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            <title type="main">Donnerstag, der  7. Jänner 1971</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band04_1971-01-07_01">Donnerstag, 7. Jänner 1971<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band04_1971-01-07_02">Generaldirektor <rs type="person" ref="#per__134288">Millwisch</rs> vom Verkehrsbüro möchte, dass wir das<lb/>
AUA-Lokal in der Fifth Avenue unter allen Umständen für die Ver<lb break="no"/>kehrswerbung und für die Österreich-Werbung erhalten. Das AUA-Lokal<lb/>
kostet 95 $ pro Jahr und hat bis jetzt der AUA als Buchungsbüro<lb/>
gedient. Die AUA wünscht nun mit 30. März dieses Lokal aufzu<lb break="no"/>geben und die ÖFVW soll es ihr ablösen. Sie stellt sich vor,<lb/>
3,5 Mill. S für die aufgelaufenen Investitionen zu bekommen. Der<lb/>
Min.Rat <rs type="person" ref="#per__97684">Langer-Hansel</rs> hat sich vorgestellt, dass wir dort ein Verkauf<lb break="no"/>büro für österreichische Waren mit Hilfe der Bundeskammer, die ÖFVW,<lb/>
das Verkehrsbüro und die AUA noch immer als Buchungsbüro für Öster<lb break="no"/>reich teilweise aufrechterhalten können. Das Verkehrsbüro will<lb/>
200.000 S daraufgeben. Für die Verkehrswerbung, die bei Minister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> ressortiert, spreche ich bei der Ministerratsvorbe<lb break="no"/>sprechung und <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> selbst wird ebenfalls versuchen, Geld<lb/>
flüssig zu machen. <rs type="person" ref="#per__134288">Millwisch</rs> ist der Meinung, dass die alte AUA<lb/>
auch dann wenn die Swiss-Air-AUA im Jahre 1972 endgültig den Flugver<lb break="no"/>kehr wird arrangieren, noch immer existieren wird müssen. Nach seinem<lb/>
Dafürhalten sollte die alte AUA existent bleiben, u.a. die Charter<lb break="no"/>flüge in Österreich durchzuführen. Die AUA ist derzeit in der Austri<lb break="no"/>an-Airtransport 40 % beteiligt. 20 % das Verkehrsbüro, 20 %<lb/>
die Donau-Finanz, das ist die Nachfolge vom seinerzeitigen LH-Stv.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__134289">Müllner</rs>, 10 % Pölz und 10 % Reisebüro Renner. Die letzteren hatten<lb/>
sich bei der Austrian-Airtransport deshalb beteiligen können, weil<lb/>
sie eine Flugkonzession für Charterflüge angesucht hatte. Ich bin<lb/>
nicht so überzeugt, dass diese Defizitaktionen, denn auch die<lb/>
Charter-Flüge zahlt die Fluggesellschaft sehr drauf, dass diese<lb/>
Defizit-Aktionen weiter werden geführt werden können. Ich erkläre<lb/>
aber <rs type="person" ref="#per__134288">Millwisch</rs>, dass dies nicht mein Problem ist, sondern dass<lb/>
dies <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> lösen muss.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band04_1971-01-07_03">Bei der Ministerratsvorbesprechung teilte <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> mit, dass er<lb/>
<rs type="person" ref="#per__126976">Strache</rs> bereits gesagt hat, dass eine solche Einteilung der Mini<lb break="no"/>ster zur Bundespräsidentenwahl wie er sie sich vorstellte, nicht<lb/>
erfolgen könnte. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> ist der Meinung, es sollten Versammlung erst<lb/>
ab Freitag, 17.00 Uhr, d.h. nach Dienstschluss von Ministern in den<lb/>
Bundesländern eingeteilt werden, um der Regierung nicht den Vorwurf<lb/>
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und sich nur in die Bundespräsidentenwahl stürzt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> hat übrigens<lb/>
die Idee, es sollte jeder Minister in einer Landeshauptstadt einen<lb/>
Sprechtag haben, damit gegebenenfalls die Leute und aber auch Organi<lb break="no"/>sationen sich direkt an den Minister wenden können. Er glaubt, dass<lb/>
er damit den schwarzen Landesregierungen das Wasser abgraben kann.<lb/>
Diese Idee wird nicht diskutiert, aber auch aus den Gesichtern kann<lb/>
ich entnehmen, dass die Minister eigentlich nicht begeistert sind.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint allerdings, dass wir ja sowieso in die Bundesländer<lb/>
so fahren und man müsste dann nur der Landeshauptstadt sagen, an dem und<lb/>
und dem Tag einmal im Monat oder einmal alle drei Monate kommt der<lb/>
Minister. Die Angriffe von <rs type="person" ref="#per__134290">Gasperschitz</rs> gegen die Personalbestellungen<lb/>
zum Jahreswechsel kommen nicht an. Sollte keine parlamentarische Anfrage kom<lb break="no"/>men, so werden wir das Problem nicht weiter aufgreifen sondern werden<lb/>
zuwarten, bis sich eine Gelegenheit schickt um dann mit der ÖVP abzu<lb break="no"/>rechnen, was sie nämlich für eine Personalpolitik betrieben hat.<lb/>
Insbesondere sollen dann die Bestellungen in der Nach am 20. April<lb/>
wo <rs type="person" ref="#per__111325">Mock</rs> und <rs type="person" ref="#per__112159">Neisser</rs> noch schnell entgegen die Gesetze Dienstposten be<lb break="no"/>kommen haben, aufgezeigt werden. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> erklärt mir am Abend bei einer<lb/>
Besprechung, dass er sich unter allen Umständen im Klub gegen eine<lb/>
entsprechende Anfrage, sei sie dringlich oder sonstwie, aussprechen<lb/>
wird, denn seiner Meinung nach würde er unter allen Umständen sich<lb/>
dagegen wehren, dass die Personalvertretung Vorschläge machen könnte,<lb/>
wer zu bestellen sei.<lb/>
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die in Zukunft gratis an die Schüler abgegeben werden sollten, bei<lb/>
den Lehrern auf den heftigsten Widerstand stosst. Diese wollen sowohl<lb/>
die Gewerkschaft als auch die Personalvertretungen sofort entsprechende<lb/>
Lehrpflichtermässigungen dafür kriegen, d.h. weitere Freizeit heraus<lb break="no"/>schinden. Wir kommen überein, dass wir die Buchhändler ersuchen werden,<lb/>
sie sollen uns entsprechende Vorschläge machen, wie sie sich die Ver<lb break="no"/>teilung am besten vorstellen. Vielleicht gelingt es, dass wir über die<lb/>
Buchhändler die Verteilung vornehmen können, ohne dass die Lehrer<lb/>
dafür benötigt werden. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> wird mir ein diebegzügliches Elaborat<lb/>
schicken und ich werde es dann mit der Buchhändlerorganisation ver<lb break="no"/>handeln. <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> weist auch darauf hin, dass er die Winterferien jetzt<lb/>
untersucht hat. Soviel ihm mitgeteilt wird, hätte die Erhebung er<lb break="no"/>geben, dass nur 15 % einen Winterurlaub in der sogenannten Jänner-Lücke<lb/>
machen würden, 85 % würden in den Städten bleiben und warten, dass<lb/>
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Auffassung ist es insbesondere nur der Fremdenverkehr und die Selbst<lb break="no"/>ständigen, die es sich leisten können, die wünschen, dass im Jänner<lb/>
um die Fremdenverkehrslücke zu schliessen, Schulferien eingeführt<lb/>
werden sollten. Ich schlage <rs type="person" ref="#per__97488">Gratz</rs> eine Enquete vor, die er allerdings<lb/>
mit der Berechtigung ablehnt, dass er solange er selbst nicht genau<lb/>
weiss, was er will, nicht eine Enquete machen möchte. Ich glaube, es<lb/>
ist zielführend, wenn wir bei uns im Haus endlich die gewünschte Aus<lb break="no"/>kunft kriegen können, was der Fremdenverkehr wirklich in der Jänner-Lücke<lb/>
von der Schulverwaltung erwartet.<lb/>
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Angriff genommen wird, dass er aber in dieser Frage mit dem Handels<lb break="no"/>minister, Land- und Forstwirtschaftsminister und dem Finanzminister<lb/>
gemeinsam vorgehen will. Ich melde sofort an, dass wir nur unter<lb/>
gleichen Wettbewerbsbedingungen die Genossenschaftsfrage und die Gewerbe<lb break="no"/>ordnung und vor allen die finanziellen steuerlichen Fragen in Angriff<lb/>
nehmen können. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> und die anderen Regierungsmitglieder stimmen<lb/>
dem vorbehaltlos zu, allerdings war <rs type="person" ref="#per__98055">Weihs</rs> bei dieser Sitzung nicht<lb/>
anwesend. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> meint, dass die Agrargenossenschaften sehr unbeliebt<lb/>
sind, weil sie sich wie Kulaken benehmen und die kleineren und mittleren<lb/>
Bauern in Wirklichkeit drangsalieren.<lb/>
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den Anstalten mit Hilfe von Briefen, die sie an die Pensionisten schicken<lb/>
automatisch von denen dann so angeschickt werden sollten. <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> erwidert<lb/>
sofort, dass dies nicht möglich ist, da die PVA dann die Briefe teil<lb break="no"/>weise nicht bekommen würden, die alten Leute würden vielleicht darauf<lb/>
vergessen oder sie verlieren und dann müsste die Pensionsversicherungs<lb break="no"/>anstalt schauen, wie sie zur Lohnsteuerkarte kommt. Er hätte dies mit den<lb/>
PVA, er ist ja auch Obmann einer solchen, des öfteren schon besprochen<lb/>
und es gibt hier keine andere Möglichkeit, als dass man es den Pensioni<lb break="no"/>sten selbst überlässt, ob die die Karte an die Pensionsversicherungs<lb break="no"/>anstalt rekommandiert, d.h. eingeschrieben schickt oder selbst er<lb break="no"/>scheint und die Karte selbst beim Schalter gegen Bestätigung abzu<lb break="no"/>geben. Aus der ganzen Bemerkung entnehme ich nur, dass<lb/>
<rs type="person" ref="#per__98105">Wondrack</rs> die Idee gehabt hat und ohne mit <rs type="person" ref="#per__97525">Häuser</rs> vorher zu sprechen,<lb/>
diese sofort in den Ministerrat gebracht hat. Staatssekretäre haben wirk<lb break="no"/>lich ein schweren Leben einerseits, andererseits aber machen sie schein<lb break="no"/><pb n="04-0004" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band04/04_1971-01-07_0004.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>bar doch sehr wenig von einem Koordinationsgespräch mit ihren Ministern<lb/>
Gebrauch.<lb/>
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Dr. <rs type="person" ref="#per__134291">Gschwandtner</rs> vom Burgenland zur Bestätigung vorlegen. Die bgl. Landes<lb break="no"/>regierung, die einen Beschluss fassen könnte mit 3:3 könnte dann der<lb/>
Landeshauptmann diremieren, hat einen solchen Beschluss nicht zustande<lb break="no"/>gebracht, da die Landesregierungsmitglieder der ÖVP immer wieder die<lb/>
Sitzung verlassen haben. Nachdem aber die Landesregierung die Strafbe<lb break="no"/>stimmung nicht anwenden will beim dritten Mal, wenn sie eine Sitzung<lb/>
verlassen, kann der Landeshauptmann einen entsprechenden Abzug von den<lb/>
Bezügen durchführen, hat <rs type="person" ref="#per__114583">Kery</rs> den Dr. <rs type="person" ref="#per__134291">Gschwandtner</rs> provisorisch betraut<lb/>
und die Bundesregierung muss es bestätigen. Der Verfassungsdienst, <rs type="person" ref="#per__97700">Loeben<lb break="no"/>stein</rs>, hält diese Vorgangsweise für verfassungswidrig und es besteht die<lb/>
Gefahr, dass sie angefochten wird. Trotzdem werden wir, um die Burgen<lb break="no"/>länder aus dieser peinlichen Situation zu befreien, die Bestätigung<lb/>
vornehmen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band04_1971-01-07_08">Ich frage <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wegen des Kompetenzgesetzes und stelle gleich fest,<lb/>
dass ich den <rs type="person" ref="#per__97700">Loebenstein</rs>-Entwurf in dieser Fassung nicht akzeptieren<lb/>
könnte. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> sagt, dies sei auch gar nicht notwendig, er selbst hatte<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97700">Loebenstein</rs> nicht überzeugen können, dass es zielführender ist, einen<lb/>
Generalsekretär wie z.B. im Aussenamt oder einen Generaltruppeninspektor<lb/>
wie im Heeresministerium auch in allen anderen Ministerien aufzubauen,<lb/>
da <rs type="person" ref="#per__97700">Loebenstein</rs> und <rs type="person" ref="#per__134292">Mrkowitsch</rs> sich nicht <rs type="person" ref="#per__97601">Jiresch</rs> im BKA unterstellen<lb/>
wollen. Wir werden uns aber einen ganze Tag mit diesem Kompetenzgesetz<lb/>
in der nächsten Zeit beschäftigen und dann unsere Meinung zu dem Ent<lb break="no"/>wurf abgebe. Auf alle Fälle sollen die Ministerbüros, die ich verlangt<lb/>
habe, erhalten bleiben. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> teilt auch gleichzeitig mit, dass das<lb/>
Beamtenschutzgesetz als verfassungswidrig zu betrachten sei, da die<lb/>
Ministerverantwortung eingeschränkt wird, indem man keinen Sektionschef<lb/>
oder Abteilungsleiter versetzen kann. Loebenstein, der diesem Gesetz<lb break="no"/>entwurf seiner die verfassungsmässige Zustimmung gegeben hat, ist hier<lb/>
natürlich anderer Meinung. Wenn der Gesetzentwurf aber von irgend<lb/>
jemandem angefochten wird und aufgehoben wird, so besteht Übereinstimmung<lb/>
mit <rs type="person" ref="#per__98066">Robert Weisz</rs>, dem Gewerkschaftsvertreter, dass man nur die leitenden<lb/>
Funktionen. d.h. die Sektionschefs und die Abteilungsleiter wenn sie<lb/>
aufgehoben wird, in Zukunft versetzen soll können. In der nächsten Zeit<lb/>
wird auch <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> den Verwaltungsreformkommissionsbericht, der unter <rs type="person" ref="#per__97634">Klaus</rs><lb/>
eingeleitet wurde, vorlegen.<lb/>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band04_1971-01-07_09">Das Gremium für den Brennstoffhandel mit Komm.Rat <rs type="person" ref="#per__121792">Steidl</rs>, dem<lb/>
Sekretär Dr. <rs type="person" ref="#per__134959">Widhalm</rs>, mit einigen Herren und Dr. <rs type="person" ref="#per__134294">Zajicek</rs> von der<lb/>
Bundeskammer kommen, weil sie mit der Entscheidung, dass wir die<lb/>
Löhne erst mit 1.4. anrechnen lassen wollen und damit die Preis<lb break="no"/>erhöhung ab diesem Zeitpunkt zurückstauen, protestieren. Ich<lb/>
erklärte ihnen sofort, dass es sich hier nicht um einen böhmischen<lb/>
Fehler handelt, sie hatten nämlich den 4.1. verlangt und ich<lb/>
hatte mit der Preisbehörde vereinbart, den 1.4. erst zu genehmigen,<lb/>
sondern um eine Tradition, die sie im Vorjahr begonnen haben, fort<lb break="no"/>gesetzt werden soll. Ich erklärte ihnen rundwegs, dass ja <rs type="person" ref="#per__97634">Klaus</rs> zu<lb break="no"/>gegeben hat, dass solange die Märzwahlen nicht vorüber sind im Jahre<lb/>
1970 keinerlei zusätzliche Preiserhöhungen kommen sollen. Er hat dies<lb/>
bei Kohle und bei Bier und bei vielen anderen Produkten mit Erfolg<lb/>
versucht. Da das Gremium damals die Zustimmung gegeben hat, sehe<lb/>
ich keinen Grund, dass die jetzige Regierung anders verfahren wird.<lb/>
Ich bin aber bereit, die Spannen für den Kleinhandel derzeit beträgt<lb/>
die Spanne 11.70 S/q und soll um 1.17 erhöht werden, dass diese<lb/>
Spanne, wenn andere Möglichkeiten wir Kursumrechnung oder dass<lb/>
der Rutschen- oder Streckenhandel, oder Importhandel auf einen Teil<lb/>
seiner Spanne verzichtet, erhöht werden könnte. Der Verbraucherpreis<lb/>
darf allerdings nicht erhöht werden. Dem Kleinhandel versichere<lb/>
ich ausserdem, dass gerade ich mich sehr bemühe, sie in die<lb/>
Ölversorgung für die Brennofen einzuschalten und die Bestimmung,<lb/>
wonach sie nur 30 Kanister in ihrem Geschäft aufbewahren dürfen,<lb/>
versuche mit der Feuerpolizei und den anderen dafür zuständigen Stellen<lb/>
zu besprechen, damit entsprechende Erleichterungen Platz greifen<lb/>
sollen. Meiner Auffassung nach müsste es gelingen, den Kleinhandel für<lb/>
diese zukünftig wichtige Zukunftsweisende Versorgung einzuschalten.<lb/>
Dies ist nicht nur im Interesse des Kleinhandels sondern auch im<lb/>
Interesse des Verbrauchers, denn es können die Tankstellen allein<lb/>
nicht die Versorgung der Ölkunden in Zukunft restlos übernehmen.<lb/>
Weiters biete ich dem Gremium und der Bundeskammer ab, wenn sie<lb/>
mit der Regelung nicht einverstanden sind, die Preisregelung für<lb/>
Kohle unverzüglich aufzuheben. Ich habe erwartet, und es wurde mir<lb/>
auch bestätigt, dass dieser Vorschlag auf das entschiedenste von ihnen<lb/>
abgelehnt wird. Die Bundeskammer-Vertreter sind der Meinung, dass dann<lb/>
die Ost-Gesellschaft wie Polkarbon, Briko usw. imstande wären, den<lb/>
ansässigen Handel ganz aus dem Geschäft hinauszudrängen und verlangen<lb/>
deshalb unter allen Umständen die Preisregelung zumindestens bis zur<lb/>
Einführung der Mehrwertsteuer aufrecht zu erhalten. Wir erleben also<lb/>
dieselbe Situation wie beim Öl, dass sowohl die Handelskammer als<lb/>
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die doch nur eine Höchstpreisregelung ist, festhalten wollen.<lb/>
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betreffend die Bürges mit mir zu besprechen. Einleitend aber fragten<lb/>
sie mich, welchen Mann ich für <rs type="person" ref="#per__97684">Langer-Hansel</rs> in die Fremdenverkehrs<lb break="no"/>werbung bringen möchte. Ich erwiderte, dass die Arbeiter <rs type="person" ref="#per__97684">Langer-Hansels</rs><lb/>
aus den grossen Widerstand der Länder-Vertreter einhellig stösst und<lb/>
ich bin gerne bereit, wenn sie einen entsprechenden Vorschlag haben,<lb/>
den zu ventilieren. <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> schlägt mir den Hofrat <rs type="person" ref="#per__123822">Gaisbacher</rs> von<lb/>
der Steiermark vor. Es gelingt mir, ihn noch auf den New Yorker Ver<lb break="no"/>treter der Fremdenverkehrswerbung <rs type="person" ref="#per__134295">Patzak</rs> aufmerksam zu machen und<lb/>
er wird versuchen, dies bei seinen Leuten durchzusetzen. Ich verlange,<lb/>
dass der Vorschlag allerdings von den Ländern kommen muss. Zuletzt<lb/>
will <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> unbedingt den neuen Sektionschef kennenlernen. Ich stelle<lb/>
diese Verbindung natürlich sofort her, <rs type="person" ref="#per__97769">Mussil</rs> hat begriffen, dass<lb/>
er mit dem Mann 22 Jahre zusammen arbeiten muss und bemüht sich des<lb break="no"/>halb von allem Anfang an mit ihm ein gutes Einvernehmen herzustellen.<lb/>
Genau dies wollten wir auch.<lb/>
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            <head>hs. Notizen (Tagesprogramm Rückseite)</head>
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               <persName type="label">Klaus, Josef</persName>
               <persName><surname>Klaus</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>BK 1966-70, ÖVP</occupation>
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               <persName type="label">Wondrack, Gertrude</persName>
               <persName><surname>Wondrack</surname><forename>Gertrude</forename></persName>
               <occupation>Sts. Sozialministerium bis 1971</occupation>
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               <persName type="label">Millwisch, Leopold</persName>
               <persName><surname>Millwisch</surname><forename>Leopold</forename></persName>
               <occupation>Generaldir. Österr. Verkehrsbüro [?]</occupation>
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               <persName type="label">Rösch, Otto</persName>
               <persName><surname>Rösch</surname><forename>Otto</forename></persName>
               <occupation>Innenminister bis 1977, danach Verteidigungsminister</occupation>
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               <persName type="label">Neisser, Heinrich</persName>
               <persName><surname>Neisser</surname><forename>Heinrich</forename></persName>
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               <persName type="label">Gasperschitz, Alfred</persName>
               <persName><surname>Gasperschitz</surname><forename>Alfred</forename></persName>
               <occupation>ÖVP-NR-Abg.</occupation>
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               <persName><surname>Sallinger</surname><forename>Rudolf</forename></persName>
               <occupation>Handelskammer-Präsident</occupation>
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               <persName><surname>Gaisbacher</surname><forename>Josef</forename></persName>
               <occupation>Landesfremdenverkehrsamt Stmk. (Tirol?)</occupation>
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               <persName type="label">Steidl, Ernst</persName>
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               <occupation>Sektionsobmann Handel, Obmann Kohlenhandel</occupation>
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               <persName type="label">Gschwandtner, Reinhold</persName>
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               <occupation>Landesamtsdir. Burgenland</occupation>
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               <persName><surname>Zajicek</surname><forename>Kurt</forename></persName>
               <occupation>BHK, Gremium für den Brennstoffhandel 1971</occupation>
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               <occupation>Landwirtschaftsminister bis 1976</occupation>
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               <occupation>Vizekanzler, Sozialminister</occupation>
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               <occupation>Abg. z. NR, Klubobmann, ÖVP</occupation>
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               <occupation>Gen.Sekr. HK, ÖVP-NR-Abg., später AR-Präs. Verbund</occupation>
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               <occupation>Bundeskanzler</occupation>
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