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            <title type="main">Sonntag, der  3. Mai 1970</title>
            <title type="sub">Tagebuch Josef Staribacher: Digitale Edition</title>
            <author>Josef Staribacher</author>
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            <publisher>Kreisky Archiv, Wien</publisher>
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               <licence>CC BY-NC 4.0</licence>
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                  <institution>Kreisky Archiv</institution>
                  <collection>Nachlass Joseph Staribacher</collection>
                  <idno type="signature">Band01_1970-05-03</idno>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band01_1970-05-03_01">Beim Berufswettkampf der Arbeiterkammer wurde ich als<lb/>
Kammeramtsdirektor angekündigt, daß ich die Begrüßungs<lb break="no"/>ansprache halten werde. Da ich nun inzwischen zu meiner<lb/>
größten und wahrscheinlich auch aller anderen Vewunderung<lb/>
der zuständige Minister für Berufsausbildung wurde, konnte<lb/>
ich die Eröffnungsansprache halten. Die Begrüßung besprach<lb/>
Präsident <rs type="person">Hrdlicka</rs>. Ich selbst hielt mich sehr sehr kurz,<lb/>
dankte nur allen Stellen die sich bemüht hatten, daß dieser<lb/>
Berufswettkampf zustande gekommen ist, insbesondere na<lb break="no"/>türlich den Lehrherren und den Lehrwerkstätten, den Schulen,<lb/>
den Innungen, Fachverbänden, Gremien , den Gewerkschafts<lb break="no"/>funktionären und natürlich auch der Arbeiterkammer, die<lb/>
bisher 13 Mio. S für ca. 130.000 Berufswettkämpfer ausgegeben<lb/>
hatte, aber allen voran dankte ich immer wieder den Jugendlichen,<lb/>
die damit zeigen, daß sie nicht eine lethargische Masse sind die<lb/>
sich um nichts interessiert sondern, daß es bis jetzt 130.000<lb/>
Jugendliche waren, die in Berufswettkämfpen ihr Bestes getan<lb/>
hatten, durch Weiterbildung bestrebt sind, eine bessere wirt<lb break="no"/>schaftlichere Position in Österreich zu erreichen.</p>
            <p xml:space="preserve" xml:id="Band01_1970-05-03_02">Anschließend spielte das <rs type="person" ref="#per__97800">Hazy-Osterwald</rs>-Sextett. Da ich in der ersten<lb/>
Reihe saß hatte ich das Gefühl, mit 120 Phon berieselt zu werden.<lb/>
Ich erklärte in der Pause jeden der es hören wollte, wenn hier der<lb/>
Arbeitsinspektor anwesend wäre, würde er wahrscheinlich die<lb/>
Lokalität wegen übergroßer Lärmentwicklung schließen.</p>
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            <p xml:space="preserve" xml:id="Band01_1970-05-03_03">Den Jugendlichen aber, ich konnte dies an meinen Söhnen<lb/>
feststellen, hat es sehr gut gefallen und der Lärm machte<lb/>
ihnen eigentlich nichts aus. Im Gegenteil, sie erwarten vom<lb/>
modernen Jazz eine entsprechend hochphonige Darbietung.</p>
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