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            <title type="main">Montag, der  3. August 1970</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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                  <idno type="signature">Band02_1970-08-03</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band02_1970-08-03_01">Das Gutachten für die Lannach-Raffinerie ist approbationsreif.<lb/>
Ich habe deshalb eine letzte Aussprache mit Sekt.Chef Stv. Min.Rat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__133778">Fenz</rs>, dem jetzt vom Urlaub zurückgekommenen Sahcbearbeiter, Min.Rat<lb/>
<rs type="person" ref="#per__131814">Schedl</rs>, und dem im Urlaub von ihm vertretenen Min.Rat <rs type="person">Beran</rs> gehabt.<lb/>
Min. Rat <rs type="person" ref="#per__133778">Fenz</rs> meinte, dass die Verantwortung letzten Endes die Ärzte<lb/>
zu tragen hätten, die das Gutachten ausgearbeitet haben und aus<lb/>
denen ersichtlich ist, dass keine Gefährdung von Menschen erfolgen<lb/>
könnte. Ich teilte diese Meinung nicht, sondern erklärte, dass<lb/>
letzten Endes ich dafür die Verantwortung und auch die politischen<lb/>
Folgen zu tragen haben werde. Die ärztlichen Amtssachverständigen, Doz.<lb/>
Dr. <rs type="person">Lawenschitsch</rs> hat bekanntlicherweise Univ.Prof. <rs type="person">Flamm</rs> als Hygieni<lb break="no"/>ker für ein Spezialgutachten angefordert und dieser hat festgestellt,<lb/>
dass die Auflage vollkommen genügen. Ebenso waren die<lb/>
meteorologischen Gutachten von Univ.Prof. Dr. <rs type="person">Steinhauser</rs> und Dr.<lb/>
<rs type="person">Drimmel</rs> von der Meteorologischen Anstalt als ausreichend empfunden.<lb/>
Besonders wird darauf hingewiesen, dass Dr. <rs type="person">Drimmel</rs> im Verein<lb/>
Deutscher Ingenieure mitarbeitet, wo die Immissionen, d.h. die<lb/>
Schornsteinhöhen genau berechnet werden können nach einem in der VDI<lb/>
22 – 89 festgelegten Verfahren, nach diesen Berechnungen hätte es<lb/>
vollkommen genügt, den Schornstein mit 80 Meter festzulegen, während<lb break="no"/>dem jetzt 120 m bereits von der Erstinstanz vorgeschlagen wurden.<lb/>
Die Tagemittelwerte 0,4 mg SO2 pro m3 Luft, den hauptsächlichsten<lb/>
Angriffspunkt der Einsprüche betreffen, wurden ebenfalls von Fach<lb break="no"/>leuten bestätigt, dass diese vollkommen ausreichend sind. In der BRD<lb/>
beträgt der Dauerwert ebenfalls 0,4 mg und der Kurzzeitwert 0,75 mg.<lb/>
In den Alarmstufen von Nordrhein-Westfalen wurde die Wanrstufe 1<lb/>
bei 2,5 und die Wanrstuf 2 bei 5 gegeben. In Los Angeles ähnliche<lb/>
Sätze und die Warnstufe beträgt dort 30 mg. In dem Einspruch wird<lb/>
allerdings darauf hingewiesen, dass in der SU und in der DDR die<lb/>
Dauerwerte 0,15 und die Kurzzeitwerte 0,5 mg betragen. Allerdings<lb/>
wird dem entgegengehalten, dass dortAusnahmen gemacht werden und<lb/>
wahrscheinlich auch tatsächlich diese Werte fast nirgends einge<lb break="no"/>halten werden. Die Amtssachverständigen haben sich auch mit den Gegen<lb break="no"/>gutachten der Univ.Prof. <rs type="person">Burrghardt</rs> und anderer sehr eingehend ausein<lb break="no"/>andergesetzt, aber für mich ergibt sich die Tatsache, dass halt Gut<lb break="no"/>achten gegen Gutachten steht, wobei letzten Endes jetzt eine Entschei<lb break="no"/>dung geroffen werden muss. Der Standort ist zweifelsohne sehr ungünsti<lb/>
<pb n="02-0443" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band02/02_1970-08-03_0443.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>Ich glaube, er ist wahrscheinlich der ungünstigste, den man<lb/>
sich vorstellen kann. Gesetzlich gibt es aber keine Möglich<lb break="no"/>keit, einen andere Standort vorzuschreiben, sondern ich könnte<lb/>
nur, wenn die Sachverständigengutachten eine Möglichkeit ergeben<lb/>
würden, die Raffinerie überhaupt verbieten, so kann ich nur entspre<lb break="no"/>chende Auflagen machen und ich werde mit der Gesellschaft noch<lb/>
einmal reden und sie darauf aufmerksam machen, dass ich auf die<lb/>
Einhaltung der Auflagen unter allen Umständen drängen werde und<lb/>
keinerlei Nachsicht gewähren kann.<lb/>
h<lb/>
Da ich vormittags ein bisschen Zeit hatte, besuchte <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> und<lb/>
ich überraschend das Patentamt. Ich begab mich in die Einlaufstelle<lb/>
und fragte, wo ich Vizepräsident <rs type="person" ref="#per__142949">Schebesta</rs> erreichen könnte. Der<lb/>
Beamte gab mit bereitwilligst Auskunft und erkannte mich in wei<lb break="no"/>terer Folge auch. Natürlich sprach sich dann sofort herum, dass<lb/>
der Minister im Haus ist und das Überraschungsmoment war natürlich<lb/>
damit weggegfallen. Da sich das Amt in einem sehr trostlosen Zustand<lb/>
befindet, hat die Bundesgebäudeverwaltung vor Jahren damit begon<lb break="no"/>nen, es umzubauen und hat den vierten Stock bis jetzt ganz modern<lb/>
adaptiert. Ob dies wirklich zielführend und zweckmässig ist, kann<lb/>
ich nicht überprfen, vielleicht wäre es besser gewesen,man hätte<lb/>
irgendwo ein neues Gebäude aufgeführt. In einem Betrieb zu arbeiten,<lb/>
wo umgebaut wird, ist wahrlich kein Vergüngen und ich muss zugebenm<lb/>
dass die Belastung der Beamten dort wirklich sehr stark ist. Inter<lb break="no"/>essanterweise werden von den eingereichten Patenten immer wieder<lb/>
Abschriften verlangt und es hat sich dort eine Kopieranstalt einge<lb break="no"/>nistet, die für einen Express-Abzug pro Seit S 8.- verlangt und<lb/>
für einen normalen etwas mehr als die Hälfte. Wenn man bedenkt,<lb/>
dass die Gestehungskosten sich ungefähr auf 1/10 des Preises<lb/>
rohstoffmäsisg beschränken, so kann man errechnen, welch gutes<lb/>
Geschäft die Firma macht. Ich bin daher der Meinung und der Vize<lb break="no"/>präsident hat auch gemeint, er hätte sowieso immer die Absicht<lb/>
gehabt, dass dies das Amt selbst besorgen könnte, dass wir dies<lb/>
im Interesse Service für die Wirtschaft zu einem beträchtlich<lb/>
billigeren Preis im Amt selbst erledigen sollten. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> wird<lb/>
diesbezügliche Untersuchungen anstellen. Der Personalvertreter<lb/>
des Amtes, der sich unserer Führung dann anschloss. Dr. ?<add/><lb/>
war ein sehr aufgeweckter junger Mann und hat glaube ich auch<lb/>
entsprechende Vorschläge zu machen, die er aber sicherlich nicht<lb/>
<pb n="02-0444" facs="https://iiif.acdh-dev.oeaw.ac.at/iiif/images/staribacher/Band02/02_1970-08-03_0444.jp2/full/pct:100/0/default.jpg"/>vorbringen kann, wenn seine Vorgesetzten anwesend, oder wenn<lb/>
er überhaupt zu uns mit ihnen käme. <rs type="person" ref="#per__97543">Heindl</rs> wird deshalb ihn als<lb/>
Vertreter des Personals einige Male jetzt rufen und bei dieser<lb/>
Gelegenheit gleich Reformvorschläge mit ihm besprechen. Mir selbst<lb/>
fiel z.B. auf, dass in der Buchhaltung die Vorschreibung für die<lb/>
Markengebühren und für sonstige Gebührendie jahrelang von den Firmen<lb/>
erfolgen müssen, fast noch in einem Organisationsstadium ist, wo man<lb/>
keine technische Hilfsmittel wie elektronische Datenverarbeitung<lb/>
kennt. Wenn ich mir vorstelle, dass dort jede Firma karteimässig<lb/>
erfasst ist und dann jedes Jahr gemahnt wird und wenn sie nicht zahlt<lb/>
dann mit 20 % Zuschlägen versehen, diese Beträge vorgeschrieben be<lb break="no"/>kommt, dann kann ich mir vorstellen, dass dies doch ein typischer<lb/>
Fall für eine elektronische Datenverarbeitung ist, wo auf Magnet<lb break="no"/>bändern dies gespeichert und automatisch verarbeitet wird.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band02_1970-08-03_02">Mit Sekt.Chef <rs type="person" ref="#per__97867">Reiterer</rs> hatte ich die Vorbesprechung wegen der Russ<lb break="no"/>landbesprechung und ich hatte verlangt, dass man alle Punkte konkret<lb/>
mir vorlegen sollte, die ich mit dem Aussenhandelsminister zu bes<lb break="no"/>sprechen hatte. Dies führte dazu, dass <rs type="person" ref="#per__97867">Reiterer</rs> mit einem Aide memoire<lb/>
kam, das wir <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> bei seiner Ankunft überreichen sollten.<lb/>
Ich hatte den Eindruck, dass dies das erste Mal war, dass so konkret<lb/>
Unterlagen vorbereitet wurden, obwohl ich es selbst zutiefst bedauer<lb break="no"/>te, dass sich so wenige Firmen an uns gewendet hatten mit ihren Wün<lb break="no"/>schen, die wir natürlich jetzt bei diesen Besprechungen auch tatsäch<lb break="no"/>lich unterbringen sollten. Ausser der ÖMV, die eine zusätzliche Lie<lb break="no"/>ferung von Rohöl wünschte, waren es die Korneuburger Sdhiffswerft,<lb/>
die einen Auftrag von 3 Mio $, das sind ca. 3 Schubschiffe, erwarten<lb/>
und die Maschinen u.Apparatebaugesellschaft Graz, die eine Lieferung<lb/>
von kompletter Einrichtung zweier Lackdrahtfabriken und zuletzt noch<lb/>
die Tiroler Werke Schwaz, die eine komplette Studie für die Errich<lb break="no"/>tung einer Gashärtefabrik den zuständigen Stellen der SU übergeben<lb/>
hat. Ansonsten hat sich bis jetzt niemand gerührt, der Wünsche an<lb/>
den sowjetischen Aussenhandelsminister haben könnte. Bei dieser Be<lb break="no"/>sprechung konnte ich feststellen, dass die mir übergebenen Ziffern<lb/>
bezüglich der Kokslieferung in den vergangenen Jahren wieder nicht<lb/>
stimmten und dass <rs type="person" ref="#per__97867">Reiterer</rs> andere als Sektionsleiter <rs type="person" ref="#per__97467">Gasser</rs> von der<lb/>
DB hatte. Es ist unwahrscheinlich wie wenig in dem Haus koordiniert<lb/>
wird oder wie wenig Ziffern abgestimmt werden. Ich habe dies<lb/>
bei den Textilziffern festgestellt für die Dornbirner Messe genauso<lb/>
wie jetzt bei den Kokslieferungen aus dem Osten. Man kann sich nur<lb/>
immer wundern, wie es in einer solchen Situation möglich ist,<lb/>
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Minister, die sich aber wahrscheinlich um diese Detailprobeleme nicht<lb/>
gekümmert haben, in dieser Atmosphäre wirklich arbeiten konnten. So<lb/>
lange hier nicht eine grundlegende Reorganisation Platz greift, d.h.<lb/>
dass sich die Sektionen auf kurzem Wege mit den entsprechenden Zif<lb break="no"/>fern dauernd verständigen und sie abstimmen, kann es ja doch nur<lb/>
irgendwelchen unmöglichen Entscheidung von einer oder der anderen<lb/>
Stelle kommen und vor allem immer wieder festgestellt werden, dass<lb/>
die scheinbar so gewissenhafte Bürokratie doch Lücken im Informations<lb break="no"/>fluss hat, die zu anderen Ergebnissen kommen können.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band02_1970-08-03_03">Die Ankunft und die erste Fahrt mit <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> in sein Hotel<lb/>
haben keine besonderen Ergebnisse gezeitgt, war nur selbstver<lb break="no"/>ständlich bereit, sowohl die entsprechende Pressekonferenz als auch<lb/>
die Aufnahme im Rundfunk und im Fernsehen zuzustimmen. Er erklärte<lb/>
sehr geschickt, man sollte ihm nur Fragen stellen, er wird dann<lb/>
schon die Antwort geben, die er für notwendig und richtig hält<lb/>
Am Abend gab Präs. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> im Schloss Hernstein einen Empfang<lb/>
für die russische Delegation, an der ausser <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> und <rs type="person">Manschule</rs><lb/>
auch noch der derzeitige Sonderleiter für die SALT-Gespräche Minister<lb/>
<rs type="person">Semjenov</rs> und der russische Botschaft <rs type="person">Pozderov</rs> teilnahmen. Interessant<lb/>
war bei der Diskussion, die ich teilweise mit <rs type="person" ref="#per__112953">Manschulo</rs>, er war mein<lb/>
Tischnachbar, führte, und die auch <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> hinweis bei seiner<lb/>
Tischansprache, dass nämlich der Vertrag besser funktionieren könnte<lb/>
und müsste, den wir abschliessen. Die Hinweise, dass man immer wieder<lb/>
sagt, man müsse mit Russland Handel machen, erwiderte <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs>, we<lb/>
wenn sie nicht wollen gestatten, dann sollen sie es halt bleiben lassen<lb/>
das Ganze ist doch in Wirklichkeit eine wirtschaftliche Angelegenheit<lb/>
und keine politische. Mein Hinweis bei der Diskussion mit <rs type="person" ref="#per__112953">Manschulo</rs>,<lb/>
dass es für uns schwieriger ist, weil wir auf der einen Seite Staats<lb break="no"/>handelsunternehmungen haben, auf der anderen Seite freie Unternehmungen<lb/>
deren freier Entscheidung es überlassen bleibt, ob sie russische<lb/>
Waren kaufen oder nicht, wurde von <rs type="person" ref="#per__112953">Manschulo</rs> nicht akzeptiert, Soweit<lb/>
ich das in Englisch – ich musst in dieser Sprache mit ihm diskutieren<lb/>
was für mich ja mit meinen schlechten Kenntnissen sehr schwer ist –<lb/>
verstanden habe, steht er auf dem Standpunkt, das glaube ich habe ich<lb/>
schon richtig mitgekriegt, dass doch auch die österreichische Regie<lb break="no"/>rung einen Einfluss hat und dass sie diesen Einfluss geltend machen<lb/>
muss. Ich hatte bei emeiner Einleitungsansprache am Flughafen ja<lb/>
bereits darauf hingewiesen, dass Österreich und die Bundesregierung<lb/>
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insbesondere mit der SU zu verstärken. Die Russen hatten wider Erwarten<lb/>
kaum etwas getrunken und sich auch sehr frühzeitig verabschiedet. Wir<lb/>
blieben dann noch – es war von unserer Seite Präsident <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs> und Präs.<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97570">Hrdlitschka</rs> anwesend – einige Zeit beisammen und sprachen mit Minister<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97647">Koren</rs> und Min. <rs type="person" ref="#per__97749">Mitterer</rs>, der dem NR-Abgeordneten Handelskammerpräsident<lb/>
d. Burgenlandes <rs type="person">Graf</rs>, sowie dem Präsidenten der Industriellenvereinigung<lb/>
<rs type="person" ref="#per__97733">Mayer-Gunthof</rs> die wichtigsten politischen Vertreter der anderen Seite<lb/>
gewesen sind. <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> erklärte zum Schluss noch, er möchte mich un<lb break="no"/>bedingt einmal unter vier Augen sprechen, ich hätte gerne die Gelegenheit<lb/>
benützt, diesen Abend in kleinerem Kreis, wie er vorher vorgesehen ge<lb break="no"/>habt hat, nämlich <rs type="person" ref="#per__97346">Benya</rs>, <rs type="person" ref="#per__97570">Hrdlitschka</rs>, <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> und ich, eine Aussprache<lb/>
zu führen, die aber, da die anderen auch noch blieben, nicht zustandekam.<lb/>
Interessant war auch noch, dass <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs> sehr höflich aber ganz be<lb break="no"/>stimmt, <rs type="person" ref="#per__97893">Sallinger</rs> als er ihn begrüsste und sagte, dass er sehr froh ist,<lb/>
dass er wieder in Wien ist, erwiderte, ja wenn ich gerufen werde, dann<lb/>
komme ich, Sie aber sind bis jetzt noch nie nach Russland gekommen.<lb/>
Ich glaube, in dieser Beziehung muss man mit den Russen sehr sehr vorsich<lb break="no"/>tig vorgehen und ich habe wohlweislich bereits auf der Hinfahrt ins Hotel<lb/>
darauf hingewiesen, dass die Hauptschwierigkeit für mich bei Auslands<lb break="no"/>besuchen derzeit inmeiner Abgeordnetentätigkeit besteht. Da <rs type="person" ref="#per__112951">Patolitschew</rs><lb/>
ebenfalls Abgeordneter zum Oberster Sowjet ist, sagte er, er kennt die<lb/>
Arbeit eines Parteimannes, der sich um seine Mandat bewerben muss und<lb/>
er hofft nur, dass ich positiv abschneide und vor allem dann doch einmal<lb/>
Zeit finden werde, die UdSSR zu besuchen. Gott sei Dank konnte ich darauf<lb/>
hinweisen, dass ich ja bereits zweimal mit Gewerkschaftsdelegationen dort<lb/>
war und soweit es meine Zeit erlaubt, selbstverständlich gerne wieder<lb/>
kommen werde.</p>
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