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            <title type="main">Mittwoch, der 23. Dezember 1970</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-12-23_01">Die Generaldirektoren der Ölfirmen, geführt von Dr. <rs type="person" ref="#per__97739">Mieling</rs>,<lb/>
wollten eine Aussprache wegen der Mineralölpreise. Sie wollten<lb/>
eine Zusage, ob in späterem Zeitpunkt die Spanne für Dieseltreib<lb break="no"/>stoff erhöht werden würde. <rs type="person" ref="#per__97739">Mieling</rs> erklärte, dass er an dieser<lb/>
Entwicklung auch schuld sei, weil die Mineralölfirmen durch Wochen<lb/>
hindurch nur von einer 70-Groschen-Verteuerung, d.h. von 2.50<lb/>
auf 3.20 gesprochen haben. Diese 70 Groschen aber macht die Er<lb break="no"/>höhung der Steuer zuzüglich der Umsatzsteuer aus. Ich erklärte<lb/>
ihnen, dass die Bundesregierung ausserstande ist, einen höheren<lb/>
Dieselölpreis derzeit als 3.20 zu akzeptieren. Wenn die Ölfirmen<lb/>
unter allen Umständen eine andere Politik einschlagen, dann könnte<lb/>
gegebenenfalls von einer Preisregelung überhaupt Abstand genommen<lb/>
werden. Da derzeit noch ein Transportausgleich besteht und daher<lb/>
die östl. Bundesländer einen höheren Preis bezahlen, als sie de facto<lb/>
zahlen müssten und die westlichen Bundesländer dadurch subventio<lb break="no"/>niert werden, bin ich überzeugt, dass es zu keinem diesbezüglichen<lb/>
Wunsch von Seiten der Bundeskammer kommt, die Preisregelung auch tat<lb break="no"/>sächlich aufzuheben. Ich wies weiters darauf hin, dass die Bundes<lb break="no"/>kammer einen Antrag an das Handelsministerium gestellt hatte, wonach<lb/>
in Zukunft perzentuell Spannen für die Tankstellenhalter, Pächter<lb/>
der Tankstelle 8 %, für Eigentümer der Tankstelle 12 % mindestens<lb/>
betragen sollte. <rs type="person">Meiling</rs> und die anderen Herren waren über diesen<lb/>
Antrag informiert, erklärten aber gleichzeitig, dass dieser An<lb break="no"/>trag mit ihnen niemals koordiniert wurde. Ich wies weiters darauf hin<lb/>
dass infolge des Dieselölüberschusses in den Sommermonaten dann<lb/>
wird ja Heizöl in nur geringem Masse gekauft, mit grösster Anstren<lb break="no"/>gung werden diesen Preis 3.20 halten können. Die gaben zu, dass<lb/>
die Grossabnehmer – Lastfuhrwerksunternehmer, die eigene Tanks haben<lb/>
usw. – dass die den Preis sehr stark drücken und sie einen sehr har<lb break="no"/>ten Konkurrenzkampf auf diesem Sektor untereinander führen. Sie<lb/>
wollten die Diskussion in einigen Wochen fortsetzen und erhoffen sich<lb/>
dass der Handelsminister ihre Interessen entsprechend vertritt. Ich<lb/>
habe ihnen keine Illusion gelassen und mich nur bereit erklärt,<lb/>
einige technische Verbesserungen für ihre Heizölabsatz<lb break="no"/>organisationen zu untersuchen. Wir wollen ja bekanntlicherweise<lb/>
die derzeitigen, oft sehr strengen Lagerbestimmungen z.B. dürfen<lb/>
nur gewisse Anzahl von Kanistern bei den Kleinhändlern lagern und<lb/>
in einem Zimmer dürfen nur 300 l Heizöl aufbewahrt werden, novel<lb break="no"/>lieren.</p>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-12-23_02">Min.Rat <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> ist es gelungen, die Japaner zu einer Vertrags<lb break="no"/>verlängerung um ein weiteres Jahr zu gewinnen, obwohl wir nicht<lb/>
die gewünschten 20 Positionen aus der Negativliste in eine Libera<lb break="no"/>lisierungsliste übertrugen, sondern nur 18 Position. Bekanntlicher<lb break="no"/>weise haben wir den Japanern immer gewisse Zugeständnisse gemacht<lb/>
und unsere Negativliste entsprechend verkleinert, damit sie als<lb/>
GATT-Mitglieder bereit sind, diese Negativliste auch weiterhin zu<lb/>
akzeptieren. Der japanische Botschafter hatte angefragt, ob ich<lb/>
zur Vertragsunterzeichnung kommen würde, dann würde er auch erschei<lb break="no"/>nen. Da dies nur eine l0-Minuten-Angelegenheit gewesen ist, hatte<lb/>
ich zugesagt und es wurde deshalb in aller Form von <rs type="person" ref="#per__108322">Meisl</rs> und dem<lb/>
japanischen Verhandlungsmann dieser Vertrag unterfertigt, der Botschaf<lb break="no"/>ter und ich tauschten einige höfliche Floskeln aus, obligatorischer<lb/>
Sekt wurde kredenzt und die ganze Angelegenheit war erledigt. Wir<lb/>
haben damit wieder ein Jahr Zeit und gleichzeitig aber auch die Mög<lb break="no"/>lichkeit, darauf hinzuweisen, dass wir im Rahmen der preisdämpfenden<lb/>
Massnahmen eine weitere Lockerung der Japanimport durchgeführt wurde.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-12-23_03">Im Sekretariat der SPÖ Landstrasse hatten wir mit den engsten Sekre<lb break="no"/>tariatsmitarbeitern und dem Vorstand der Landstrasser SPÖ eine<lb/>
kleine Weihnachtsfeier, die Sekretärin, LAbg. <rs type="person" ref="#per__112037">Tischler</rs>, macht dies<lb/>
immer sehr nett und diese eine Stunde gibt wenigstens ein bisschen<lb/>
die Möglichkeit eines persönlichen Kontaktes mit unseren Genossen.<lb/>
Ich weiss, dass mir alle versichern, ich sollte mich nicht noch<lb/>
um so viel innerhalb des Bezirkes kümmern, andere Minister, die<lb/>
gleichzeitig Bezirksobmänner waren, kommen überhaupt niemals zu<lb/>
Sitzungen. Ich selbst aber das Gefühl, dass ich hier wenig derzeit tue<lb/>
genauso wie ich auch innerhalb der Gewerkschaft jetzt wirklich ein<lb/>
Minimum dessen leiste, was ich aber auf Grund meiner Funktion<lb/>
eigentlich zu leisten hätte. Dies ist wirklich nur möglich, weil ich<lb/>
auf der einen Seite als Sekretärin in der SPÖ <rs type="person" ref="#per__112037">Tischler</rs> und als Zen<lb break="no"/>tralsekretär in der Lebensmittelarbeitergewerkschaft <rs type="person" ref="#per__97357">Blümel</rs> habe,<lb/>
auf die ich mich hundertprozentig verlassen kann. Trotzdem müsste<lb/>
man eigentlich eine andere Lösung finden, so wie es eigentlich<lb/>
zweckmässig wäre, Abgeordnete auf Zeit d.h. solange ein Abgeordneter<lb/>
Minister ist, kann ein anderer Abgeordneter seine Position einnehmen,<lb/>
so müsste man auch Funktionen auf Zeit abtreten. Ich könnte mir sehr<lb/>
gut vorstellen als Bezirksobmann oder als Gewerkschaftsobmann für<lb/>
die Zeit meiner Ministerschaft diese Funktion zurückzulegen. Ich bin<lb/>
<pb n="03-0953" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band03/03_1970-12-23_0953.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>allerdings auch überzeugt, dass weder <rs type="person" ref="#per__97357">Blümel</rs> noch <rs type="person" ref="#per__112037">Tischler</rs> so etwas<lb/>
wollten und ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass dies auch<lb/>
keine sehr günstige Lösung wäre. Ich hätte dann zwar mehr Zeit,<lb/>
um mich dem Ministeramt widmen zu können, würde aber dadurch in<lb/>
noch viel stärkerem Masse den Kontakt zu unseren Funktionären ver<lb break="no"/>lieren. Ein Dilemma, aus dem es scheinbar keinen Ausweg gibt.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-12-23_04">Die letzten Stunden im Büro waren ausgesprochen hektisch. Wir hatten<lb/>
den grossen Fehler gemacht, dass wir vor Monaten zwar schon erklärt<lb/>
hatten, nach welchen Gesichtspunkten wir die Subventionspolitik<lb/>
und die letzten Anweisungen über Budgetmitteln haben wollten, dass<lb/>
aber von den einzelnen Abteilungen dies scheinbar nicht ganz ernst<lb/>
genommen wurde. Wir müssten deshalb für die Förderungsausgaben, das<lb/>
sind Subventionen soweit sie dem Fremdenverkehr und der gewerblichen<lb/>
Wirtschaft zufließen, jetzt entsprechende aktmässige Erledigungen<lb/>
über den Daumen durchführen. Im Laufe des Jahres hatten die einzelnen<lb/>
Abteilungen , <rs type="person" ref="#per__134296">Poppinger</rs>, resp. <rs type="person" ref="#per__110035">Thun</rs>, entsprechende Ansuchen gesam<lb break="no"/>melt und den Bewerbern, so wie dies in den vergangenen Jahren auch<lb/>
der Fall gewesen ist, mitgeteilt, sie würden, wenn Geld vorhanden<lb/>
ist, dann entsprechende Subventionen bekommen. Durch das 2. Bugdet<lb break="no"/>überschreitungsgesetz haben wir nun Mittel frei und es war nun not<lb break="no"/>wendig, innerhalb kürzester Zeit aktenmässig diese Mittel auch zu<lb/>
verteilen. Der Grundsatz, dass an Subventionen nur gegeben werden da<lb/>
darf, wenn ein entsprechendes Projekt vorliegt, wurde in den meisten<lb/>
Fällen auch tatsächlich eingehalten. Die Abteilung <rs type="person" ref="#per__110035">Thun</rs> aber hat<lb/>
scheinbar entweder dies missverstanden oder nicht ernst genom<lb break="no"/>men und deshalb doch einige Subventionen vorgelegt, wo überhaupt kei<lb break="no"/>ne Projekte konkret vorhanden waren. Da ich darauf bestanden habe,<lb/>
nur konkrete Projekte zu finanzieren, mussten im letzten Moment<lb/>
dann solche Subventionswerber herbeigeschafft werden. Ich glaube,<lb/>
wir müssen uns im nächsten Jahr ein besseres System ausdenken.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-12-23_05">Die Weihnachtsgratulation muss auch nächstes Jahr besser organisiert<lb/>
werden. Ich habe die Briefe, wenn sie an mich gerichtet waren,<lb/>
teilweise gar nicht gesehen, sondern sie wurden sofort mit dem<lb/>
Schimmelbrief beantwortet. Als ich nun die Unterschrift unter<lb/>
diese Briefe setzten wollte, kam ich darauf, dass ganz grosse<lb/>
Fehler gemacht worden wären, u.a. hätte man <rs type="person" ref="#per__98043">Waldbrunner</rs>, der mir<lb/>
auf einem Glückwunschbillet frohe Weihnachten auch noch persön<lb break="no"/>lich einige Bemerkungen gemacht hat, mit dem Schimmelbrief geant<lb break="no"/><pb n="03-0954" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band03/03_1970-12-23_0954.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>wortet, ohne dass eine Anrede darauf gestanden wäre. Wir werden<lb/>
das nächste Jahr deshalb alle Briefe, bevor sie zur Beant<lb break="no"/>wortung kommen, kategorisieren und erst dann die entsprechenden<lb/>
Antwortschreiben von Magnetband herstellen lassen. Wenn man aber<lb/>
erlebt, dass einzelne Firmen oder Institutionen Glückwunschbillets<lb/>
ausschicken, die nicht einmal unterschrieben sind, manche geben<lb/>
überhaupt nur zu einem Glückwunschbillet, das keinen Namen hat,<lb/>
ihre Visitenkarte dazu, dann kann man sagen, dass dies doch der<lb/>
grösste Unfug ist, den es überhaupt geben kann. Der Empfänger muss<lb/>
doch klar und deutlich daraus ersehen, dass der Absender gar nichts<lb/>
damit zu tun hat, sondern eine Sekretärin ganz einfach nach einer<lb/>
Postliste die entsprechenden Billets aufgibt. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> selbst hat<lb/>
auch einen so grossen Fehler in dieser Hinsicht begangen. Wir haben<lb/>
vereinbart, dass die Regierung als solche überhaupt keinerlei<lb/>
Aussendungen von Weihnachtsbillets vornimmt. Jedem einzelnen<lb/>
Minister blieb es natürlich überlassen, ob er selbst etwas aus<lb break="no"/>sendet. <rs type="person" ref="#per__97668">Kreisky</rs> wurde nun von längerer Zeit von einigen Karika<lb break="no"/>turisten ganz gut porträtiert und er hat diese Karikaturen auf<lb/>
eine Postkarte verkleinert mit einem eingedruckten Faksimile<lb/>
versendet. Die Postlisten wurden aber nicht abgestimmt und so<lb/>
habe ich z.B. acht dieser Glückwunschpostkarten bekommen. In der<lb/>
Ministerratsvorbesprechung hatte ich noch darauf hingewiesen,<lb/>
dass ich scheinbar doch sein liebster Minister sei, denn alle<lb/>
anderen haben diese Zahl, auch die sonstigen Mitarbeiter bei der<lb/>
Ministerratsvorbesprechung haben nicht diese 8 Stück erreicht.<lb/>
In Wirklichkeit war das nur ein Hänseln, schade, dass er nicht<lb/>
anwesend war, ich werde es ihm aber sicher bei der nächsten Gelegen<lb break="no"/>heit unter die Nase schmieren. Wenn solche Mehrfachsendungen bei<lb/>
den einzelnen Genossen eintreffen, ich habe niemand getroffen,<lb/>
der nur ein Stück gekommen hat, ausser <rs type="person" ref="#per__98055">Oskar Weihs</rs>, der als LWM<lb/>
ein Billet bekommen hat, das nicht an ihn adressiert war, sondern<lb/>
an seinen ÖVP-Vorgänger <rs type="person" ref="#per__97917">Schleinzer</rs>. Wenn aber nun solche Billets<lb/>
in einer grösseren Anzahl an Gegner abgesendet werden, dann hinter<lb break="no"/>lässt dies keinen guten Eindruck. Da glaube ich, ist es viel<lb/>
besser, wenn man mit diesem Unfug ganz radikal aufhört und so<lb/>
wie <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> im Antwortschreiben sehr geschickt formuliert hat,<lb/>
um Verständnis dafür bittet, dass man diesen Unfug nicht mehr<lb/>
mitmacht. Ich selbst habe mit dieser Methode ich glaube vor zehn<lb/>
Jahren begonnen, bin allerdings bis jetzt auch noch nicht sehr weit<lb/>
<pb n="03-0955" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band03/03_1970-12-23_0955.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>fortgeschritten, denn noch immer kriege ich eine entsprechend grosse<lb/>
Anzahl von Glückwunschkarten. Ich glaube es wäre wirklich zweck<lb break="no"/>mässiger, wie ich in den Antwortschreiben immer anführe, diese Beträ<lb break="no"/>ge für caritative Zwecke wie ich es selbst auch tue, zur Verfügung zu<lb/>
stellen.</p>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-12-23_06">ÜBERLEGUNGEN IN DEN WEIHNACHTSFERIEN!</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-12-23_07">Ich glaube, dass es dringend notwendig ist, dass wir uns<lb/>
vorbereiten, wie wir die Preisregelung und administrative<lb/>
Preiskontrolle umwandeln oder fortsetzen werden, wenn im grossen<lb/>
Kompetenzgesetz die Preisregelung uns übertragen wird. Ich halte<lb/>
von der administrativen Preisregelung überhaupt nichts. Es stellt<lb/>
sich heraus, dass damit maximal für einen gewissen Zeitraum Preis<lb break="no"/>wünsche der Unternehmungen zurückgestaut werden können, aber auf<lb/>
lange Sicht gesehen doch die Wünsche der Unternehmungen, da sie<lb/>
sie kostenmässig ja leicht begründen können, auch erfüllt werden.<lb/>
In vielen Fällen wie z.B. bei Überschussprodukten Zucker, Milch,<lb/>
Getreide kann die Preisregelung überhaupt nur dazu führen, dass<lb/>
gewisse Letztverbraucherpreise verhältnismässig hoch angesetzt werden<lb/>
und dadurch eigentlich einen Preisverfall auf diesem Sektor zumin<lb break="no"/>destens zeitweise verhindern. Als Testfall für den nicht landwirt<lb break="no"/>schaftlichen Sektor können wir Koks und Dieselöl in den nächsten<lb/>
Wochen betrachten. In beiden Fällen haben wir den Unternehmungen ange<lb break="no"/>boten, dass wenn sie mit der Regelung die keine Erfüllung ihrer<lb/>
Preisanträge gebracht hat, nicht einverstanden sind, dann könnten wir<lb/>
die Preisregelung überhaupt aufheben. Die Bundeskammer und auch ein<lb break="no"/>zelne Firmen haben sich gegen diese Absicht ausgesprochen. Die<lb/>
Bundeskammer hat hier allerdings nicht von gesamtwirtschaftlichen<lb/>
Überlegungen her so gehandelt, sondern weil sie als Interessensver<lb break="no"/>tretung eben die Interessen der speziellen Sparte wahrnehmen musste.<lb/>
Ich könnte mir daher sehr gut vorstellen, dass wir ein System mit<lb/>
der Bundeshandelskammer finden könnten, wonach wir die Preisregelung<lb/>
die administrative aufgeben, wenn wir eine Möglichkeit bekommen, gegen<lb/>
Preisexzesse auch tatsächlich dann einschreiten zu können. Unter<lb/>
Preisexzessen sind nicht nur Wucherpreise sondern gegebenenfalls auch<lb/>
Preisabsprachen, die das Kartellgesetz nicht erfasst oder Preisempfeh<lb break="no"/>lungen zu verstehen, die Letztverbraucherpreise indirekt festsetzt.<lb/>
Sollte es gelingen die Bundeskammer für diese Idee zu gewinnen, dann<lb/>
würde die Verantwortung für die Preissteigerungen von der Bundesre<lb break="no"/>gierung wegfallen und würde in die Kompetenz der Paritätischen Kommiss<lb break="no"/>ion kommen. Dort gibt es für die Bundeskammer die Möglichkeit, wenn<lb/>
es zu keiner Einigung kommt, dass der Unternehmer dann selbständig<lb/>
seinen Preis erhöhen darf. Aus diesem Grund wurden bis jetzt aber<lb/>
immer oder fast immer alle Preisabsprachen der Paritätischen Kommission<lb/>
auch tatsächlich positiv erledigt. Da die PK auch in den seltensten<lb/>
<pb n="03-0957" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band03/03_1970-12-23_0957.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Fällen absolute Letztverbraucherpreise festsetzt, sondern nur<lb/>
perzentuelle Zuschläge auf schon bestehende Preise, so wird<lb/>
das Preisniveau auch nicht so erstarrt wie dies bei den amtlich<lb/>
festgesetzten Letztverbraucherpreisen der Fall ist. Die Gefahr<lb/>
die ich von diesem neuen System allerdings erwarte, ist, dass dann<lb/>
die Regierung gegebenenfalls für Einzelpreise zwar nicht verant<lb break="no"/>wortlich ist, aber daher trotzdem von der Bevölkerung für diese<lb/>
Einzelpreise veranwortlich gemacht wird. Da die amtliche Preisregelung<lb/>
aber dann z.B. für Milch und Brot aufgegeben ist, kann auch auf diesem<lb/>
Sektor kein konkreter Einfluss mehr getroffen werden, Nur mehr die<lb/>
Paritätische Kommission hätte es in der Hand, dann gegebenenfalls<lb/>
übermässige Forderungen der Unternehmungen zurückzuweisen. Trotzdem<lb/>
glaube ich, dass eine solche Preisbeeinflussung administrativ einfacher<lb/>
und vor allem aber zielführender ist als die derzeitige amtliche Preis<lb break="no"/>festsetzung. Ich könnte mir z.B. sehr gut vorstellen, dass auf dem<lb/>
Kohlensektor die jetzt zur Anwendung gelangenden vier Handelsstufen<lb/>
dann zwar in Einzelfällen vielleicht noch existent sind, aber im<lb/>
grossen und ganzen die Letztverbraucherpreise sich nicht nach diesen<lb/>
amtlich festgesetzten Handelsstufenverfahren errechnen<lb/>
würden. Dass bei diesem Agreement mit der Bundeskammer gleichzeitig<lb/>
auch die Frage des ortsüblichen Preises in Verbindung mit dem<lb/>
Nettopreissystem gelöst werden könnte und müsste, könnte ein Anreiz<lb/>
sein für die BHK, auch solch einem Arrangement tatsächlich zuzustimmen<lb/>
Auch die Frage einer Verstärkung der Preisdisziplin der paritätischen<lb/>
Kommission könnte bei dieser Gelegenheit in Angriff genommen werden<lb/>
ohne dass man eine neuerliche Verschärfung des § 3 a Preisregelungs<lb break="no"/>gesetz in Erwägung ziehen müsste. Diesbezügliche Überlegungen müssten<lb/>
zuerst fraktionell durchgeführt werden und dann in der Grundsatzabteil<lb break="no"/>lung mit den Interessensvertretungen im einzelnen diskutiert werden.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-12-23_08">Ich hatte in Reisseck Gelegenheit, mit Elektroingenieur über die<lb/>
Schwierigkeiten bei den Kernkraftwerken genau zu diskutieren. Ich<lb/>
unterhielt mich tagelang über dieses Problem. Wenn nämlich wirklich<lb/>
die grosse Kompetenzverteilung kommen sollte und die Energiewirtschaft<lb/>
in mein Ministerium, dass werde ich mich mit diesem Problem sehr<lb/>
eingehend beschäftigen müssen. Soviel ich bis jetzt feststellen kann,<lb/>
habe ich leider mit meinen Bedenken und Vermutungen der vergangenen<lb/>
Jahre recht behalten. Das Kernkraftwerk Tullnerfeld ist derzeit<lb/>
sehr im Ausbauprogramm Zeitplan im Rückstand. Es sollte bereits jetzt<lb/>
die Ausschreibung endgültig gemacht habe, resp. schon Zuschläge<lb/>
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Kraftwerk so spät überhaupt in die Ausschreibung gegangen ist<lb/>
und bis jetzt noch keinen Zuschlag gegeben hat, müsste sich in<lb/>
drei Jahren bemerkbar machen. Die Hauptschwierigkeiten bei den<lb/>
Kernkraftwerken besteht derzeit darin, dass nicht die seinerzeit<lb/>
versprochenen billigen Strompreise von 13 – 14 Groschen sondern<lb/>
wahrscheinlich Strompreise von 21 Groschen herauskommen werden.<lb/>
Diese Preise entsprechen annähernd den Preisen, wie wir sie bei der<lb/>
Donau-Ausbau auch erzielen können. Darüber hinaus hat sich heraus<lb break="no"/>gestellt , dass die Anfälligkeit der Werke doch sehr gross ist,<lb/>
so wurde ua. das Schweizer Kernkraftwerk Petznau auf mehrere Mona<lb break="no"/>te jetzt neuerdings stillgelegt. Die Schwierigkeiten bei den Kern<lb break="no"/>kraftwerken ist darin zu suchen, dass selbst kleine Schäden im<lb/>
Primärkreis dazu führen, dass das Werk doch etliche Monate, manch<lb break="no"/>mal sogar Jahre stilliegt, bis die Radioaktivität abgebaut ist.<lb/>
Wenn uns ein so etwas passiert, dass würden 600 Megawatt, das<lb/>
sind ca. 10 % unserer Stromproduktion auf Jahre ausfallen. Die<lb/>
Techniker und die Kommerzialisten der Elektrizitätswirtschaft<lb/>
konnten mir bis jetzt noch nicht sagen, wie man dann einen solchen<lb/>
Ausfall auf längere Frist wird aus inländischen Produktionsergän<lb break="no"/>zungen ausgleichen können. Die grosse Gefahr liegt also darin,<lb/>
dass wir dann Strom importieren müssen, wenn die entsprechenden<lb/>
Übertragungseinrichtungen vorhanden sind . Ich hatte auch dann<lb/>
noch entsprechende Besprechungen diesbezüglich mit <rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs>.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97461">Frühbauer</rs> selbst erklärte mir, dass im Frühjahr die Bundesregierung<lb/>
resp. der Energieminister entscheiden müsse, ob andere Kraftwerke<lb/>
an Stelle des Kernkraftwerkes in die Planung eingebaut werden<lb/>
sollten. Die seinerzeitige Planung hat vorgesehen, dass die Ver<lb break="no"/>brauchsmengen höchstens um 6 % pro Jahr steigen. Derzeit liegen<lb/>
wir weit über 8 %. Wenn wir annehmen, dass in der Hochkonjunktur ein<lb/>
besonders hoher Stromverbrauch zu verzeichnen ist, so können wir<lb/>
in der erwarteten Rezessionsphase aber doch auf längere Sicht g<lb break="no"/>esehen gemischt zwischen Konjunktur und Rezession mit einer 7 %<lb/>
Verbrauchssteigerung rechnen. D.h. dass sich in zehn Jahren die<lb/>
Erzeugungskapazität verdoppelt haben muss. Wenn nun trotz des<lb/>
geringen Verbrauchszuwaches von 6 % noch 600 Megawatt ausfallen<lb/>
sollten, so können wir in eine ganz grosse Versorgungslücke kom<lb break="no"/>men. Eine diesbezügliche Entscheidung, ob andere Kraftwerke zum</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-12-23_09">Beispiel Dampfkraftwerke gebaut werden, müsste allerdings unver<lb break="no"/><pb n="03-0959" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band03/03_1970-12-23_0959.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>züglich getroffen werden, denn die Techniker erklärten mir wieder,<lb/>
dass die Turbinen – die Dampfturbinen insbesondere – im Inland<lb/>
nicht erzeugt werden können und deshalb im Ausland bestellt werden<lb/>
müssen. Die notwendige Lieferzeit aber beträgt derzeit mindestens<lb/>
5 – 6 Jahre. Die ausländischen Produktionsfirmen – sei es in der<lb/>
Schweiz oder in Deutschland – sind nämlich nicht daran interessiert,<lb/>
so kleine Dampfturbineneinheiten wie wir sie in Österreich doch<lb/>
immer brauchen zu erzeugen. Sie haben in der übrigen Welt grössere<lb/>
Chancen grössere Einheiten zu verkaufen, Wenn man jetzt<lb/>
das 1975 oder früher Turbinen haben will, müsste man sie unverzüg<lb break="no"/>lich nicht nur bestellen sondern sofort ein Drittel anzah<lb break="no"/>len, damit man in die Produktionsliste aufgenommen wird. <rs ref="#per__97461" type="person">Früh<lb break="no"/>bauer</rs> selbst erklärte mir weiters, dass er auch für den Ausbau der<lb/>
Wasserkräfte eintreten wird. Er hat Vorbesprechungen mit der Donau<lb/>
geführt und feststellen müssen, dass ausser den derzeit im Bau be<lb break="no"/>findlichen Donaukraftwerk Wilhering-Ottensheim ein nächstes Kraft<lb break="no"/>werk weder in der General- noch in der Detailplanung fertig ist.<lb/>
Seiner Meinung nach hat die Donau Kraftwerks AG nur grosse Töne<lb/>
gespuckt, aber wirkliche Detailarbeit bis jetzt überhaupt noch<lb/>
nicht geleistet.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-12-23_10">Im Kurs mit den volkswirtschaftlichen Referenten des Gewerkschafts<lb break="no"/>bundes und der Arbeiterkammer hat auch Sekt.chef <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> vor Monaten<lb/>
zugesagt, ein Referat über Gewerberecht und insbesondere Wett<lb break="no"/>bewerb- und Gewerberechtsreform zu halten. Ich hatte mir zwar vorge<lb break="no"/>nommen, den Kurs nicht mehr zu besuchen, da ich befürchte, dass<lb/>
ansonsten teilweise eine zu enge Verbindung zwischen ÖGB, AK und<lb/>
mir dadurch herausgestrichen wird, wollte aber den Vortrag von <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs><lb/>
unbedingt hören. Ich hatte Gelegenheit, ihn das erste Mal als Referen<lb break="no"/>ten kennenzulernen. Ich brauche keinerlei Urteil abgeben. Es genügt<lb/>
wenn ich festhalten, dass anschliessend viele zu mir gekommen sind<lb/>
und erklärt haben, sie gratulieren mir, dass ich einen so guten<lb/>
Sektionschef gefunden hatte.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-12-23_11">Ich hatte bereits während der Urlaubszeit feststellen können, dass<lb/>
<rs type="person" ref="#per__134290">Gasperschitz</rs>, der Obmann der Beamtengewerkschaft der ÖVP angehörig,<lb/>
der zweite Mann ist <rs type="person" ref="#per__138873">Seidl</rs> von der SPÖ, dass also <rs type="person" ref="#per__134290">Gasperschitz</rs> sehr<lb/>
hart mich attackiert hat, weil ich entgegen dem Prinzip<lb/>
und ohne auf die bewährten Kräfte des Ministeriums zu greifen, <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs><lb/>
als Sektionschef von der Gemeinde in den Bund transferiert hatte.</p>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-12-23_12">Der ÖVP-Pressedienst allerdings hat diese Angriffe von <rs type="person" ref="#per__134290">Gasperschitz</rs><lb/>
zumindestens habe ich diesen Eindruck nicht übernommen. Die ÖAAB<lb break="no"/>Zeitschrift im Handelsministerium bei uns hat allerdings ebenfalls<lb/>
die Berufung <rs type="person" ref="#per__97584">Jagodas</rs> hart kritisiert. Ich habe zwar auf die diesbe<lb break="no"/>züglichen Angriffe bereits im Parlament geantwortet, ich glaube aber<lb/>
dass es sinnvoll ist, hier einmal noch entsprechende Berichtigungen<lb/>
resp. Darstellungen wie es tatsächlich zur Berufung von <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> gekommen<lb/>
ist, der Öffentlichkeit neuerdings mitzuteilen. <rs type="person" ref="#per__139835">Mayerhofer</rs> von der<lb/>
Arbeiterkammer erzählte mir folgende Story: Vorausschicken muss ich, das<lb/>
ich <rs type="person" ref="#per__139835">Mayerhofer</rs> als ÖAAB-Kollegen in die AK gebracht habe und ihn als<lb/>
sehr guten und verlässlichen Arbeiter kenne. Er war auch eine Zeit<lb/>
lang in der Handelskammer, weil er dort mehr bezahlt bekommen hat<lb/>
als wir ihm in der Arbeiterkammer zahlen konnten. Nach einigen Monaten<lb/>
allerdings konnte ich feststellen, dass er mit dieser Tätigkeit sehr<lb/>
unglücklich ist und ich ihn daher wieder in die Arbeiterkammer zurück<lb break="no"/>holte. Er ist mir heute deshalb sehr dankbar dafür, weil er bei<lb/>
uns ein wesentlich freieres Leben führt und gleichzeitig aber wesentlich<lb/>
besser behandelt wird, als dies den Handelskammerangestellten derzeit<lb/>
widerfährt. <rs type="person" ref="#per__139835">Mayerhofer</rs> erzählte mir nun, dass der ÖAAB aber insbesondere<lb/>
die CV-ler im Ministerium nachdem ich die <choice><choice><sic>Job-Describtion</sic><corr>Job-Description</corr></choice></choice> abgegeben<lb/>
hatte, durch Monate hindurch sich vergeblich den Kopf zerbrachen,<lb/>
auf wen diese abgezielt und abgestellt sei. Ihrer Meinung nach käme<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> für diesen Posten nicht in Frage, da er bei der Gemeinde<lb/>
wesentlich mehr verdient und bessere Aufstiegsmöglichkeiten hat. Sie<lb/>
suchten deshalb eine andere Person und waren deshalb nicht imstande,<lb/>
sich auf <rs type="person" ref="#per__97584">Jagoda</rs> einzuschiessen. Dann waren sie über die endgültige<lb/>
Bestellung sehr überrascht. Ich glaube aber, dass es zweckmässig ist,<lb/>
in irgendeiner Form – <rs type="person" ref="#per__97646">Koppe</rs> wird sich das noch überlegen müssen –<lb/>
die Entwicklung und endgültige Bestellung in der Öffentlichkeit indi<lb break="no"/>rekt noch entsprechend herauszustreichen.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-12-23_13">Mit <rs type="person" ref="#per__97453">Walter Fremuth</rs> sprach ich über das Kompetenzgesetz insbesondere<lb/>
kritisiert er sehr stark den ersten Teil. Der Entwurf von <rs type="person">Löbenstein</rs><lb/>
würde dazu führen, dass die Minister überhaupt keine Chance mehr<lb/>
hätten, sich mit Hilfe von Ministerbüros gegenüber den Sektionen<lb/>
durchzusetzen. <rs type="person">Löbenstein</rs> will die Beamten in irgendeiner Weise<lb/>
ganz stark gegen den Minister abschirmen und stark machen, sodass<lb/>
der Minister es sehr schwer hat, seine Ideen dann durchzusetzen.</p>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-12-23_14">U.a. z.B. soll den Beamten nur gesetzmässige Weisungen gegeben<lb/>
werden können, das würde gegenüber dem jetzigen Zustand verlangen,<lb/>
dass der Minister jederzeit dem Beamten nachweisen müsste, dass<lb/>
seine Weisung nicht gesetzwidrig ist. Ich glaube, dass <rs type="person">Löben<lb break="no"/>stein</rs> eben die Beamtenhierarchie vor den wechselnden Ministern<lb/>
schützen will und insbesondere die Sektionen und den Sektionsaufbau<lb/>
für alle ewigen Zeiten noch stärker verankern will als es derzeit<lb/>
der Fall ist. Hier werden wir sehr auf der Hut sein müssen.</p>
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               <occupation>ÖAAB-Vertreter in der Paritätischen Kommission [1972 von Altenburger
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