb/>
die in Deutschland von einem Institut angestellt wurden, erwerben.<lb/>
Ich glaube, dass nämlich das Finanzministerium und insbesondere der<lb/>
Finanzminister mit Recht sehr verärgert wäre, wenn ein Ministerium<lb/>
überhaupt nicht zu erkennen gibt, dass es in seinem Budget Ansätze<lb/>
auch dann wenn sie in anderen Posten sind, hat, die sich mit Umwelt<lb break="no"/>schutzfragen beschäftigen. Ich einigte mich dann mit <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs>, dass wir<lb/>
in diesem Brief ergänzend schreiben und darauf hinweisen, dass wir<lb/>
ca. 50.000.– S in dieser Grössenordnung bereitgehalten hätten, die<lb/>
bis 100.000 S ausgedehnt hätten werden können. Nach der Sektionsleiter<lb break="no"/>sitzung kam Min.Rat <rs type="person" ref="#per__134300">Metzner</rs> zu mir und meinte, dass der CV sich<lb/>
sehr freut, dass <rs type="person" ref="#per__98100">Wohlgemuth</rs> von uns nicht als Titularsektionschef,<lb/>
wenn er in Pension geht, eingegeben wird. Nach den jetzigen Richt<lb break="no"/>linien, erklärte ich <rs type="person" ref="#per__134300">Metzner</rs>, hätte <rs type="person" ref="#per__98100">Wohlgemuth</rs> kaum eine Chance<lb/>
vom BKA diesen Titel zu erhalten. Andererseits wieder weiss ich,<lb/>
dass <rs type="person" ref="#per__98100">Wohlgemuth</rs>, der einen Bruder hat, der im Unterrichtsministerium<lb/>
Sektionschef war, familiär als diskriminiert gelten würde, wenn<lb/>
er nicht zumindestens auch diesen Titel erreichen würde. Ich habe<lb/>
deshalb dem Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> vorgeschlagen, er soll auf alle Fälle<lb/>
einen solchen Antrag stellen. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> wird dann im BKA sehen, ob<lb/>
eine Möglichkeit der positiven Erledigung gegeben ist. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> meint<lb/>
eher nein. Wenn auch das Ergebnis dann negativ ist, so haben wir uns<lb/>
doch unseren guten Willen gezeigt, diese Auszeichnung für <rs type="person" ref="#per__98100">Wohlgemuth</rs><lb/>
zu erreichen. Sicher ist weiter, dass in den letzten<add>[Jahren?]</add> <rs type="person" ref="#per__98100">Wohlgemuth</rs><lb/>
auf Verleihung von Orden verzichtet hat, nur damit er die Zeit er<lb break="no"/>füllt, die er von der letzten Verleihung bis zur Pensionierung<lb/>
braucht, um überhaupt den Titel Sektionschef zu bekommen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-10-27_04">Im Bauzentrum verlieh ich die Staatspreise für gute Form, die das<lb/>
Institut für Formgebung mit dem Bauzentrum gemeinsam ausstellt und<lb/>
ausgewählt hat. <rs type="person" ref="#per__98100">Wohlgemuth</rs> und insbesondere Frau Dr. <rs type="person" ref="#per__108321">Rameder</rs>, die die<lb/>
aktive Seite in dieser Abteilung für diese Probleme ist, haben mich<lb/>
über die einzelnen ausgestellten Projekte und wie dies Auswahl zu<lb break="no"/>standekommt informiert. Durch diese Inside-Informationen konnte<lb/>
ich dann eine launige und doch jeden ansprechende Verleihung vor<lb break="no"/>nehmen. Vor mir hat Dr. <rs type="person" ref="#per__137921">Flach</rs> ein sehr interessantes Referat halten<lb/>
wollen über die Bedeutung der Industrial Design. Ich sage deshalb<lb/>
<pb n="08-1258" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band08/08_1971-10-27_1258.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>er wollte es halten, denn er hat es handschriftlich mit etlichen<lb/>
Seiten aufgesetzt und hat aber dann doch über die Probleme frei<lb/>
gesprochen. Dadurch hat er sich eigentlich ein bisschen zu sehr<lb/>
in Details und Nebengebiete verloren. Sein Anliegen gipfelte darin,<lb/>
dass wir in dieser Frage in Österreich viel zu kleinkariert vor<lb break="no"/>gehen. Er meinte insbesondere, dass wir von der öffentlichen Hand<lb/>
viel zu wenig Geld dafür aufwenden, um die Gute Form zu unterstützen.<lb/>
Da ich bei meinem Vortrag nicht ausschliesslich nur Schmäh rennen<lb/>
lassen konnte, sind mir in der letzten Minute dann einige Ideen<lb/>
eingefallen. Ich wies erstens darauf hin, dass die gute Form nicht<lb/>
nur die Konsumgüter sondern in weiterer Folge auch die technischen<lb/>
Artikel immer mehr umspannen und umfassen wird. Der mit dem ersten<lb/>
Preis ausgezeichnete Transformator, der <choice><choice><sic>stockstock</sic><corr>?</corr></choice></choice> ist und im<lb/>
Bauzentrum in 6 Stunden aufgestellt wurde, ist der beste Beweis<lb/>
dafür. Natürlich hätten vielleicht manche Landschaftsschützer vor<lb break="no"/>geschlagen, man sollte diesen Transformator mit einem Giebeldach und<lb/>
Schindeln und ich weiss nicht was noch alles ausstatten. Dies<lb/>
hätte zwar einigen Gewerbebetrieben eine gute Beschäftigung gebracht<lb/>
aber sicherlich weniger in die Landschaft gepasst und vollkommen<lb/>
sinnwidrig die gute Form nur zerstört. Andererseits wieder wurde im<lb/>
anschliessenden Gespräch auf die Tatsache hingewiesen, dass z.B. heute<lb/>
in jedem Dorf und ich selbst kann es immer wieder feststellen, die<lb/>
Genossenschaften ihre Silos errichten, die wirklich die Landschaft<lb/>
zerstören, weil sie als riesige Bauten neben der Kirche im Dorf<lb/>
die Stärke der Genossenschaften scheinbar auch demonstrieren<lb/>
sollen. Ich wies zweitens darauf hin, dass die österreichische<lb/>
Unternehmerschaft und die österreichischen freischaffenden Künstler<lb/>
in viel stärkerem Masse als in anderen Staaten auf die gute Form<lb/>
Wert legen müssen, damit sie – wenn sie entsprechende schlechte<lb/>
ökonomische Verhältnisse schon vorfinden, wie zu kleine Serien,<lb/>
zu teure Produktionskosten – wenigstens durch die Form dieses<lb/>
Handicap teilweise ausgleichen. Im Auto hatte ich dann am Nachmittag<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> und <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> über dieses Problem eine interessante Dis<lb break="no"/>kussion. <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> wies im Konkreten darauf hin, dass die Firma Braun<lb/>
durch ihre gute Form fast zugrundegegangen ist und dass<lb/>
andererseits in England Millionenbeträge für die gute Form aufge<lb break="no"/>wendet werden, wie <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> sagte, und trotzdem die englische Industrie<lb/>
nur sehr wenig auf dem Weltmarkt reüssiert. Die russische oder<lb/>
Osthandelswirtschaft dagegen hat die gute Form überhaupt noch<lb/>
nicht entdeckt sondern arbeitet mit nachgebauten Produkten, die<lb/>
<pb n="08-1259" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band08/08_1971-10-27_1259.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>formmässig auch um 20 Jahre dann meistens zu spät kommen, wie z.B.<lb/>
Moskwitsch-Autos. Hätten wir diese Diskussion vor der Verleihung des<lb/>
Staatspreises geführt und hätte ich mir einzelne Punkte auf<lb break="no"/>notiert, dann wäre eine sehr gute Einleitung oder ein sehr gutes Ende<lb/>
neben der Verleihung, die wie mir <rs type="person" ref="#per__108321">Rameder</rs> sagte, einmalig gewesen ist<lb/>
auch noch inhaltlich aussagekräftiger gewesen. <rs type="person" ref="#per__108321">Rameder</rs> und auch<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98100">Wohlgemuth</rs> waren von dem Schmäh, den ich bei all diesen Verleihungen<lb/>
führe und wo ich ja wirklich jeden einzelnen anspreche, beeindruckt<lb/>
und wissen nun, welche Inside-Informationen ich zusätzlich brauche.<lb/>
Was ich aber dann ergänzend noch dringender brauchte, wäre, wirkliche<lb/>
Überlegungen, sachliche Überlegungen zu dem Thema, die halt dann<lb/>
das Image unseres Hauses wesentlich verbessern würden. Ob die Branchen<lb break="no"/>referate mir so etwas liefern könnten, weiss ich nicht. Von den ein<lb break="no"/>zelnen Abteilungen habe ich es bis jetzt noch nie bekommen.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-10-27_05">Mit <rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> und <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> diskutierte ich auch das Problem, dass ein<lb/>
Minister nicht Vormittag eine inhaltlich gute Rede über die Gute<lb/>
Form halten kann und Nachmittag dann im Kautsky-Kreis über zukünftige<lb/>
Wirtschaftspolitik seines Ressorts, ja darüber hinaus, wie <rs type="person" ref="#per__97838">Teddy<lb/>
Prager</rs> meinte, dass ich der Wirtschaftsminister bin, über die ge<lb break="no"/>samte österreichische Wirtschaft in der Regierung. Die Leute erwarten<lb/>
hier viel zu viel von einem, dass ich zumindestens unmöglich lösen<lb/>
kann. <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> meinte, dass dies überhaupt niemand kann, und deshalb wer<lb break="no"/>den ja die Reden alle heruntergelesen, die irgendjemand halt vorher<lb/>
aufsetzt. Ich selbst lehne dieses System deshalb ab, weil ich mich<lb/>
dann nicht einmal mehr geistig mit dem Problem beschäftige, was<lb/>
ich vorzutragen habe. Dann meint <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> allerdings richtig, müsste<lb/>
man die Auswahl sehr beschränken, weil eben ein Mensch ausserstande<lb/>
ist, so vielseitig sich auch nur problematisch mit den einzelnen Gegen<lb break="no"/>ständen zu beschäftigen. Ich glaube, dass man hier eine Mittellösung<lb/>
finden müsste. Man müsste zuerst doch versuchen, sei es aus dem<lb/>
Haus heraus, sei es durch Aufträge, die wir an einzelne Leute vergeben,<lb/>
Erkenntnisse, die bahnbrechend sind oder die zumindestens zu einem<lb/>
Problem einen neuen Gesichtspunkt bringen und die alten Gesichtspunkte<lb/>
schlagwortartig zusammenfassen, Aufträge zu erteilen. Aus diesem<lb/>
Material könnte dann mir ein Vortrag und zwar ein mündlicher Vortrag<lb/>
gehalten werden, wo ich mir dann selbst Stichworte aufschreibe und<lb/>
dann könnte ich glaube ich auch über dieses Problem entsprechende<lb/>
Diskussion resp. Vorträge halten.<lb/>
</p>
            <pb n="08-1260" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band08/08_1971-10-27_1260.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-10-27_06">Im Kautsky-Kreis hielt ich nach eineinhalb Jahren Regierungstätigkeit<lb/>
wieder einen Vortrag. Als ich das erste Mal dort sprach, hatte ich nur<lb/>
sehr negativ und sehr skeptisch schocktherapeutisch darauf hingewiesen,<lb/>
dass wir uns keiner Illusion hingehen sollten, dass jetzt, wo eine<lb/>
sozialistische Regierung existiert, wirklich das Wirtschaftsprogramm<lb/>
verwirklichen könnten. Damals hatte ich, ohne dass ich die genaueren<lb/>
Umstände der Bürokratie und die Schwierigkeit der Führung eines Mini<lb break="no"/>steriums auch nur annähernd gekannt habe, schon geahnt, welche Widerstände<lb/>
wir von den verschiedensten Stellen auch von den eigenen Genossen in der<lb/>
Regierung erwarten würden. Jetzt konnte ich nach eineinhalbjähriger Er<lb break="no"/>fahrung – wie sich <rs type="person" ref="#per__115683">Matzner</rs> ausdrückte – zwar auch noch nicht die Ver<lb break="no"/>sicherung geben, dass jetzt sofort dieses Wirtschaftsprogramm verwirklicht<lb/>
wird, aber er hat einen Lichtblick darin gesehen, dass wir jetzt wenigstens<lb/>
Ansätze machen. Er sieht in der Hauptaufgabe unseres Wirtschaftsprogrammes<lb/>
und unserer Wirtschaftspolitik die Rationalisierung der Gemischten österr.<lb/>
Wirtschaft durchzuführen und hier meinte er hätte wir doch einigermassen<lb/>
Teilerfolge zu verzeichnen. <rs type="person" ref="#per__115683">Matzner</rs> ist ansonsten ein sehr kritischer<lb/>
Mensch und ich war daher sehr erstaunt, dass er doch einen so positiven Ge<lb break="no"/>sichtspunkt in unserer Regierungstätigkeit gesehen hat und sieht.<lb/>
Härter war die Kritik von <rs type="person" ref="#per__97841">Prager</rs>, der insbesondere darauf hinwies, dass<lb/>
d e r sozialistische Wirtschaftsminister <rs type="person" ref="#per__97985">Staribacher</rs> doch viel zu wenig<lb/>
für die Koordination der Wirtschaftspolitik tut. Ich wies natürlich sofort<lb/>
die Bezeichnung, dass ich d e r soz. Wirtschaftsminister bin, zurück,<lb/>
denn ich hatte in meinem Vortrag schon klar und deutlich zu erkennen<lb/>
gegeben, dass auf Grund der Kompetenzlage in Wirklichkeit der Finanzmini<lb break="no"/>ster den grössten Einfluss auf die österreichische Wirtschaftspolitik<lb/>
nehmen kann. Auf Grund der Kompetenzverteilung an die niemand mehr<lb/>
ernstlich denkt, sie zu ändern, wird dies auch in Hinkunft so bleiben.<lb/>
Die Überlegungen, die seinerzeit zu einem Wirtschaftsministerium hätten<lb/>
führen sollen, waren wie übereinstimmend festgestellt wurden, ja doch<lb/>
mehr politischer Natur, d.h. man hat der ÖVP nicht alle Wirtschaftsmini<lb break="no"/>sterien überlassen wollen, deshalb sollte ein Wirtschaftsministerium<lb/>
geschaffen werden, das dann im Gegensatz zum in der ÖVP befind<lb break="no"/>lichen Finanzministerium Wirtschaftsagenden bekommt und damit als gleich<lb break="no"/>wertiges oder zumindestens annähernd gleichwertiges SPÖ-Ministerium gegen<lb/>
den ÖVP-Finanzminister auftreten könnte. Da nun aber eine monochrome<lb/>
Regierung existiert und jetzt einmal auch auf 4 Jahre weiter existieren<lb/>
wird, so meinte <rs type="person" ref="#per__115683">Matzner</rs>, bräuchte man sich jetzt nicht mehr den Kopf<lb/>
über ein Wirtschaftsministerium so zu zerbrechen. Ich glaube, dass hier<lb/>
<pb n="08-1261" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band08/08_1971-10-27_1261.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>doch auch mitwirkt, dass <rs type="person" ref="#per__115683">Matzner</rs> derzeit beim Finanzministerium als<lb/>
Experte tätig ist. Was mich in der Diskussion am meisten gewundert<lb/>
hat, war, dass <rs type="person" ref="#per__97498">Grünwald</rs>, der in der ÖIAG ja die Schwierigkeiten,<lb/>
die sich jetzt für eine Wirtschaftspolitik ergeben genau kennenlernt,<lb/>
noch immer auf dem-Standpunkt steht, zumindestens innerlich, dass wir<lb/>
viel zu langsam mit unseren Ideen durchdringen. Er meinte, wir liessen<lb/>
alles viel zu lange reifen und bedienen und heute nicht nur der Sprach<lb break="no"/>regelung der Bürokratie sondern haben auch schon den langsamen, den be<lb break="no"/>dächtigen Schritt, den die Bürokraten entwickeln, nämlich wenn schon<lb/>
überhaupt etwas zu tun, dann nur auf lange Sicht und nur äusserst zäh<lb/>
Reformen durchzuführen. Ich glaube, dass es bei vielen Mitgliedern<lb/>
unseres Kautsky-Kreises ein innerliches Bedürfnis ist, wenigstens<lb/>
in solchen Diskussionen ihr Unbehagen, das sie haben, zum Ausdruck<lb/>
zu bringen. Ich bin überzeugt davon, dass alle von ihnen, oder zumindestens<lb/>
der grösste Teil, genau die Schwierigkeiten kennen, die sich uns ent<lb break="no"/>gegenstellen, dass sie auch wissen, dass wir mit diesen Schwierig<lb break="no"/>keiten auf lange Sicht gesehen, nur durch entsprechende Änderungen<lb/>
der Bürokratie fertig werden können, dass sie aber diese Schwierigkeiten<lb/>
innerlich nicht zur Kenntnis nehmen wollen, und deshalb zumindestens<lb/>
durch Kritik bei solchen Vorträgen ihre innere Überzeugung, dass<lb/>
mehr geschehen müsste, befriedigen. Den Weg dazu können sie uns<lb/>
auch nicht zeigen Um aber unseren Genossen die Möglichkeit zu geben,<lb/>
werden wir in Hinkunft unsere wirtschaftspolitische Konferenz mit<lb/>
einem Jour fixe festlegen und mit einem ganz festen Tagesordnungs<lb break="no"/>punkt ausstatten. Das nächste Mal wird eben über die Kartellge<lb break="no"/>setzgebung und über die Kartellpolitik gesprochen werden und <rs type="person" ref="#per__133082">Auracher</rs><lb/>
wird einen diesbezüglichen Einleitungsvortrag halten.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-10-27_07">ANMERKUNG FÜR <rs type="person" ref="#per__98053">WANKE</rs>: Ich habe dies <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> vorher mitgeteilt, der –<lb/>
wie konnte es auch anders sein – in seiner jetzigen Verfassung mit<lb/>
allem einverstanden ist und bittet Dich aber nun, veranlasse alle<lb/>
technischen Vorbereitungen. Fixiere also den Zeitpunkt genau, schik<lb break="no"/>ke schriftliche Einladungen aus und wir sollten gleichzeitig auch<lb/>
diesen Tag dann im Monat einmal als als wirtschaftspolitische Kom<lb break="no"/>mission endgültig fixieren.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-10-27_08">Ich hatte dann abends noch Gelegenheit mit <rs type="person" ref="#per__97570">Hrdlitschka</rs> zu sprechen.<lb/>
Der Präsident der Arbeiterkammer ist mir gegenüber zumindestens<lb/>
keinesfalls verärgert. Er selbst meint nur, dass <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> sich sehr<lb/>
aufgeregt hat, weil die Beiratsmitglieder bei einer Tagung besprochen<lb/>
<pb n="08-1262" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band08/08_1971-10-27_1262.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>und beschlossen haben, doch wirtschaftspolitische Überlegungen<lb/>
anstellen, ohne dass die Präsidenten einen diesbezüglichen Auftrag<lb/>
im Konkreten geben. <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> sieht darin scheinbar eine grosse Gefahr<lb/>
dass ihm der Beirat aus der Hand gleitet und ist über diese Entschei<lb break="no"/>dung sehr verärgert. <rs type="person" ref="#per__97570">Hrdlitschka</rs> dürfte aber von dieser Absicht vorher<lb/>
gewusst haben und vielleicht auch gutgeheissen haben. Ich glaube,<lb/>
dass es aber zielführend sein müsste, wenn wir mehr Kontakt untereinander<lb/>
halten. Da er in der Wirtschaftspolitischen Kommission ja ist, wird<lb/>
es sehr gut sein, wenn wir mit den konkreten Tagesordnungspunkten<lb/>
immer versuchen, ihn oder auch <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> oder vielleicht auch den einen<lb/>
oder anderen Minister, der dafür Zeit hat, zu gewinnen. Ich kann mir<lb/>
z.B. sehr gut vorstellen, dass zu dieser Kartellsitzung natürlich<lb/>
auch <rs type="person" ref="#per__97372">Broda</rs> eingeladen wird und vielleicht auch kommt oder zumindestens<lb/>
einen Genossen seines Ministeriums schickt. Das schlechteste wäre<lb/>
und <rs type="person" ref="#per__97570">Hrdlitschka</rs> stimmte mir zu, wenn wir nur vor den Wahlen wieder<lb/>
unsere Experten oder unsere Interessenvertretungen mehr an die<lb/>
Regierung heranbringen. Ich glaube, dann müsste der Eindruck entstehen,<lb/>
dass sie nur Handlanger einer Regierung sind, die sie halt braucht.<lb/>
Ich glaube, dass es viel notwendiger ist, wirklich den Genossen das<lb/>
Gefühl zu geben, dass ihr Gehirnschmalz, ihre Ideen, ihre Vorstellungen<lb/>
während der ganzen Zeit wissen wollen und sogar mit ihnen darüber disku<lb break="no"/>tieren wollen. Wie weit wir sie dann verwirklichen wollen, ist eine<lb/>
zweite Sache. Ich bin aber überzeugt, wenn wir diesen Intellektuellen<lb/>
aber vor allem auch den Interessensvertretungen das Gefühl geben, dass<lb/>
wir sie nicht nur brauchen, sondern auch tatsächlich ihre Ideen versuchen<lb/>
zumindestens zu verwirklichen, dass wir dann ein besseres Klima herstellen<lb/>
könne, als wir es derzeit haben.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-10-27_09"><rs type="person" ref="#per__98053">Wanke</rs> hat sich wegen dieses Vortrages im Kautsky-Kreis sehr viel Arbeit<lb/>
gemacht. Er hat, um diesem Kreis auch einen Theoretiker <rs type="person" ref="#per__97985">Staribacher</rs><lb/>
vorführen zu können, sich bemüht, theoretische Überlegungen in einem<lb/>
Papier festzuhalten. Darin war auch ein sehr guter Vergleich über<lb/>
die Bürokratie. Er meinte dort, dass man aus einem Ackergaul keinen Lipiz<lb break="no"/>zaner machen kann. Dieser treffende Vergleich gilt aber auch für<lb/>
meine theoretischen Kenntnisse, auch hier kann er aus einem Ackergaul<lb/>
keinen Lipizzaner machen und ich habe deshalb zwar natürlich diesen<lb/>
Anregungen folgend auch einige theoretische Überlegungen angebracht,<lb/>
aber Ackergaul bleibt Ackergaul.<lb/>
</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band08_1971-10-27_10"/>
         </div>
      <div type="back"><pb n="08_1254_06" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band08/08_1971-10-27_1254-06.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>
         <div type="attachment" subtype="cabinetAgenda">
            <head>Tagesprogramm, 27.10.1971</head>
         </div>
      </div></body>
      <back><listPerson><person xml:id="per__97985">
               <persName type="label">Staribacher, Josef</persName>
               <persName><surname>Staribacher</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation/>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/125942052</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97838">
               <persName type="label">Prager, Theodor</persName>
               <persName><surname>Prager</surname><forename>Theodor</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__98034">
               <persName type="label">Veselsky, Ernst Eugen</persName>
               <persName><surname>Veselsky</surname><forename>Ernst Eugen</forename></persName>
               <occupation/>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/12254711X</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97722">
               <persName type="label">Marhold, Helmut</persName>
               <persName><surname>Marhold</surname><forename>Helmut</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/1035518031</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__108321">
               <persName type="label">Rameder, Maria</persName>
               <persName><surname>Rameder</surname><forename>Maria</forename></persName>
               <occupation>MR HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97311">
               <persName type="label">Androsch, Hannes</persName>
               <persName><surname>Androsch</surname><forename>Hannes</forename></persName>
               <occupation>Finanzminister</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/118503049</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97646">
               <persName type="label">Koppe, Fritz</persName>
               <persName><surname>Koppe</surname><forename>Fritz</forename></persName>
               <occupation>Sekr. JS, ab 1973 GF VKI</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97498">
               <persName type="label">Grünwald, Oskar</persName>
               <persName><surname>Grünwald</surname><forename>Oskar</forename></persName>
               <occupation>Büro Staribacher; ÖIAG</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/1053195672</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97584">
               <persName type="label">Jagoda, Karl</persName>
               <persName><surname>Jagoda</surname><forename>Karl</forename></persName>
               <occupation>Leiter Sekt. III HM</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97841">
               <persName type="label">Prager, Theodor (Teddy)</persName>
               <persName><surname>Prager</surname><forename>Theodor (Teddy)</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__133082">
               <persName type="label">Auracher, Otto</persName>
               <persName><surname>Auracher</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>erst AK, dann GF INPADOC</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__137912">
               <persName type="label">Gall, A</persName>
               <persName><surname>Gall</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>Patentamt [1971; Vorname vmtl. Günter]</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98053">
               <persName type="label">Wanke, Otto</persName>
               <persName><surname>Wanke</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>SChef HM</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/12195126X</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97372">
               <persName type="label">Broda, Christian</persName>
               <persName><surname>Broda</surname><forename>Christian</forename></persName>
               <occupation>Justizminister</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97570">
               <persName type="label">Hrdlitschka, Wilhelm</persName>
               <persName><surname>Hrdlitschka</surname><forename>Wilhelm</forename></persName>
               <occupation>AK, ÖIAG</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/128336552</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__137921">
               <persName type="label">Flach, A</persName>
               <persName><surname>Flach</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>[Dr., hält 1971 beim Staatspreis für gute Form [später: Staatspreis
                  Design] im Bauzentrum einen Vortrag über Industrial Design; vorerst nicht
                  gefunden]</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__125823">
               <persName type="label">Hanisch, A</persName>
               <persName><surname>Hanisch</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>MR HM; evtl. ident mit Hanisch, Peter?</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__115683">
               <persName type="label">Matzner, Egon</persName>
               <persName><surname>Matzner</surname><forename>Egon</forename></persName>
               <occupation>Ökonom</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98100">
               <persName type="label">Wohlgemuth, A</persName>
               <persName><surname>Wohlgemuth</surname><forename>A</forename></persName>
               <occupation>MR HM [ev. Falschschreibung; 1972 lt. JS bereits
                  pensioniert]</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__137669">
               <persName type="label">Bogsch, Árpád</persName>
               <persName><surname>Bogsch</surname><forename>Árpád</forename></persName>
               <occupation>GS BIRPI/WIPO, ab 1973 Direktor</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__134300">
               <persName type="label">Metzner, Herbert</persName>
               <persName><surname>Metzner</surname><forename>Herbert</forename></persName>
               <occupation>MR HM/VM (Ministerienneuorganisation 1974)</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__98012">
               <persName type="label">Thaler, Gottfried</persName>
               <persName><surname>Thaler</surname><forename>Gottfried</forename></persName>
               <occupation>(ehem.) Präs. Patentamt</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__123314">
               <persName type="label">Lorenz, Thomas</persName>
               <persName><surname>Lorenz</surname><forename>Thomas</forename></persName>
               <occupation>Hofrat Patentamt; evtl. Falschidentifikation</occupation>
               </person>
            <person xml:id="per__97543">
               <persName type="label">Heindl, Kurt</persName>
               <persName><surname>Heindl</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>1970-1973 Büro Staribacher, SPÖ-NR-Abg., stv. Vors.
                  SPÖ-Landstraße</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/102318379X</idno>
               </person>
            <person xml:id="per__97915">
               <persName type="label">Schipper, Hans</persName>
               <persName><surname>Schipper</surname><forename>Hans</forename></persName>
               <occupation/>
               </person>
            <person xml:id="per__97346">
               <persName type="label">Benya, Anton</persName>
               <persName><surname>Benya</surname><forename>Anton</forename></persName>
               <occupation>ÖGB-Präs., NR-Präs.</occupation>
               <idno type="GND">http://d-nb.info/gnd/119083906</idno>
               </person>
            </listPerson></back></text>
</TEI>