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            <title type="main">Freitag, der  9. Oktober 1970</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-10-09_01">Wir frühstückten bereits um 6 Uhr früh europäische Zeit und suchten<lb/>
dann <rs type="person" ref="#per__127101">Hofstetter</rs> <add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add> im Hotel Sofia und fuhren in die Stadt. Da wir<lb/>
zu Fuss gehen wollten, fuhr <rs type="person" ref="#per__127101">Hofstetter</rs> da er noch eine Betriebs<lb break="no"/>besichtigung hatte, ins Hotel zurück und wir zum großen Entsetzen<lb/>
des Chauffeurs erklärten, dass wir zu Fuss gehen wollten. Wir hatten<lb/>
dadurch Gelegenheit, Sofia am Morgen kennen zu lernen. Eine Stadt<lb/>
kann man nur zu Fuss kennen lernen. Die Marktversorgung war verhält<lb break="no"/>nismässig sehr gut, mit Gemüse und Obst zweifelsohne vielleicht so<lb/>
wie die Wiener Marktversorgung, allerdings nur auf heimische Produkte<lb/>
beschränkt. Wir konnten sogar feststellen, dass Fleisch reichlich vor<lb break="no"/>handen war und eigentlich niemand Schlange stand. die Preise sind aller<lb break="no"/>dings im Verhältnis zu den Einkommen verhältnismässig hoch und ich<lb/>
glaube das liegt vor allem darin, dass noch immer die Lewa auch im<lb/>
Inlandswert stark überhöht gerechnet wird. Aussenwert hat sie sogar<lb/>
12 oder 13 S Verrechnungskurs , in Wirklichkeit bekommt man sie bei<lb/>
uns im freien Kurs um 7.- S. Das Arbeitsgespräch im Handelsmini<lb break="no"/>sterium dauerte ca. 2 Stunden und brachte folgendes Ergebnis,<lb/>
Es wurde von den einzelnen Arbeitsgruppen berichtet und die Berichte<lb/>
nehmen sich sehr positiv aus. In Wirklichkeit hatte ich den Eindruck,<lb/>
dass es sich hier um nichts anderes handelt, als eben eine neue<lb/>
Kommission, und noch eine Kommission und noch eine Arbeitsgruppe<lb/>
usw, zu schaffen, obwohl konkrete Ergebnisse dabei kaum heraussehen.<lb/>
Bulgarien wollte ausser der Multilateralisierung und der Meistbe<lb break="no"/>günstigungsklausel, die sie bei dieser Vertragsverhandlung erreicht<lb/>
hatten, bereits eine konkrete Zusage über ein Handels- und Schiffahrts<lb break="no"/>übereinkommen. Ich erwiderte, dass wir in dem Fall einen Vorschlag<lb/>
von ihnen erwarten, der wohlwollend geprüft wird und ich war über<lb break="no"/>zeugt, dass wir auch zu einem Akkord in dieser Frage kommen würden.<lb/>
In der Schlußansprache sagte der Aussenhandelsminister <rs type="person" ref="#per__135653">Avramov</rs>, dass<lb/>
er schon einmal in Wien war und auf meinen Hinweis, ob ich ihn bald<lb/>
begrüssen könnte, erwiderte er, ja wenn es zu einem positiveren Er<lb break="no"/>gebnis käme. Aus dieser Bemerkung konnte ich entnehmen, dass auch er<lb/>
mit der bisherigen Entwicklung nicht zufrieden war. Ich ersuchte an<lb break="no"/>schliessend die gesamte Delegation in die österreichische Botschaft<lb/>
zu kommen, die sehr in der Nähe gelegen war und wir gingen alle zu Fuss.</p>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-10-09_02">In der Botschaft hatte ich dann Gelegenheit, eine Manöverkritik<lb/>
wie ich sie bezeichnete, abzuhalten. Ich erklärte gleich, dass ich<lb/>
die Arbeit, die hier geleistet wurde von den Damen und Herren gar<lb/>
nicht unterschätzen wollte, aber dass ich doch in dieser Art der<lb/>
Verhandlungen kaum eine wirkliche Ausdehnung des Handelsverkehrs sehe.<lb/>
Anstelle der vielen Kommission und Arbeitsgruppen ist es nach meiner<lb/>
Meinung nach notwendig, die einzelnen Firmen zu wirklichen Kooperatio<lb break="no"/>nen zu gewinnen und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es<lb/>
so wie mit Russland, der DDR und letzten Endes auch mit Rumänien,<lb/>
auch mit Bulgarien möglich sein müsste, konkretere Projekte zu be<lb break="no"/>sprechen. Insbesondere müsste meiner Meinung nach mit der Österr.<lb/>
Kontrollbank versucht werden, einen gebundenen Finanzkredit für<lb/>
Bulgarien sicherzustellen. Es meldeten sich fast alle Teilnehmer zu<lb/>
Wort und erklärten mir, dass sie meine Meinung teilten und ich bin<lb/>
sogar überzeugt, das sagten sie nicht nur allein um dem Minister<lb/>
recht zu geben. Allerdings machten sie mich darauf aufmerksam, dass<lb/>
es insbesondere die Bulgaren sind, die neue Kommission und immer wieder<lb/>
Besprechungen wünschten, weil sie dies für den Nachweis ihrer Tätigkeit,<lb/>
aber auch um hier wirklich die bulgarischen Stellen dann einigermassen<lb/>
voranzutreiben, brauchen.<lb/>
Beim Mittagessen war nur ein ganz geringer Teil der Delegation einge<lb break="no"/>laden und ich fragte deshalb den Botschafter, warum er so wenige<lb/>
und welche Klassifikation er bei den österr. Delegationsteilnehmern<lb/>
vorgenommen hatte. Er erklärte mir, dass seine Residenz nicht gross genug<lb/>
sei und deshalb er weniger Österreichischer und dafür mehr Bulgaren ein<lb break="no"/>geladen hatte. <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> teilte mir allerdings mit, dass er bereits einen<lb/>
Auftritt mit ihm gehabt hat, weil z.B. auch die Delegation zu einem<lb/>
Essen eingeladen hat, klagte die Sekretärin und Schreibkraft Frau<lb/>
<rs type="person" ref="#per__146053">Adler</rs> nicht einladen wollten, weil er angeblich keinen Platz hat.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> hätte darauf erklärt, dann würde <rs type="person" ref="#per__146053">Adler</rs> kommen aber er nicht.<lb/>
Das Essen war nach Auffassung von <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> sehr mies und hatte nur den<lb/>
Zweck, recht viel Geld aus dem Pauschale von 250.- S pro Teilnehmer,<lb/>
die dem Botschafter verrechnungsmässig zustehen, zu ersparen.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-10-09_03">Nachmittags war ein Höflichkeitsbesuch beim Aussenminister Bulgariens<lb/>
vorgesehen. Ich benützte diese Gelegenheit, um aber doch auf die Ak<lb break="no"/>tivität der österreichischen Bundesregierung im Interesse des euro<lb break="no"/>päischen Friedens trotz ihres Neutralitätsstatus hinzuweisen. Ich<lb/>
verwies auf das Bestreben Österreichs auf einen Sitz im Sicherheitsrat<lb/>
<pb n="03-0628" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band03/03_1970-10-09_0628.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>zu erlangen und zweitens auf die Vorschläge für die Abhaltung einer<lb/>
europäischen Sicherheitskonferenz. Der bulgarische Aussenminister stimm<lb break="no"/>te mit mir überein und bestätigte, dass Österreich trotzdem es neutral<lb/>
ist ja vielleicht gerade weil es neutral ist, hier eine sehr gute<lb/>
Arbeit leistet und eine Funktion anstrebt, die ebenfalls von Bulgarien<lb/>
unterstützt wird. Er hatte auch Verständnis dass der österreichische<lb/>
Vorschlag weder die Ostländer noch die Westländer 100 %-ig befriedigen<lb/>
konnte, nach seiner Auffassung müsste man eben an die Tagesordnung so heran<lb break="no"/>gehen, dass nicht jeder seien Wunsch darauf setzt, sondern dass eben nur<lb/>
Punkte aufgenommen werden, von denen man annehmen kann, dass sie zu einem<lb/>
positiven Abschluss kommen würden. Wenn jede Gruppe ihre Propagandapunkte<lb/>
die zwar alle begründet sind, auf die Tagesordnung setzt, dann müsste<lb/>
eine solche Konferenzfolge, denn auch er ist der Meinung, es könnte<lb/>
keinesfalls mit einer Konferenz getan sein, scheitern. Bezüglich der<lb/>
Abrüstung erwiderte er nur, dass es seiner Meinung nach ganz unmöglich<lb/>
ist, hier einseitig von Russland zu verlangen oder von den Warschaupakt.<lb/>
Staaten, dass sie eine grössere Truppenverschiebung sagen wir nach<lb/>
Asien vornehmen, es würde seiner Auffassung nach die an und für sich<lb/>
schon so schwierigen Verhältnisse mit China neuerdings verschlechtern.<lb/>
Ausserdem wies er darauf hin, dass z.B. in Bulgarien keine fremden<lb/>
Truppen stehen, während in der Türkei und in Italien und die 6. amerk.<lb/>
Flotte vor allem einmal im Mittelmeer stationiert ist. Bulgarien fühlt<lb/>
sich dadurch sehr bedrängt und gefährdet und seiner Meinung nach müsste<lb/>
eine Lösung angestrebt werden, von der er allerdings noch nicht sagen<lb/>
kann, wie sie aussehen soll. Vielleicht meinte er, hätte Österreich<lb/>
hier noch einen ganz bestimmten Vorschlag, den er allerdings noch nicht<lb/>
kennt. Der Botschafter bemühte sich hier wirklich über die Runden zu<lb/>
kommen, indem er darauf hinwies, dass halt alle Probleme einmal ange<lb break="no"/>gangen werden müssen und es auf diplomatische Art, wie er sich ausdrückte,<lb/>
eben eingeleitet werden sollten. Hier trug er seinem Namen Rechnung,<lb/>
er heisst <rs type="person">Kriegl-Redlich</rs>, d.h. er bemühte sich wirklich redlich auf<lb/>
diplomatische Art im Detail zu sagen, veilleicht weiss er sie aber auch<lb/>
nicht, dem Gespräch einen positiven Abschluss zu geben.<lb/>
Weniger redlich war er nach Auffassung von <rs type="person" ref="#per__97426">Fälbl</rs> aber auch <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> betref<lb break="no"/>fend der Einladungen. Die Unterzeichnung am Abend war eigentlich ver<lb break="no"/>hältnismässig formlos und es hatten sich ja einige Kollegen bereits ent<lb break="no"/>schuldigt, da sie mit dem letzten Flugzeug, das vor Wochenende nach<lb/>
Wien abflug die Heimreise angetreten haben. In einer anschliessenden<lb/>
Pressekonferenz vor der gesamten bulgarischen Wirtschaftspresse, aber auch<lb/>
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den Vertrag gefragt. Zum Glück hatte ich mir während der Arbeitssitzung<lb/>
entsprechende Aufzeichnungen gemacht, ich rechnete ja damit, dass bei<lb/>
der Pressekonferenz vielleicht Detailfragen gestellt werden würden,<lb/>
sodass ich glaube ich ganz befriedigende Antworten geben konnte. Auf<lb/>
die Frage wegen des Fremdenverkehrs, der nach Auffassung der Bulgaren<lb/>
wesentlich verstärkt werden könnte, musste ich darauf hinweisen, dass<lb/>
wir zwar selbstverständlich einen solchen begrüssen, dass allerdings<lb/>
die Bulgaren hier in harter Konkurrenz mit Rumänien, Italien, Jugoslawien<lb/>
und sogar Frankreich stehen. In Frage kommt ja nur die Schwarzmeerküste<lb/>
und gerade auf diesem Sektor sind diese Staaten sehr aktiv. Die Bulgaren<lb/>
bieten zwar in der Nachsaison einmalige Konzessionen, aber in der Haupt<lb break="no"/>saison ist die Verpflegungsfrage nicht sehr glücklich gelöst.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-10-09_04">Da der Aussenhandelsstellenleiter in Bulgarien doch nicht den nächsten<lb/>
Tag mit uns nach Warna flog hatten wir nicht bei uns in der Residenz<lb/>
das Abendessen sondern fuhren auf den Aussichtsberg Witoscha in der<lb/>
Nähe Sofias. <rs type="person" ref="#per__113838">Penkow</rs> <add>[evtl. Falschidentifikation, Anm.]</add> hatte seine Braut auch zu diesem Essen geladen.<lb/>
Sie ist eine Favoritnerin und <choice><choice><sic>von den Eltern</sic><corr>Tochter der?</corr></choice></choice> der ehemaligen Sozialdemo<lb break="no"/>kraten Fischer, <choice><choice><sic>wonach</sic><corr>nach denen</corr></choice></choice> auch der Gemeindebau im 10. Bezirk benannt ist.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__113838">Penkow</rs> erklärte mir sofort, dass sie nicht mit dem <rs type="person" ref="#per__97443">Ernst Fischer</rs> ver<lb break="no"/>wandt sei. Ich glaube, er sagte dies, weil <rs type="person" ref="#per__97443">Fischer</rs> derzeit in der KP<lb/>
als persona non grata gilt. Bezüglich der unbefriedigenden Entwicklung<lb/>
des Handelsverkehrs und insbesondere auch der negativen Zahlungsbilanz<lb/>
kam ich mit ihm überein, dass nur mit Kooperationen dieses Problem<lb/>
verbessert werden könnte. Die traditionellen Handelsgüter wie Futter<lb break="no"/>mittel und Schweine werden wir in Zukunft kaum mehr abnehmen. Wenn die<lb/>
Bulgaren aber Kooperationsverträge in grösserer Zahl abschschliessen<lb/>
wollen, dann müssen sie mit den österreichischen Firmen zu einem Arrange<lb break="no"/>ment kommen, notwendig ist vor allem aber auch, dass sie zuerst mit<lb/>
der Österreichischen Kontrollbank einen gebundenen Finanzkredit vereinbaren<lb/>
dies ist nach unserer Auffassung die Voraussetzung von ihrer Stelle wären<lb/>
dafür die Aussenhandelsbank zuständig. <rs type="person">Benkoff</rs> teilte diese Meinung und<lb/>
sagte, er würde die entsprechenden Schritte veranlasssen. Er entschuldigte<lb/>
sich auch, dass er am nächsten Tag nicht nach Varna mitfliegen könnte,<lb/>
aber er müsse in der Regierung ein entsprechendes Referat halten.<lb/>
Uns ist eine solche Regierungsform vollkommen undenkbar. Scheinbar aber<lb/>
wird in Bulgarien so wie in vielen Oststaaten auch verhältnismässig für uns<lb/>
unsere Auffassung unbedeutende Probleme bis in die höchsten Regierungs<lb break="no"/>stellen, ja sogar bis in den Ministerrat vorgebracht und dort entschieden.</p>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band03_1970-10-09_05">Während des Tages besichtigten wir eine Ikonenausstellung und<lb/>
fuhren auch zum Kloster <choice><choice><sic>Bogota</sic><corr>?</corr></choice></choice>, wo aus dem 12. und 13. Jahrhundert<lb/>
noch einige Fresken in einem kleinen Raum erhalten sind. Mir fiel<lb/>
gleich beim Betreten dieses kleinen Raumes auf, dass ähnlich wie<lb/>
das in Italien manchmal der Fall ist in der Renaissancezeit eine<lb/>
Ausmalung aber nur wesentlich primitiver erfolgt ist. Zu meiner<lb/>
grössten Verwunderung erklärte dann ein junges Mädchen, das die<lb/>
Führung dort hatte, dass sie hier zum ersten Mal darstellen kann,<lb/>
dass der unbekannte Maler eine Ausmalung in einer Art und Weise<lb/>
vorgenommen hat, wie sie <rs type="person" ref="#per__146299">Giotto</rs> in Padua vorgenommen hat. Da<lb/>
<rs type="person" ref="#per__146299">Giotto</rs> aber erst um diese Zeit geboren wurde, der Maler aber bereits<lb/>
dieses Kloster ausmalte, ist dies die Geburtsstunde des Rennaissance<lb/>
in Bulgarien. Ich gab zwar zu, dass es gewisse Ähnlichkeiten mit der<lb/>
Komposition gäbe, dass aber erstens das Kloster eine Grösse von ca.<lb/>
b2 m mal 4 m hatte und dass zweitens die Darstellung wesentlich primitiver<lb/>
sei. Die Führerin dort war sicher noch nie in Padua und hat <rs type="person" ref="#per__146299">Giotto</rs><lb/>
gesehen und ich bin auch nicht überzeugt, ob sie wirklich schon sehr<lb/>
gute Reproduktionen gesehen hat. Ich glaube allerdings, selbst wenn<lb/>
sie in Padua gewesen wäre, würde sie dennoch immer glauben, dass die<lb/>
Renaissance in Bulgarien geboren wurde.</p>
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               <occupation>1971 Botschaftsrat sowj. Botschaft; evtl.
                  Falschidentifikation</occupation>
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               <occupation>Präs. bulg. HK, ab 1980 HR</occupation>
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