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            <title type="main">Mittwoch, der  2. September 1970</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band02_1970-09-02_01">Bei einer Budgetvorbesprechung mit <rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs>, <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs> und <rs type="person" ref="#per__137484">Schütz</rs><lb/>
konnte ich feststellen, dass die Bürokratie im Hause nicht ge<lb break="no"/>glaubt hat, dass wir imstande sein werden, ein Konzept auch finanziel<lb break="no"/>ler Natur für eine wirkliche Industriepolitik und aktive Handelspoli<lb break="no"/>tik zu erstellen. Da seinerzeit bereits <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs>, ohne dass ich ihn<lb/>
gedrängt habe, mir erklärt hat, er möchte ca. 100 Mio S dem Mini<lb break="no"/>sterium zur Verfügung stellen, um in Erfüllung unseres Wirtschafts<lb break="no"/>programmes entsprechende Ansätze im Budget auch zu haben, hatte ich<lb/>
die Bürokratie ersucht, man sollte jetzt nachdem die Abstriche im<lb/>
Finanzministerium mit ca. 45 Mio vorgenommen wurden, sich den Kopf<lb/>
zerbrechen, wo und welche Posten in dem Budgetentwurf aufgestockt wer<lb break="no"/>den sollen, die dann jederzeit von uns, d.h. von mir oder vom Mini<lb break="no"/>stergrundsatzbüro entsprechend verfügt werden können. Ebenso musste<lb/>
Vorsorge getroffen werden, um für den Fremdenverkehr die Mittel ent<lb break="no"/>sprechend einsetzen zu können, ohne dass wir die bisherigen verstreu<lb break="no"/>ten Aktionen weiter fortführen. Bei einer weiteren Budgetbesprechung,<lb/>
wo auch dann Sekt.Chef <rs type="person">Habel</rs> und Min.Rat <rs type="person" ref="#per__97467">Gasser</rs> von der OB daran teil<lb break="no"/>nahmen wurden die Wünsche dieser beiden besprochen, wobei auch hier<lb/>
zum Ausdruck kam, dass es vielleicht doch möglich sein sollte, die<lb/>
Kürzungen wenigstens – die das Finanzministerium vorgenommen hat –<lb/>
wegzubringen. Insgesamt waren ja 40 Mio nicht einvernehmlich festge<lb break="no"/>legt worden. Auch diese beiden Vertreter hatten kaum die Überzeugung,<lb/>
dass es uns wirklich gelingen würde, die notwendigen Ansätze im<lb/>
Finnzministerium durchzusetzen. Bei den nachmittägigen Verhandlungen,<lb/>
wo ich zuerst eine Vorbesprechung mit <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> allein hatte, konnte<lb/>
ich feststellen, dass <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs> richtig informiert war und vor allem<lb/>
<rs type="person">Waltersdorfer</rs>, das ist der sachlich diesbezüglich zuständige Referent<lb/>
im Finanzministerium. für die Handelssektion, ihn hat wissen, lassen,<lb/>
dass maximal mit 180 Mio S zu rechnen sei d.h. incl. der Abstriche<lb/>
von 40 Mio. Wie das Finanzministerium auf Beamtenebene durchgeführt hatte.<lb/>
Bei der Einnahmensschätzung die Rohölpreise, die im Vorjahr<lb/>
mit 615 S/t als Grundlage gedient haben und heuer im ersten Entwurf<lb/>
auf 490.- S reduziert wurden, sehr tief angesetzt waren, hatte das<lb/>
Finanzministerium zu Recht verlangt, dass wir die Montangebühren<lb/>
die im Jahre 1969 253 Mio erbracht hatten und im Bundesvoranschlag<lb/>
1970 mit 245 Mill. eingestellt waren und nach dem Entwurf der Berg<lb break="no"/>behörde auf 195 Mill. reduziert werden sollten, ebenfalls wieder er<lb break="no"/>höht werden müssten. Dies war deshalb eine berechtigte Forderung,<lb/>
<pb n="02-0470" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band02/02_1970-09-02_0470.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>weil zwar die Berechnungen, die die OB angestellt hat, im Frühjahr des<lb/>
Jahres, davon ausgegangen sind, dass die Rohölpreise und die Rohölmen<lb break="no"/>gen und Gasmengen nicht zur Verfügung stehen werden, dass aber<lb/>
in Wirklichkeit jetzt in den letzten Monaten eine sehr starke Erhö<lb break="no"/>hung auch der Rohölpreise zu berücksichtigen ist, sodass es also ein<lb/>
leichtes war, einerseits die gewünschte Forderung von Erhöhung von mind.<lb/>
40 Mio S bei den Montangebühren auch zuzustimmen. Unter diesen Bedin<lb break="no"/>gungen war <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> bereit, die 100 Mill., die er mir seinerzeit an<lb break="no"/>geboten hatte, auch tatsächlich in der Beamtenbesprechung zu vertreten.<lb/>
Die Diskussion war deshalb verhältnismässig kurz, ich versuchte sie<lb/>
wie immer mit einigen Bonmots aufzulockern und es war deshalb in<lb/>
fast einer Stunde möglich, das Budget über die Runden zu bringen.<lb/>
Die Fremdenverkehrswerbung, die im heurigen Jahr den Bundesanteil<lb/>
mit 59,1 Mil. S hat und die lt. Vorschlag des FM zuerst auf 46,2 Mill.<lb/>
hätte gekürzt werden sollen, bekommt denselben Betrag, nämlich 51,9<lb/>
Mill. S. Für die Fremdenverkehrförderungsausgaben, die heuer mit 35,3<lb/>
Mill. S veranschlagt wurden und laut Vorschlag des Finanzministeriums<lb/>
auf 28,8 Mill. S reduziert werden sollten, werden die Anträge der<lb/>
Sektionen lauteten auf 45,6 Mill. auf 48,8 Mill. S erhöht, weil wir<lb/>
für die Gemeinden statt 2 Mill. S ausser die 1,8 Mill. S die wir<lb/>
Zinsenzuschüsse schon für seinerzeitige Leistungen, die gebunden sind,<lb/>
erbringen müssen, auf 4 Mill. S erhöht werden. Für die Länder wurden<lb/>
wieder die 500.000.- S eingestellt. Die Bergbauförderng, wo für Kohle<lb/>
anstelle der derzeitigen 40,7 Mill. von der Sektion 60 Mill. S gefor<lb break="no"/>dert wurden, hat das Bundesministerium dann diese 60 Mill. S für den<lb/>
Kohlenbergbau akzeptiert. Dieser Betrag ist ausschliesslich deshalb<lb/>
notwendig, weil die GKB-Alpine Betrieb der Fohnsdorfer und GKöflacher<lb/>
Revier ein solches Defizit aufweisen wird, dass wir mit Hilfe dieser<lb/>
60 Mill. S die Kohlenproduktion dort über Wasser halten werden.<lb/>
Weitergehende Wünsche der GKB – ich hatte ja stundenlange Verhand<lb break="no"/>lungen mit den Genossen – konnte deshalb nicht berücksichtigt werden,<lb/>
weil – wie <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> richtig sagte - er muss ja sowieso noch entsprechen<lb/>
de Haftungen für die Alpine geben und man müsste halt dann innerhalb<lb/>
des Konzernes zu einer glücklicheren Lösung kommen. Bei den Industrie<lb break="no"/>und Gewerbeförderungsausgaben wurden für derzeit 68 Mill. von der Sek<lb break="no"/>tion geforderten und vom Finanzministerium abgestrichenen <choice><sic>13</sic></choice> Mill. S<lb/>
ausser der Aufhebung dieses Abstriches eine Gesamtpost von 71,5 Mill. S<lb/>
jetzt eingesetzt, wobei allerdings 20 Mill. S für die Industrieförderung<lb/>
<pb n="02-0471" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band02/02_1970-09-02_0471.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>intern gesperrt bleiben, damit nicht <rs type="person">Wohlgemuth</rs>, die Abteilung 24,<lb/>
glaubt, sie könnte über diese Beträge tatsächlich verfügen. Auch<lb/>
die Aufwandskredite wurden mit 3 Mill. S festgestellt, ebenfalls<lb/>
mit Sperrung, um die entsprechenden Studien-und Werksaufträge geben<lb/>
zu können. Darüber hinaus wird die Bürges in irgendeiner Form für<lb/>
500.000 Mill. S eine Bundeshaftung bekommen. Dies wird allerdings im<lb/>
einem eigenen Gesetz notwendig sein. Da wir für die Exportförderung<lb/>
im derzeitigen Budget 3 Mill. S eingesetzt sind, nicht mehr bekommen<lb/>
konnten, hatte das Finanzministerium die 100 Mill. S auf 93 Mill. S<lb/>
jetzt gekürzt, und zu meiner grössten Verwunderung sowohl Sekt.Chef<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97915">Schipper</rs> als auch <rs type="person" ref="#per__97722">Marhold</rs> und <rs type="person" ref="#per__137484">Schütz</rs> zugestimmt, dass wir dies akzep<lb break="no"/>tieren sollten. Ich führte noch einen Verzweiflungskampf ganz allein<lb/>
ich hatte das allerdings mehr aus Optik getan und musste natürlich<lb/>
dann letzten Endes weil <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> dann erklärte, jetzt ist aber wirk<lb break="no"/>lich Schluss, die 97 Mill. S akzeptieren. Wir müssen jetzt unverzüg<lb break="no"/>lich die entsprechende Punktation, wie wir diese Gelder verwenden<lb/>
werden und in welchem Rahmen wir uns vorstellen, dass die entsprechende<lb/>
Zinsenzuschüsse gegeben werden, ausarbeiten und <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> dies bis<lb/>
spätestens 14. September übermitteln. Politisch gesehen konnte ich<lb/>
abends dann , als insbesondere <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs>, der vormittag verhandelt<lb/>
hatte und für die verstaatlichte Industrie keinerlei Zuschüsse heraus<lb break="no"/>fetzen konnte, doch <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> insoferne recht geben, dass seine Politik<lb/>
vollkommen richtig ist, denn erstens muss durch das Budget des Handels<lb break="no"/>ministeriums es für die ÖVP äusserst schwierig werden, das Budget abzu<lb break="no"/>lehnen und ich werde nicht verabsäumen in der Budgetdebatte diese<lb/>
Tatsache, wenn sie die Ablehnung tatsächlich vornehmen, besonders he<lb break="no"/>rauszustreichen, denn die Beamten sagten, sie hätten nie erwartet,<lb/>
ein solches Budget zu erreichen, und zweitens hat ja die verstaatlich<lb break="no"/>te Industrie durch die Neukonstruktion der ÖIAG ein entsprechendes<lb/>
Konzern-Finanzkonzept vorzulegen. Derzeit ist ein solches Konzept<lb/>
nicht vorhanden und deshalb hat <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> glaube ich ganz richtig<lb/>
entschieden, indem er sagte, wir wollen von der ÖIAG keinerlei Ein<lb break="no"/>nahmen aus ihren Gewinnen, andererseits aber kann ich derzeit keine<lb/>
wie immer gearteten Zuschüsse geben. <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> berichtete, dass er<lb/>
von der Kantgasse angerufen wurde und der <rs type="person">Kokal</rs> ihm mitgeteilt<lb/>
hatte, dass eine helle Empörung herrscht und er den Zwischenrufen<lb/>
entnehmen konnte, dass Direktoren oder sonstige in seinem Zimmer<lb/>
einen solchen Wirbel gemacht haben, dass man das bis zu ihm ge<lb break="no"/>hört hat. Aus all diesen Äusserungen kann ich nur schliessen, dass<lb/>
entweder <rs type="person" ref="#per__98034">Veselsky</rs> irgendwie Hoffnungen gemacht hat, Leuten, oder<lb/>
<pb n="02-0472" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band02/02_1970-09-02_0472.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>andererseits die Genossen und vor allem die Nichtgenossen glaube,<lb/>
dass die SPÖ unter allen Umständen den verstaatlichten Betrieben<lb/>
zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen, die <rs type="person" ref="#per__97311">Androsch</rs> derzeit<lb/>
im Budget gar nicht unterbringen kann. Ich hatte bei der Besprechung<lb/>
dann bei uns im Haus die Sektion II und IV nur ganz kurz verständigt,<lb/>
dass die Streichungen zurückgenommen werden konnte über die anderen<lb/>
Ziffern habe ich natürlich mit niemandem gesprochen, obwohl ich fürchte<lb/>
dass sich dies im Haus herumreden wird.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band02_1970-09-02_02">Min.Rat <rs type="person" ref="#per__125823">Hanisch</rs> wollte unbedingt wegen der Bevorratung und der Finan<lb break="no"/>zierung von Bevorratung für die Wirtschaftliche Landesverteidigung mit<lb/>
mir reden und eine diesbezügliche Aussprache ergab, dass er sich vor<lb break="no"/>stellt, dass wir mindestens 50 Mill. S fürs erste oder eine Umlage von<lb/>
0,45 % auf alle Importe durchführen, um eine entsprechendes Pflicht<lb break="no"/>lager finanzieren zu können. Ich hatte dieses Programm für ganz sinnlos<lb/>
sagte ihm auch, dass de zeit keine wie immer gearteten Möglich<lb break="no"/>keiten bestehen, dies auch tatsächlich durchzusetzen. Bei dieser Ge<lb break="no"/>legenheit erwähnte er, dass seine Arbeitskraft nicht ausgelastet<lb/>
ist und er sich sehr gut vorstellen könnte, dass er für Konsumenten<lb break="no"/>fragen usw. herangezogen wird, dass man alle Abteilungen dann zusammen<lb break="no"/>fassen sollte und er als Sektionsleiter und ältester Ministerialrat<lb/>
endlich den Sektionschefposten bekommen müsste. Mein Hinweis, dass<lb/>
ihm ja bekannt ist, dass es unmöglich ist, einen IX-Posten zusätzlich<lb/>
zu kriegen, wurde von ihm mir gegenüber auch bestätigt, sein Vor<lb break="no"/>schlag wäre dann gewesen, man sollte halt die Sektion II, wenn <rs type="person">Habel</rs><lb/>
weggeht, mit <rs type="person" ref="#per__107939">Römer</rs> als Juristen besetzen und er könnte dann die Sek<lb break="no"/>tion II als Sektionschef führen. Ich hatte ihm keine wie immer ge<lb break="no"/>artete Zusagen gemacht, sondern nur erklärt, ich kenne ihn schon<lb/>
seit 25 Jahren, ich könnte doch nichts dafür, wenn ihm Unrecht ge<lb break="no"/>schehen sei, man würde sich überlegen, wie weit er zusätzlich Agenden<lb/>
kriegen könnte, aber ich habe derzeit keine Möglichkeit auf sein<lb/>
Angebot konkret bereits zu antworten.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band02_1970-09-02_03">Mit Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__97867">Reiterer</rs> hatte ich eine lange Aussprache über die zu<lb break="no"/>künftige Politik in der Sektion. Bei dieser Gelegenheit konnte ich<lb/>
feststellen, dass man mit ihm doch wesentlich mehr wird reden müssen<lb/>
als dies in der Vergangenheit der Fall gewesen ist, um ihm erstens<lb/>
das Gefühl zu geben, dass seine Meinung von grösster Bedeutung ist<lb/>
ich hatte deshalb ihm auch zugesagt, dass wir gemeinsam bevor ich<lb/>
<pb n="02-0473" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band02/02_1970-09-02_0473.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>nach Bulgarien fahre, in die Schweiz fahren, und er meinte und ich<lb/>
hatte diese Äusserung für wichtig, dass wir zuerst in der Schweiz den<lb/>
ersten offiziellen Auslandsbesuch als Minister machen müssen. Es<lb/>
wird ja die Sdhweizer-österreichische Kommission, die unverbind<lb break="no"/>liche Besprechungen führt wegen der Integration, Anfang September<lb/>
in Wien tagen und es werden dort dann einige Probleme sicher offen<lb/>
bleiben, die ich dann in der Schweiz, ich werde hinfliegen und sofort<lb/>
wieder zurück – dann mit dem Leiter des volkswirtschaftliche Departe<lb break="no"/>ments <rs type="person">Kruger</rs> besprechen kann. Ich werde die Vorgangsweise allerdings<lb/>
vorerst mit Waldheim noch abstimmen.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band02_1970-09-02_04">Dr. <rs type="person">Harmann</rs> auch Düsseldorf, der früher in der Messe AG gearbeitet<lb/>
hat, kam mit Dr. <rs type="person">Marton</rs> als seinen Repräsentanten, der in der<lb/>
Fremdenverkehrsgesellschaft Wien arbeitet, um die Idee des inter<lb break="no"/>nationalen Hauses bei mir zur Unterstützung vorzulegen. Seine<lb/>
Absicht ist, dass in Österreich so wie dies in Brüssel jetzt<lb/>
geschieht, ein internationales Haus errichtet, wo die Länder ihre<lb/>
entsprechenden Vertretungen, die sich mit Handelsfragen beschäftigen<lb/>
unterbringen sollen. Die Idee ist zweifelsohne sehr gut, in Chicago<lb/>
und New York gibt es bereits solche Trade-Centers und er wird jetzt<lb/>
einmal versuchen, von <rs type="person" ref="#per__97963"><sic>Salvik</sic></rs> ein Grundstück zu bekommen und wird<lb/>
sich dann die Mitteln von den einzelnen Staaten durch Verträge<lb/>
sichern. Er will keine finanzielle Unterstützung von Seiten des<lb/>
Ministeriums und ich glaube deshalb, dass wir schon allein<lb/>
aus diesem Grund eine Initiative, die uns nichts kostet, unter<lb/>
allen Umständen unterstützen sollen.</p>
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            <head>Tagesprogramm, 2.9.1970</head>
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