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            <title type="main">Dienstag, der 10. November 1970</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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               <persName>Gustav Graf</persName>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-11-10_01">Die Landesfremdenverkehrsreferenten der einzelnen Länder hatten sich<lb/>
immer vor den Sitzungen in der Fremdenverkehrswerbung getroffen, um<lb/>
ihre Taktik festzulegen. Noch niemals war ein Minister bei ihren Be<lb break="no"/>sprechungen anwesend. Ich beabsichtigte deshalb, auf alle Fälle ein<lb break="no"/>mal in dieses erlauchte Forum vorzudringen. Zu meiner grössten Ver<lb break="no"/>wunderung – Min.Rat <rs type="person" ref="#per__97684">Langer-Hansel</rs> sagte mir, dies sei nicht gerne<lb/>
gesehen – waren die Fremdenverkehrsreferenten sehr entzückt, dass<lb/>
ein Minister einmal zu ihnen kam. Sicherlich haben sie bei ihren Vor<lb break="no"/>besprechungen bisher keinen Vertreter der Zentralbehörde gewollt, da sie<lb/>
natürlich ihre Taktik gegenüber den Zentralstellen festlegen wollen.<lb/>
Ich nützte aber die Gelegenheit, um erstens wieder zu versichern,<lb/>
dass ich nur in engstem Einvernehmen mit ihnen vorgehen wollte und<lb/>
konnte auch konkrete Massnahmen ihnen vorschlagen. Das Haus hatte mir<lb/>
vorgeschlagen, man sollte die Sitze in der Generalversammlung abändern.<lb/>
Derzeit hat der Bund 12 allerdings nur 11 besetzt, die Bundesländer 9<lb/>
und die Handelskammer 8 Vertreter. Die Handelskammer wünscht nun einen<lb/>
Vertreter mehr und mein Haus hat mich sogar vorgeschlagen, dass jeweils<lb/>
nur 9, d.h. ein Drittel, jeweils auf Bund, Länder und Handelskammer ent<lb break="no"/>fallen sollen. Ich hatte diesen Vorschlag niemals akzeptiert. Da nun<lb/>
auch von den einzelnen Ländern Widerstand kommt, die Handelskammer<lb/>
einen Vertreter mehr zu geben, so erklärte ich, ich würde mich dem<lb/>
Wunsch der Bundesländer akomodieren und auf alle Fälle die Sitzver<lb break="no"/>teilung jetzt unverändert lassen. Darüber waren die Ländervertreter<lb/>
sehr froh, weil sie wahrscheinlich auf dem Standpunkt stehen, je<lb/>
weniger in diesem Punkt geändert wird, umso weniger Scherereien haben<lb/>
sie, die Änderung im eigenen Land vertreten zu müssen. Ich ersuchte<lb/>
sie auch , dass sie mit ihren Landesfinanzreferenten sprechen sollten,<lb/>
da ich die vielen Aktionen zur Zinsstützung koordinieren und wenn irgend<lb/>
wie möglich konzentrieren möchte. Sie waren von dieser Idee sehr begei<lb break="no"/>stert und erklärten ihre Unterstützung, Wie mir erst nachher berichtet<lb/>
wurde, hatten sie auch das Problem des Geschäftsführers in der Fremden<lb break="no"/>verkehrswerbung besprochen. <rs type="person" ref="#per__97684">Langer-Hansel</rs> hatte bei der letzten<lb/>
Sitzung des Arbeitsausschusses versucht zu testen, ob er sich wieder<lb/>
als Geschäftsführer vorschlagen könnte. Der Vertreter der Länder aber<lb/>
hat bei dieser Arbeitsausschusssitzung sowie Dr. <rs type="person">Zedig</rs> von der Handels<lb break="no"/>kammer sofort erklärt, dass dies noch zu früh sei. Hofrat <rs type="person">Geisbacher</rs>,<lb/>
<pb n="03-0775" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band03/03_1970-11-10_0775.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>der neue steirische Vertreter im Arbeitsausschuss, meinte, dies könnte<lb/>
ja dann das Direktorium beschliessen. Der Vertrag von <rs type="person" ref="#per__97684">Langer-Hansel</rs><lb/>
läuft erst im Frühjahr 1971 ab. Die Mentalität, die <rs type="person" ref="#per__97684">Langer-Hansel</rs><lb/>
immer wieder zeigt, kann eben nicht auf einen positiven Widerhall bei<lb/>
den Ländern stossen. Wenn er mit einem Land irgendeine Auseinanders<lb break="no"/>etzung hat, so steht er auf dem Standpunkt, den lass ich mir kommen,<lb/>
den hau ich zusammen und dann ist eine Ruhe. In Wirklihckeit natürlich<lb/>
muss er mit den Ländern gut auskommen und wenn er glaubt, mit Gewalt<lb break="no"/>methoden aus der Welt zu schaffen, so irrt er. Wenn er ein schwächerer<lb/>
Mann ist, dem er etwas anschaffen könnte, dann wir er trotzdem wenn er<lb/>
von ihm nach Strich und Faden zusammengeschissen wird, um diesen brutalen<lb/>
Ausdruck zu gebrauchen, immerhin nach Rache sinnen. Bei den Länderver<lb break="no"/>tretern im Fremdenverkehr aber ist es überhaupt so, dass sie ja als kompe<lb break="no"/>tent zuständige Leute natürlich sich zu wehren wissen. Ich bin überzeugt<lb/>
davon. dass <rs type="person" ref="#per__97684">Langer-Hansel</rs> mit dieser Methode, obwohl er sehr fleissig<lb/>
war, und sich sehr bemüht hat, in Wirklichkeit sich nur Feinde geschaffen<lb/>
hat und kaum Aussicht hat, bei der neuen generalversammlung neurdings<lb/>
als Geschäftsführer gewählt zu werden.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-11-10_02">Im Ministerrat wurde der neue Bericht über die Aufteilung des 1,2 Mia<lb/>
betragenden Überschusses des Familienlastenausgleiches zur Kenntnis ge<lb break="no"/>nommen. Firnberg war ein bisschen verärgert, da sie bei dieser Gelegenheit<lb/>
auch gleich die Studiengebühren auf den Hochschulen unterbringen wollte.<lb/>
Das heisst, sie wollte die Freistellung von diesen Gebühren für alle<lb/>
Studenten und den Ersatz aus dem Familienlastenausgleich-Fonds. Ich per<lb break="no"/>sönlich aber glaube allerdings, dass es zielführender ist, die Schulbücher<lb/>
und die Fahrtkostenvergütung für die Pflicht- und Oberschüler.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-11-10_03">Da ich die Werbewirtschaftliche Tagung Konzerthaus, die um 10 Uhr be<lb break="no"/>gann nicht eröffnen konnte, da gleichzeitig Ministerrat war, kam ich<lb/>
aber nach der Ministerratssitzung zu dieser Veranstlatung ins Konzert<lb break="no"/>haus. Ich wollte zuerst den Saal gar nicht betreten, da ich Jazz-Klänge<lb/>
aus diesem Saal hörte an stelle einer Diskussion oder eines Vortrages.<lb/>
Zu meiner grössten Verwunderung hatten die Werbewirtschaftler eine neue<lb/>
Form der Tagungseröffnnng gefunden und ein Jazzteam erzeugte dort<lb/>
nicht nur hohe Phons, sondern gab auch ganz moderne Rhytmen zum besten.<lb/>
Ich konnte nach dieser musikalischen Einbegleitung das Wort ergreifen<lb/>
und wies darauf hin, dass der Ministerrat heute eine Novelle zum Unlaute<lb break="no"/>ren Wettbewerbsgesetz beschlossen hatten , wo insbesondere die Wahrheit<lb/>
und Klarheit der Werbung in Zukunft gesetzlich statuiert wird. Es wird<lb/>
<pb n="03-0776" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band03/03_1970-11-10_0776.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>und darauf wies ich besonders hin, Aufgabe der Werbewirtschaftler sein,<lb/>
in Zukunft in stärkerem Masse als dies bisher möglich und gesetzlich not<lb break="no"/>wendig war, die irreführende Werbung zu unterlassen.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-11-10_04">In der Bundesfraktion des ÖGB musste ich ganz kurz bis Androsch kam, um<lb/>
über die Einkommensteuernovelle zu referieren, über die preisdämpfenden<lb/>
Massnahmen Bericht erstatten, Ich war zwar darauf nicht vorbereitet,<lb/>
konnte aber doch aus den Unterlagen, die mich auch <rs type="person" ref="#per__97676">Tommy</rs> zur Verfügung<lb/>
stellte, einen ziemlich lückenlosen Bericht kurz gefasst geben. Ich ver<lb break="no"/>mutete, dass <rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> mich ersuchte, über dieses Problen zu berichten,<lb/>
damit der Gewerkschaftsbund nicht so sehr ins Schussfeld der Zollsenkungen<lb/>
und Ausgleichssteuerbefreiungen der einzelnen Gewerkschaften kommt. <rs type="person" ref="#per__97676">Tommy</rs><lb/>
ist dagegen der Meinungn, dass er deshalb nicht berichten sollte, weil<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97563">Hofstetter</rs> nicht wünscht, dass er so stark in Erscheinung tritt. Ich sagte<lb/>
ihm, dies glaube ich kaum, denn in der Diskussion stellte sich die Richtig<lb break="no"/>keit meines Arguments heraus. Die Bauarbeiter meldeten sich sofort und</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-11-10_05">wiesen darauf hin, dass unter gar keinen Umständen z.B. Ziegeln in irgend<lb break="no"/>einer Weise angetastet werden dürften. Sie erinnerten daran, dass sie bei<lb/>
den Vorgängern von mir durch Demonstrationen und Vorspachen erreicht<lb/>
hätten, dass Ziegel nicht aus dem Osten verbilligt importiert werden<lb/>
durften und haben diese Anordnungen letzten Endes auch wieder zum Ver<lb break="no"/>schwinden gebracht. Sie erzählten das Beispiel, dass sie Ziegel um 35 Gr.<lb/>
aus Ungarn hergelassen hatten und dann hier in Wien und Umgebung um 76 Gr.<lb/>
von den Importeuren, die oft gleichzeitig Funktionäre der Handelskammer<lb/>
waren, verkauft wurden. Ich replizierte darauf, dass ich mir jeden ein<lb break="no"/>zelnen Fall sehr genau anschauen werde, dass ich aber vor Demonstrationen<lb/>
und Aussprachen keine wie immer geartete Angst hätte sondern mich selbst<lb/>
verständlich auch mit den Bauarbeitern herumschlagen würde, wie ich dies<lb/>
auch mit anderen Gewerkschaftsgruppen ja tun musste und wahrscheinlich<lb/>
auch in Zukunft werde tun müssen.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-11-10_06">In der Sektionsleiterbesprechung konnte endlich einmal Min.Rat <rs type="person" ref="#per__115656">Steiger</rs><lb/>
seine Konzepte und seine Vorgangsweise bei den EWG-Verhandlungen leg<lb break="no"/>en. Dieser Mann war war seinerzeit Sekretär bei <rs type="person" ref="#per__97358">Bock</rs> [evtl. Falschidentifikation, Anm.]ist zweifelosohne ein<lb/>
prononzierter ÖAAB-Ler aber hat nicht nur Verstand sondern hat auch wirklich<lb/>
Initiative. Ich hoffe, dass ich ihm mit diesem Vortrag Gelegenheit gegeben<lb/>
habe, mehr in Erscheinung zu treten, und dass er sich insbesondere in den<lb/>
nächsten Monaten noch mehr profiliert bei den Verhandlungen mit der EWG.<lb/>
Ich bin überzeugt davon, dass er bei entsprechender Ulerstützung meinerseits<lb/>
die interministeriellen Besprechungen und insbesondere die Koordinierung<lb/>
<pb n="03-0777" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band03/03_1970-11-10_0777.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>im Hause in diesem Punkte wird erfolgreich durchführen können. Die<lb/>
EFTA-Verhandlungen über das 4. u. 5. Durchführungsgesetz und über<lb/>
die Regelung der Ausnahmeklausel Artikel XX zogen sich in den letzten<lb/>
Wochen sehr dahin. Dadurch kommen wir in einer furchtbare Terminnot.<lb/>
Bis zum Jahresende sollen entsprechende gesetzliche Regelungen getroffen<lb/>
werden, obwohl wir im Finanzministerium nicht einmal noch die Besprechun<lb break="no"/>gen mit den Interessensvertretungen abgeschlossen haben. Es wird daher<lb/>
sehr schwierig sein, im Parlamentsfahrplan diese mit 1.1.1971<lb/>
in Kraft tretenden Gesetze zu erstellen. Sekt.Chef <rs type="person">Habel</rs> teilte mit, dass<lb/>
nun endlich die Kraftfahrgesetznovelle technisch so weit aufgearbeitet<lb/>
ist, dass sie im Parlament am Mittwoch 8 Uhr vorliegen wird. Dadurch<lb/>
kann sie in die Einlauf- und die nächste Zuweisungssitzung, die am selben<lb/>
Tag stattfinden wird, gebracht werden. Ich konnte ihm nur mitteilen, dass<lb/>
damit wenigstens diese Phase als abgeschlossen betrachtet werden kann,<lb/>
obwohl das Präsidium am Montag, da die Novelle noch nicht vorgelegen ist,<lb/>
einer Ergänzung der Tagesordnung des Handelsausschusschusse nicht zuge<lb break="no"/>stimmt hat. Es wird deshalb eine neue Handelsausschussitzung für die<lb/>
Kraftfahrzeugnovelle einzuberufen sein.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-11-10_07">Die Generalversammlung des Sportklubs Handelsministerium, zu der ich<lb/>
in Vertretung von <rs type="person" ref="#per__97755">Moser</rs> auch hingehen musste, war eine grosse aufge<lb break="no"/>zogene Show. Der Obmann Amtdirektor <rs type="person" ref="#per__140260">Kneissler</rs> versteht es immer wieder<lb/>
sehr augenfällig seine Tätigkeit und die des Sportklubs herauszustreichen.<lb/>
Tatsächlich ist er ein sehr aktiver Mann und selbst der langjährige Han<lb break="no"/>delsminister Vizekanzler <rs type="person" ref="#per__97358">Bock</rs> mit Frau waren anwesend. Er hatte dort etliche<lb/>
Hundert Leute zu dieser Generalversammlung gebracht, die optisch durch<lb/>
das Zeigen von Sportgeräten, er hatte sogar Segelboote<lb/>
aufgestellt und akustisch durch ein Bläserchor einer Militärkapelle<lb/>
stark in Erscheinung trat. Die vielen Anwesenden erklärten sich allerdings<lb/>
dann auf eine sehr einfache Art. Ich hatte dort Pokale, Auszeichnungen und<lb/>
selbst für 20-jährige Mitgliedschaft Plaketten zu verteilen. Ich glaube,<lb/>
dass fast ein jeder der Anwesenden irgendetwas bekommen hat. Ich muss<lb/>
glaube ich meine Meinung sehr revidieren, denn ich kann immer wieder<lb/>
feststellen, dass sich die Ausgezeichneten nicht nur über Leistungen son<lb break="no"/>dern auch dann, wenn sie nur so und so lange Mitglied eines Vereines<lb/>
waren, sehr freuen, zumindestens hat dies den Anschein, wenn die diese<lb/>
Auszeichnung aus der Hand des Ministers empfangen. Meine Schlussansprache<lb/>
<pb n="03-0778" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band03/03_1970-11-10_0778.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>konnte ich sehr humorvoll halten, <rs type="person">Kneissler</rs> hatte bei seinem Rechen<lb break="no"/>schaftsbericht erwähnt, dass einmal sogar der Handelsminister <rs type="person" ref="#per__146910">Kolb</rs><lb/>
Sesseln ihnen getragen hat, damit sie ihre Veranstaltung gut abwickeln<lb/>
können. Andererseits hat er darauf hingewiesen, dass der Verein Han<lb break="no"/>delsministerium weil er keinem Dachverband, weder dem ASKÖ noch der<lb/>
Union angehört, auch keine Subventionen erhält, dass er hier die<lb/>
Unterstützung des Ministers erwartet. Ich sagte ihm, dass es wesentlich<lb/>
leichter war, in der Vergangenheit Sessel zu tragen, wozu ich auch jetzt<lb/>
jederzeit bereit wäre, als hier Gelder für diesen Verein loszueisen.<lb/>
Auf alle Fälle hat er auf meinen Zeitplan soweit es ging Rücksicht<lb/>
genommen und die Versammlung sehr schnell abgewickelt. Trotzdem kam<lb/>
ich zur Vorstandssitzung im 3. Bezirk zu spät und bei der Forumdis<lb break="no"/>kussion im Rudolfsheim war ich auch verspätet. Die Forumdiskussion<lb/>
hat natürlich den grossen Nachteil, wenn ein Minister dabei ist,<lb/>
dass sich in Wirklichkeit alle mit Fragen an den Minister wenden.<lb/>
Die anderen, Landtagsabgeordneter <rs type="person" ref="#per__114547">Gawlik</rs> und und noch ein zweiter<lb/>
Landtagsabgeordneter von Rudolfheim und auch der Stadtrat <rs type="person" ref="#per__113043">Pfoch</rs> kamen<lb/>
dadurch in der ersten Phase natürlich zu kurz. Ich halte von diesem<lb/>
Forumsdiskussionen vor so einem ausgewählten Publikum und einem so<lb/>
stark besetzten Präsidium und Vorstandstisch nicht sehr viel, da man<lb/>
kaum Möglichkeiten hat, in längeren Erklärungen wirklich sagen wir die<lb/>
Politik der Bundesregierung zu erörtern. Wenn dann noch Bezirksprobleme<lb/>
und Landesprobleme zur Diskussion kommen sollen, müssten solche Forums<lb break="no"/>diskussionen bis spät in die Nach hinein dauern. Die meisten Anwesenden<lb/>
und auch der Vorsitzende <rs type="person" ref="#per__146290">Fellinger</rs> waren der Meinung, man sollte<lb/>
schauen, dass um 1/2 l0 Uhr mindestens Schluss ist. Da der grösste Teil<lb/>
der Anwesenden sowieso Genossen der Bezirksorganisation sind, halte ich<lb/>
den Weg viel zielführender, wie wir ihn im dritten Bezirk gegangen sind,<lb/>
so wir ein ganz spezifisches Publikum einzeln einladen und dann mit<lb/>
Akademikerdiskussionen, wie wir es bezeichnen, Kontakt mit opinion lea<lb break="no"/>ders aufzunehmen. Ich weiss nicht, warum die anderen Bezirke diese Idee<lb/>
nicht auch schon längst aufgegriffen haben.</p>
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            <head>hs. Notizen (Einladung Rückseite)</head>
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            <head>Schreiben Sportklub Handelsministerium an JS betr. Generalversammlung</head>
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               <occupation>ehem. ÖVP-Vizekanzler, Präs. Donaueurop. Institut, AR-Vors.
                  Leykam</occupation>
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               <persName type="label">Langer-Hansel, Harald</persName>
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               <persName type="label">Gawlik, Franz</persName>
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               <persName type="label">Steiger, Paul</persName>
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               <occupation>MR HM</occupation>
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